Richis Tagebuch


Seit meiner ersten Absicht zu übersiedeln habe ich in einem Blog ein Tagebuch geschrieben. Zuerst noch von Linz aus, dann von hier. Gerade die ersten Tage waren natürlich sehr interessant und darum habe ich am Anfang auch täglich geschrieben. Nach der aufregenden ersten Zeit hier, habe ich dann zumindest wöchentlich "meine Leser", tlw. waren es bis zu 800! informiert. Da "mein" Blog-Dienst-User-Server-Anbieter aber pleite ging, habe ich voriges Jahr das Tagebuch schreiben aufgehört. Aufgrund der vielen Nachfragen hab ich mir Gedanken gemacht wie ich euch wieder an meinem Leben hier teilhaben lassen kann und darum ist mir die Idee mit einer eigenen Homepage und darin ein Gästebuch zu schreiben gekommen. Und hier ist es, ich verspreche euch, es aktuell zu halten, zu Beginn stehen immer die neuesten Meldungen und hier möchte ich euch aber auch ein paar Anekdoten und Gschichterln aus der Vergangenheit erzählen. Leider konnte ich die Daten aus dem letzten Jahr nicht mehr "retten" aber das ist ja eh schon wieder Vergangenheit ;-)


Juli 2016

So, die grösste Hitzewelle scheint vorüber zu sein. So viele heisse Tage (über 40°) wie heuer hatten wir in all den Jahren die ich jetzt hier bin noch nie. Sogar eine Klimaanlage hat schlapp gemacht, da der Aussenteil im „Licht-Schacht“ liegt und sich dieser so aufheizte, dass der Kompressor überhitzte.

 

Das immer schon existierende Sommerloch bei der Anzahl an Touristen ist heuer extrem ausgefallen. Es ist echt traurig, dass Ägypten so gemieden wird. Dabei besteht wirklich kein Anlass, es gibt hier wirklich keine Vorfälle um sich unsicher zu fühlen. Dafür sorgt schon Al Sisi. Ich glaube, momentan ist es in Bayern unsicherer wie hier. Naja, ein Hoffnungsschimmer am Horizont ist die Ansage von einigen Fluggesellschaften, ab September wieder zusätzliche Flüge anzubieten. Vor allem wird auch Sharm wieder angeflogen, d.h. die Kombination der zwei Ziele Hurghada/Sharm wird wieder mehr Flieger füllen. Derzeit fliegen ja nur einige Fluggesellschaften Hurghada direkt an, Turkish Airline fliegt über Istanbul, was ja durch die Turbulenzen in der Türkei auch auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber die Politik von Erdogan ist wieder eine andere Sache....

 

Was tut sich sonst so hier? Ein grösseres Problem ist die derzeit rasante Erhöhung der Preise. Momentan gibt es fast wöchentlich eine Preiserhöhung und diesmal sind nicht nur Luxusgüter wie Zigaretten usw. betroffen, nein es steigen auch die Preise für Grundnahrungsmittel. Als Beispiel nenne ich hier Kartoffeln. Vor drei Monaten kostete das Kilo noch zwischen 3 und 4 Pfund je Kilo, jetzt zahlt man ca. 6 Pfund! Von Zigaretten braucht man gar nicht reden, die Marke „Karelia“ welche vor ca. einem Jahr noch 7 bis 8 Pfund kosteten sind jetzt bei 12,50 bis 13 Pfund angelangt! Sicher hat die Abwertung des Pfundes dazu beigetragen, aber dafür hat man ja auch besser gewechselt. Apropos wechseln, die Wechselstuben, die einen deutlich besseren Kurs gegeben haben als die offiziellen Banken, wurden fast alle geschlossen. O.k. das ist verboten, weil dadurch dem Staat Devisen verloren gehen, aber für uns war es eine Möglichkeit die Teuerung etwas abzufangen. Vor allem, das facebook-Gruppen bzw. deren Mitglieder einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet haben ist ein interessanter Aspekt. Da haben in etlichen Gruppen Leute immer wieder gefragt, wie den der Kurs momentan steht und viele haben mit der genauen Standortbeschreibung geprotzt, dass sie bei dieser Wechselstube einen viel höheren Wechselkurs bekommen haben. Na die ägyptischen Behörden sind ja auch nicht doof, für die waren diese Infos „Geld wert“!

 

So, ich melde mich wieder, wenn hoffentlich wieder mehr los ist.


April 2016

Letzte Woche war geprägt von zwei Ereignissen. Der Besuch von Renate und Hans, zwei Freunde aus Linz, denen ich Luxor gezeigt habe und natürlich der Besuch von meinem Vater. Vati wird Ende des Monats 80 Jahre und da habe ich mir natürlich etwas besonderes einfallen lassen müssen.

Hans und Renate am Nil
Hans und Renate am Nil

Aber der Reihe nach. Vorigen Freitag besuchten mich einige Linzer in der Jazzbar, neben den Hörschlägers auch Renate und Hans. Die beiden wollten mit mir nach Luxor fahren, weil Renate 1992 im Rahmen einer Nil-Kreuzfahrt mal dort war und Hans noch nie. Also machten wir uns den Dienstag als Termin aus, an dem es dann um 5:30 Uhr losging. Der Ausflug war wieder wunderbar und die Beiden waren echt begeistert. Für mich war es insofern einmalig, weil die Beiden die Ersten waren, die kein einziges Foto gemacht haben, ja nicht einmal eine Kamera oder ein Handy mitgenommen haben. Eine Woche vorher haben Donata und Michael noch über 700 Fotos gemacht. Renate hat gesagt, sie hat von damals soviele Fotos und sie wollen den Ausflug einfach geniessen – das ist auch eine gute Einstellung!

Vati und Skheik Ibrahim
Vati und Skheik Ibrahim

Seit einiger Zeit machte ich mir schon Gedanken, mit welcher Überraschung ich Vati zum achtzigsten Geburtstag eine wirkliche Freude machen kann. In Luxor war ich schon mit ihm, bei den Klöstern waren wir schon und Ausflüge auf deinem Boot haben wir auch schon einige hinter uns. So viele verschiedene Ziele, die nicht in Stress ausarten gibt es nicht mehr und ein originelles Geschenk ist hier auch nicht leicht aufzutreiben. Zufällig lernte ich vor ein paar Wochen Skeikh (=Scheich; bedeutet soviel wie Familienoberhaupt) Ibrahim Ibn Abdallah kennen, einen gebürtigen Schweizer, der seit ewigen Zeiten in der Sahara wissenschaftliche Arbeiten rund um die Römerzeit selbst durchführt bzw. begleitet. Im Rahmen dieser Arbeiten lernte er den Nomadenstamm der Khushma'an kennen und heiratete als erster Nichtnomade die Tochter des Familienoberhauptes, Skeikh Abdel Zaher.

 

Da er neben den wissenschaftlichen Safaris für Freunde auch „Schnuppertouren“ in „sein Stammesgebiet“, das für normale Touristen nicht zugänglich ist, durchführt, habe ich mir gedacht, das wäre doch was für Vati. Wer kann schon von sich behaupten, seinen Achtziger in einem echten Nomadencamp mitten in der Wüste gefeiert zu haben.

Störche, mitten in der Wüste
Störche, mitten in der Wüste

Also starteten wir vorigen Donnerstag früh zu dem besonderen Trip in die Wüste. Skeikh Ibrahim liess es sich, trotz Problemen mit den Hüften, nicht nehmen, selbst die Tour zu führen. Mit an Board waren als Fahrer Sheikh Abdel und Mohammed, der normalerweise die Safaris leitet bzw. führt. Nach ein paar Kilometern auf der Strasse nach El Gouna ging es in die Wüste, trotz Federung des Landrovers und Polster auf den Sitzen war es keine Autobahnfahrt. Teilweise auf „gespurten Pisten“ und teilweise über ungespurtes Terrain ging es ca. 35 holprige Kilometer mitten in das Gebiet der Kushma'an Nomaden zum ersten Ziel, einen Ausflugshügel, auf dem einen ein gewaltiger Ausblick über die Wüstenlandschaft erwartet. Auf dem Weg dahin trafen wir auf eine Gruppe von Störchen, die hier überwintern und demnächst die „Heimreise“ nach Europa antreten werden. Auch verschiedene Greifvögel, vom Falken bis zum Habicht kreuzten immer wieder unseren Weg.

Geburtstagstorte im Nomadencamp
Geburtstagstorte im Nomadencamp

Nach dem herrlichen Ausblick ging es direkt ins Camp, das Ibrahim für die Teilnehmer errichtet hat und als Basis seiner Safaris und Erkundungen dient. Dort gab es dann Frühstück und als Überraschung für Vati einen Geburtstagskuchen (ich habe „Happy Birthday“ - Kerzen organisiert und Ibrahim hat extra für Vati einen Karottenkuchen backen lassen).

 

Als besonderes Geschenk überreichte Ibrahim Vati auch noch einen original Nomaden-teppich, der von seiner Familie stammt.

 

 

 

Nach dem gemütlichen Frühstück fuhren wir dann weiter zu einer römischen Festung, die damals eine der Festungen entlang der römischen Strasse vom Roten Meer bis ins Niltal war. Diese 173 km lange Strasse war eigentlich der Vorgänger vom Suez-Kanal und diente um 30 nach Christi als Handelsweg zwischen dem Roten- und dem Mittelmeer. Da die Römer nicht ungeschützt übernachten wollten, wurden entlang dieser Strasse immer wieder solche Festungen gebaut, deren Reste man heute noch bewundern kann. Auch an dem Brunnen, der heute noch funktioniert und der einzige Lebensquell ist, kamen wir vorbei. Nach einer „Rundfahrt“ durch die Stein- und Sandwüste ging es wieder zurück ins Camp, wo uns bereits der Mittagsbrunch erwartete.

 

Nach dem Brunch und vielen neuen Eindrücken ging es zurück nach Hurghada. Obwohl wir eigentlich nicht viel gegangen sind, waren wir ziemlich geschafft – es waren einfach soviele neue Eindrücke und in Summe ein tolles Erlebnis. Danke Ibrahim, du hast uns einen unvergesslichen Tag erleben lassen!

 

 

 

 

 

 

Leider ging die Woche mit Vati viel zu schnell vorbei, mittlerweile ist er wieder gut in Österreich angekommen, aber wir sehen uns ja bald wieder.

 

Hier noch eine Diashow von unserer Geburtstagsfeier mit mehr Fotos:


März 2016

Puhh, die letzten Wochen war echt ein Stress! Ihr werdet jetzt zwar lachen, aber es gibt auch hier Stress! Zweimal war ich mit Gästen in Luxor, dann waren Installateurarbeiten angesagt und am Freitag war mein obligatorisches Schnitzelessen. Das alles muss mit der Versorgung von unserem Zoo kombiniert werden, da ja Riki drei Wochen nicht da war.

Ich mit Michael und Donata im Hatschepsut-Tempel
Ich mit Michael und Donata im Hatschepsut-Tempel

Die Ausflüge nach Luxor:

 

Beide Ausflüge waren echt toll. Sowohl der erste Ausflug mit der Familie Bötcher als auch der Ausflug mit Donata und Michael. Während sich die Bötcher's erst kurzfristig auf der Diversnight entschlossen haben, war der Ausflug von Donata und Michi schon länger über Facebook geplant. Bei beiden hatte ich wieder super Fahrer bzw. Fahrzeuge (einmal Bus und einmal PKW). Auch das Essen im Restaurant „El Mina“ war wieder sehr gut.

 

Ein paar Details zu den Ausflügen:

 

Tal der Könige: Beide male besuchten wir die Gräber KV 14 – ein Doppelgrab von den Pharaonen Tausert & Setnakht, das KV 57 – das Grab von Pharao Horemheb und als letztes das KV 2 – das Grab von Pharao Ramses IV. KV 14 und KV 2 besichtige ich mit den Gästen sehr gerne, weil sie relativ leicht zu begehen sind und aus allen drei Dynastien die verschiedenen Bauweisen zeigen. Im KV 57 war ich auch zum ersten mal, es war bisher noch nie offen, wenn ich dort war. Es ist zwar etwas anstrengender zu besichtigen, weil es einige steile Treppen hinunter (und damit wieder hoch) geht, ist aber echt sehenswert.

 

Das erste Mal in all den Jahren fuhren Polizeiautos und bewaffnete Polizisten beim Eingangstor herein und wir mussten warten. Der Lorryfahrer sagte nur zu uns, dass kein Grund zur Beunruhigung herrsche, es käme ein „Professor“. Dieser „Professor“ begegnete uns später nochmals, wir wussten zwar nicht genau wer es ist, aber sein Besuch hing mit den neuen Vermessungs- bzw. Grabungsarbeiten im Grab des Tut-Anch-Amun zusammen.

 

Generell: Schon am Parkplatz zum Eingang zum Tal der Könige stellte ich erst einmal fest, dass dieser bei weitem nicht mehr so leer war wie bei meinem letzten Besuch. Zwar bei weitem nicht voll, aber auch nicht leer. Dieses Phänomen war in ganz Luxor zu beobachten. Es waren sehr viele Gäste aus Asien unterwegs. Die Japaner kennt man ja sofort am Mundschutz und dem Sonnenschirm und die Chinesen an ihrer Geldgier.

 

Die „listig-geschäftstüchtigen“ Ägypter: Beim Heimfahren von der Diversnight erzählte ich meinem Freund und Taxidriver Maikl so nebenbei das ich am Montag eine Fahrt nach Luxor mache. Am Samstag Morgen telefonierte ich dann mit meinen „Stammunternehmen“ wegen dem Luxortrip, jedoch waren alle mir bekannten Nummern ausgeschaltet und ich kam nur zu ihren Anrufbeantwortern. Naja, die werden mich schon zurückrufen und so war es auch. Wir verabredeten, dass am Abend jemand in der Jazzbar die Papiere abholt. Also ging ich am Abend ins Jazz, traf mich mit der Familie Böttcher und erhielt ziemlich pünktlich den erwarteten Anruf, das der Fahrer vorm Grand Hotel ist und ich ihm die Papiere geben kann. Alles o.k. - so genossen wir noch ein Bierchen, bevor wir uns dann verabschiedeten.

 

Am Sonntag Vormittag rief mich der Chef von meinem „Stammunternehmen“ an und fragte mich, wann ich ihm die Papiere bringe. Ich war total erstaunt und erklärte ihm, dass ich die gestern Abend schon seinem Fahrer gegeben habe. Darauf sagte er o.k. - dann werde er mal rundrufen, wer die Papiere hat. Nach einer Stunde rief er wieder an und sagte mir, keiner seiner Firma hätte die Papiere abgeholt, es hat auch keiner bei mir Abends angerufen usw.! Jetzt war ich baff und etwas ratlos – ich hab doch die Papiere wem gegeben! Ich kann doch die Familie nicht nochmal bitten mir ihre Pässe zu kopieren – wie sieht dass den aus! Da fiel mir wieder ein, dass ich doch Maikl von dem Ausflug erzählt habe und einer von seiner Verwandtschaft auch ein Transportunternehmen hat oder dort arbeitet. Also rief ich ihn an und jetzt klärte sich das Ganze auf. Maikl, dieses Schlitzohr, hat doch tatsächlich das weitererzählt und sein Verwandter hat mich einfach am Abend angerufen und sich die Papiere (und damit den Auftrag) geholt. Geschäftstüchtig bzw. Einfallsreich sind sie, die Ägypter. Obwohl ich Anfangs noch bedenken hatte (weil ich die anderen Fahrer bzw. deren Fahrweise schon kenne) wurde ich total positiv überrascht. Pünktlich um 5:00 fuhr ein relativ neuer und sauberer Toyota bei mir vor (Maikl hatte ihm genau erklärt wo er hinfahren muss). Auch die Fahrweise der beiden Fahrer war in Ordnung, wie sich im Laufe des Tages herausstellte.

Die Installateurarbeiten:

 

Die ägyptische Frau von meinem Freund Frank hat Anfang März mit einem Bekannten ein neues ägyptisches Shishacafe eröffnet. Zwei Tage vorher hat er mich ganz verzweifelt angerufen, weil die Ägypter in dem engen WC die Klomuschel einfach verkehrt eingebaut haben. Weil es weniger Arbeit mit den Anschlüssen war, haben sie das Teil einfach montiert, obwohl man sich nicht draufsetzen konnte, weil zwischen Vorderkante der Muschel und der Wand gerade mal 5 cm Platz war. So baute ich ihm kurzfristig das Klo um und alles war wieder gut.

 

 

Mittlerweile ist Riki wieder gut zurück aus der Schweiz und ich bin echt froh darüber. Ganz alleine für 3 bzw. 7 Katzen und einen Hund zu sorgen artet öfters wirklich in Stress aus.


Februar 2016:

Bigi und Dagmar in Sahl Hashish
Bigi und Dagmar in Sahl Hashish

 

Ja ich war in letzter Zeit etwas schreibfaul, darum gibt es jetzt eine Zusammenfassung der letzten Wochen. Aber ich gelobe Besserung!

 

 

 

Brigitte ist nach dem Besuch bei uns mittlerweile auch wieder zuhause. Auch wenn sie und Riki viele Termine beim Zahnarzt und beim Optiker hatten, war es eine tolle Woche, vor allem für die Zwei, da sie viel Zeit miteinander verbrachten. Leider war das Wetter wirklich schlecht und so fielen die geplanten „Strandtouren“ aus. Lediglich am letzten Tag machten sie einen gemeinsamen Bootsausflug. Aber die Gründe warum sie herkam, sprich die Zahnbehandlung und die neue Brille, waren vorrangig und wurden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Und das zu einem Preis, der in Europa fast als Trinkgeld durchgehen würde! Wär vielleicht eine Geschäftsidee, zum Zahnarzt statt nach Ungarn Urlaub in Hurghada!!

 

 

 

Eigentlich hatten wir kulinarisch einiges vor, aber durch die teilweise sehr späten Termine wurden es nur zwei kulinarische Abende. Einmal gab es selbstgemachte Barrakuda-Filets und zum Abschluss schweizer Raclette mit Scampis, Schweinelungenbraten, Rinderfilets, Champignons und und ..... Waren aber beide Abende sehr gemütlich.

 

 

 

Obwohl Cleo sie noch nie vorher gesehen hatte, wurde sie sofort von ihr ins Herz geschlossen. Sie merkte wahrscheinlich sofort, dass Bigi ein Herz für Tiere hat, schliesslich hat sie ja auch in der Schweiz einen Hund. Jedes mal wenn sie Bigi sah wurde sie sofort bestürmt und begrüsst, wobei ihr am Anfang auch ein paar „Begrüssungstropferl“ abgingen. Das waren aber wirklich Ausnahmen, sie ist echt schon stubenrein. Mittlerweile ist sie schon extrem gewachsen, überragt unsere Katzen schon um einiges und wiegt schon 10 Kilo. Und wenn sie mit den Katzen es so richtig rund gehen lässt, dann geht hier richtig die Post ab. Wir können echt froh sein, dass sie ein „braver Hund“ ist, der auf Befehle (meist) gehorcht und wir daher einschreiten können. Sonst würden uns die „Viecher noch die letzten Haare kosten“ (LACH!!).

 

 

 

Auch unsere beste Freundin und ehemalige Nachbarin Elke war im Februar für zehn Tage auf Besuch hier. War eine tolle Zeit, Riki und Elke waren öfters am Beach und Erika am „Karibikstrand“ bzw. mit Tanja am Schildkrötenstrand in Dabab.

 

 

 

Auch Walter aus Linz war wieder mal für einige Wochen in Hurghada. Ich habe mich mit ihm natürlich getroffen (er brauchte ja wieder Unmengen von Schokoladetafeln für die Hotelangestellten). Jetzt ist er für zwei Wochen wieder in Linz, aber dann kommt er wieder für vier Wochen, in denen er seinen Geburtstag hier feiert. Na da wird mir schon etwas einfallen – lass dich überraschen :-)

 

 

 

Etwas traurig hat Riki und mich die Nachricht von Frank gestimmt. Seine kleine „Mädi“, den kleinen Hund, den wir Silvester kennengelernt haben ist tot. Sie wurde mit Giftködern vergiftet, obwohl er sie immer an der Leine hatte. Aber ich sehe es auch bei Cleo immer wieder, kaum guckst du nicht hin, hat sie etwas im Maul. Und hier herunten kann man nicht vorsichtig genug sein.

 

 

 

So, ich bin seit gestern „Strohwitwer“, Riki ist bis Anfang April in der „alten Heimat“ in der Schweiz. Nur das Sprichwort „wenn die Katze aus dem Haus ist....“ spielt es bei mir leider nicht! Immerhin muss ich sieben Katzen, einen Hund und mich selbst versorgen – also fad wird mir in nächster Zeit nicht!!!

 

 

 

Leider hat sich die Touristensituation auch in den letzten Wochen nicht gebessert. Es ist nach wie vor wie ausgestorben. Das einzige was sich wirklich gebessert hat ist das Wetter, seit Mitte Februar klettern die Temperaturen unaufhaltsam nach oben und auch der Wind wird besser bzw. ist er nicht mehr so kalt, wenn er weht. Mittlerweile wird schon der 30er überschritten und ab und an brauchen wir schon die Klimaanlage.

 

22. Jänner 2016: Es ist sehr ruhig hier

Riki und unser Zoo
Riki und unser Zoo

Was tut sich bei uns? Eigentlich recht wenig, unser „Zoo“ verhält sich relativ harmlos. Nein im Ernst, wir sind mit der Entwicklung von Cleo wirklich zufrieden. Mit den Katzen gibt es kaum Zoff, Murmel und Bauxi sind zwar nach wie vor skeptisch ihr gegenüber und sie bekommt schon ab und zu eine Katzenpranke ab, aber im Grossen und Ganzen verstehen sie sich. Mit Blacky sieht es anders aus. Er und Cleo spielen und toben durch die Wohnung, dass es uns oft zu bunt wird und wir eingreifen. Ist eigentlich komisch, unser „Sensibelchen“, welches normal auf jede Veränderung mit Verunsicherung und Flucht reagiert, spielt mit Cleo. Unsere beiden „Selbstbewussten“ bekämpfen sie eher. Lustig ist auch das Verhalten zwischen Hund und Katz beim Fressen. Die Katzen fressen und saufen lieber aus Cleos Schüsseln und lassen ihre unangetastet. Cleo wiederum findet das Katzenfutter zum fressen gern. Ganz schlimm wird es beim Füttern mit Frischfleisch. Obwohl wir jedem Tier ein eigenes Schüsselchen geben und Cleo natürlich das zwei- bis dreifache bekommt, ist sie als Erste fertig und probiert dann an ein Schüsselchen einer Katze zu gelangen. Da müssen wir immer aufpassen, sonst frisst sie ihnen alles weg. Mittlerweile gehorcht sie jedoch auf ein paar Befehle und so wird auch das besser.

 

Aufregung versprach der Besuch beim Tierarzt. Normalerweise haben wir immer einen „Kampf“ mit unseren Katzen, damit wir die in die Trageboxen bekommen. Auch dieses Mal hatten wir uns schon einige Strategien überlegt, wie wir sie am Besten überlisten. Aber es kam eigentlich ganz anders – hatten wir voriges Jahr Blacky noch durch die ganze Wohnung verfolgen müssen, so war er dieses Mal als erster in der Box. Etwas Futter half! So ging es dann mit drei Katzen in Boxen und einem Hund an der Leine in Midos Auto zum Tierarzt. Die Katzen haben zwar etwas gemautzt, aber im Grunde verlief alles gut. Auch im Warteraum war alles in Ordnung. Drinnen beim Impfen waren dann die Katzen wie in Schockstarre – im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich sogar Probleme, sie aus der Box zu bekommen! Das Impfen war kein Problem, lediglich Murmel wehrte sich etwas gegen das Fiebermessen (im Hintern!). Auch Cleo liess das Impfen und Chippen gutmütig über sich ergehen. Also, dieses Mal haben wir uns wirklich umsonst tagelang Sorgen gemacht, wie wir das schaffen.

 

Am Sonntag bekommen wir Besuch, Rikis Schwester Brigitte kommt für eine Woche auf Besuch zu uns. Was wir da alles erleben werden, darüber nächste Woche mehr.

 

Sonst ist es sehr, sehr ruhig. Kaum Touristen, die Auslastung der Hotels liegt momentan bei ca. 20%!! Dabei gibt es wirklich keinen Grund Hurghada zu meiden. Das Wetter ist schön, am Abend etwas frisch, aber tagsüber in der Sonne ist es traumhaft. Das Meer lädt mit ca. 21° zum Baden ein und die Strände sind garantiert nicht überbevölkert. Die Lage in Hurghada ist ruhig, der Vorfall im Bella Vista Hotel hat sich auch aufgeklärt. Es war so wie ich schon geschrieben habe. Ein Fakt kam noch dazu: der GM wollte mit den Beiden nicht sprechen und hat die Polizei gerufen, mit dem Hinweis, dass zwei Attentäter im Hotel sind. Er hat gewusst, dass die Polizei da nicht lange fackelt – und somit war er sein Problem los! Auch eine Art Problemlösung, wie man mit unzufriedenen Mitarbeitern umgeht! Leider hat er nicht bedacht, welche Folgen das mit sich zieht.

 

Lg Richi


Ägypten

 

Ein Toter und ein Schwerverletzter wegen Gehaltsstreitigkeiten!

 

HURGHADA. Zwei verzweifelte junge Männer wegen eines Streites um ausstehende Gehälter getötet bzw. schwer verletzt!

 

Weil das Management, aus welchem Grund auch immer, die Gehälter für monatelang verrichtete Arbeit, seit Monaten nicht ausbezahlte und auch keine Anstalten machte ihnen das ausstehende Geld zu geben, drehten zwei junge Burschen durch. Sie liefen in die Küche und holten sich von dort ein Messer, um mit diesem etwas Nachdruck zu erzeugen. Als auch dieses Vorhaben scheiterte, waren sie wahrscheinlich so verzweifelt, dass sie als letzten Ausweg nur sahen, einige zufällig in der Hotellobby anwesende Touristen als „Geiseln“ zu nehmen. Dass dieser Schritt gleichzeitig ihr (Fast)Todesurteil war, haben sie in diesem Moment wahrscheinlich nicht bedacht. Einer der Beiden wurde sofort erschossen, der Andere überlebte schwer verletzt.

 

So geschehen am letzten Freitag in einem beliebten Touristenhotel in Hurghada! Da es in Ägypten keine Arbeitnehmergesetze, geschweige denn eine Gewerkschaft gibt, sind auch im 21. Jahrhundert in Ägypten Streitigkeiten um ausstehende Gelder noch immer an der Tagesordnung. Während in der westlichen Welt sofort ein Aufschrei gegen das Unternehmen und sofort Arbeitnehmerverbände bzw. zig Anwälte zum Arbeitsgericht laufen würden, sind hier die Arbeitnehmer auf sich alleine gestellt. So kommt es immer wieder zu Demonstrationen vor Hotels, die bereits in der Verwüstung eines Hotels endeten und nun zu einem Blutbad.

 

So oder so ähnlich hätte der Artikel in den Medien eigentlich lauten müssen. Das sogenannte „Terrorattentat“ war eigentlich nur ein Streit um ausstehende Gehälter! Das wurde uns gestern von mehreren Ägypter, unabhängig voneinander, berichtet. Missstände wie nicht bezahlte Gelder, „Sklavenlöhne“ und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind auch in Ägypten noch „Normal“, bzw. durch die Lage seit dem arabischen Frühling stark im Aufwind. TV-Bilder von Katar empören die Menschen gerade im Westen, die Eindrücke vor Ort entlocken hingegen den meisten Billigurlaubern nur ein leichtes Lächeln – wichtig ist: „Geiz ist Geil“!!! und hinter mir die Sintflut!

 

Ich will damit diese Aktion der Beiden sicher nicht verharmlosen oder entschuldigen, aber vielleicht gelingt es mir damit, auch die „andere Seite“ etwas zu beleuchten.

 

Lg Richi

 

Jänner 2016: Aktuelle Lage in Hurghada:

Die verletzte Österreicherin (Photo: Achmed Eighalban in fb)
Die verletzte Österreicherin (Photo: Achmed Eighalban in fb)

Wie ihr alle wahrscheinlich wisst, ist letzten Freitag gegen 20:00 Uhr Ortszeit ein Angriff auf Touristen mitten in einem beliebten Hotel in Hurghada erfolgt. Riki und ich sind um 21:00 Uhr mit unserem Fahrer Mido gerade auf der Heimfahrt vom „Schnitzelabend“ im Grand Resort Hotel gewesen, als er per Telefonat von einem Freund von dem Vorfall erfuhr. Er erzählte uns davon, sagte aber auch, dass noch niemand etwas genaueres weiss und er auch nicht wüsste ob da überhaupt etwas passiert sei, da Menschenansammlungen und „stille Post“ in Ägypten schon wegen Kleinigkeiten vorkommen.

 

Zuhause angekommen wurden natürlich gleich die Nachrichten im Internet und in den deutschen TV-Sendern abgesucht und siehe da: die Medien in Deutschland wussten schon, dass es sich um einen Terroranschlag des IS handle. Mehrere Terroristen mit Maschinengewehren und Bombengürtel hätten, übers Meer kommend, ein Blutbad in der Lobby des Hotels angerichtet! Na Bumm!! dachten wir – jetzt wirds tragisch!!

 

Gestern wurden bereits die ersten Zweifel an einem Attentat laut, aber in der Presse ist es nach wie vor eines. Heute, zwei Tage danach, lichten sich die Nebel und es stellt sich heraus, dass es ein Überfall zweier, unter Drogen stehenden, Ägypter war, die so zu etwas Geld kommen wollten!

 

Sowohl die beiden verletzten Österreicher, als auch das Management vom betroffenen Hotel berichten dasselbe. Zusätzlich gibt es in verschiedenen Gruppen über Hurghada in fb Augenzeugenberichte, bzw. Berichte einer deutschen Krankenschwester, die die Verletzten betreute und niemand mehr geht von einem Attentat aus, ausser die westlichen Medien.

 

Anbei ein paar links:

 

Interview im ORF mit dem verletzten österreichischem Ehepaar:

 

vom Hotelmanagement:

 

vom Besitzer der Tauchbasis James & Mac:

 

Ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten

 

lg Richi

 

Jänner 2016: Wir sind gut gerutscht...

.. naja besser gesagt, wir haben den Jahreswechsel fast verschlafen. Am Nachmittag sind wir das erste Mal mit „Anton“ in die Stadt um bei Mustafa im Agra Roma etwas zu Essen und vor allem, er muss ja einmal „das wahre Leben“ auch kennenlernen. Bei der Fahrt mit Mido im Auto war er noch ganz ruhig. Er ist auf meinen Schoss gesessen und hat meistens seine Schnauze unter meinen Oberarm gesteckt. Angekommen bei Mustafa mussten wir feststellen, dass das Lokal berstend voll war. Mustafa zeigte uns einen Platz an einem Tisch mit einem älteren Herren und wir setzten uns zu ihm. Auf meine Frage, ob er was dagegen hätte, wenn ich den Hund auf dem Schoss halten würde, zeigte er unter den Tisch: da sass doch auch ein kleiner Hund! War das ein Zufall! Somit war das Gesprächsthema des Nachmittags eigentlich auch schon klar. Er hat uns erzählt wie er seine „Mädi“ von der Strasse geholt hat und wir haben ihm unsere Story erzählt. Dann haben wir sie gegenseitig beschnuppern lassen und ich habe ihn im provisorischen „Bettchen“, meinem Rucksack unter den Tisch schlafen gelegt. Er hat zwar am Anfang etwas gezittert aber dann war er wirklich brav. Sogar den Lärm von einer feiernden und grölenden Gruppe am Nebentisch nahm er gelassen hin. Und dann hatten wir beide ein „Dajavu-Erlebnis“: er hab seine Kleine auf zeigte uns die Unterseite und sagte, dass der Tierarzt ihm bestätigt hat, das es ein Mädchen ist. Komisch, unser Anton sieht von unten genauso aus, uns kamen erste Zweifel. Nach dem Essen fuhren wir wieder mit Mido heim, auch hier gab es wieder keine Probleme mit „Anton“. Bei dem einen oder besser gesagt mehreren Glaserl Wein, diskutierten wir weiter über „Anton. Die Zweifel wurden immer stärker!

Cleo wächst und wächst.....
Cleo wächst und wächst.....

Irgendwann wurde auch das Fernsehprogramm zu fad und Riki ging ins Bett. Ich blieb noch wach, weil ich Mitternacht abwarten wollte. Es wird da herunten fast nicht geschossen, aber man weiss ja nie. Es blieb ruhig und so machten wir noch unseren „Nachtspaziergang“.

 

 

Am nächsten Vormittag wurde es Gewissheit! Nachdem sich Riki im Internet schlau gemacht hat, waren wir sicher, unseren „Anton“ umtaufen zu müssen. Wir suchten also einen Namen für eine Hündin. Nach zweitägiger Diskussion und zig Vorschlägen tauften wir Anton schliesslich auf Cleopatra – kurz Cleo um. Ich kann euch sagen, die Gewohnheit ist ein Teufel. Wir ertappen uns immer wieder, dass wir Cleo mit Bubi oder Anton ansprechen. Aber es wird immer seltener.

 

 

Sonst ist es sehr ruhig in Hurghada. Es fehlen viele Touristen und auch viele Residents sind über die Feiertage heim geflogen.

 


Dezember 2015: Wir sind auf den Hund gekommen!

Nicht so wie ihr jetzt denkt: wir haben seit 15, Dezember einen kleinen ägyptischen Hund adoptiert! Und das kam so: Riki und ich gingen ja am 14., meinem Geburtstag Essen, und kamen in Magawish bei einer Baustelle vorbei – naja gibt ja genug hier. Riki beobachtete dort schon öfters einen Wurf junger Hunde und erzählte mir von einem jungen Rüden, der ihr ans Herz gewachsen ist, weil er so frech ist. Also gingen wir zu ihnen hin und wirklich, dieser Frechdachs kam sofort auf uns zu und begann mit uns zu spielen, während alle Anderen im „Bau“ blieben - „Frech wie Anton“ war mein erster Gedanke. Nun gut, es wurde ein wirklich schöner Abend bei Seafood-Essen bei Mustafa im Agra Roma. Aber irgendwie liess mich der Gedanke an diesen Hund nicht mehr los. So ging ich am Morgen zur Baustelle und da war er sofort wieder. Schwanzwedelnd kam er angesprungen und da blieb mir nichts mehr anderes übrig als ihn mitzunehmen. Ich hatte zwar vorsichtshalber eine Plastikbox mit, die normalerweise für unsere Katzen gedacht ist, aber die brauchte ich gar nicht. Er schmiegte sich sofort, vor Kälte zitternd, an mich, als ich ihn aufhob. So nahm ich ihn mit und überraschte Riki damit.

Am Anfang war er total ruhig und eingeschüchtert – er lag nur auf der Couch herum. Die vollkommen neue Umgebung, zwei überdimensional grosse Zweibeiner und drei sehr grosse Vierbeiner mit Fell, die aber nicht bellten und nicht nach Hund rochen! Das musste er erst mal verkraften! Da wir von Arco noch eine Leine hatten, begannen wir ihn an ein regelmässiges „Gassigehen“ alle zwei Stunden an. Naja, es ging nicht ohne ein paar „Unfälle“, sprich „Lackerl“ und „Würstchen“ im Wohnzimmer ab, aber mit der Zeit wurden diese Unfälle weniger und mittlerweile sind sie relativ selten geworden. Auch ein paar Spielsachen waren noch da und mit ein paar zugekauften Sachen wie Kauknochen und spezieller Welpenmilch und Welpennahrung entwickelte sich unser „Couchpotato“ innerhalb kürzester Zeit wieder zum frechen Anton – und somit war sein Name fix.

 

Mittlerweile „versteht“ er sich auch mit den andersriechenden Fellknäueln – naja so halbwegs wenigstens. Sie sind noch keine dicken Freunde, die Tisch und Bett miteinander teilen würden, aber ein paar Beschnupperungen, vor allem beim Fressen, gibt es mittlerweile. Und mit Anbellen hat er sich auch schon etwas Respekt verschafft. Obwohl, unsere „Riesenkatzen“ nehmen ihn noch nicht so richtig ernst, weichen meistens zurück oder er bekommt einen Prankenhieb, wenn er es zu bunt treibt. Er ist jetzt zwei Wochen bei uns, hat sich mittlerweile gut eingelebt und versucht Alles, auch uns, anzuknappern. Für die nächste Zeit sind die ersten Erziehungsmassnahmen geplant, und natürlich der Gang zum Tierarzt. Unsere Katzen müssen sowieso geimpft werden, da nehmen wir ihn gleich mit – das wird ein Spass!

Über Weihnachten hatten wir Besuch. Elke hat ja beschlossen zurück nach Deutschland zu gehen. So hat sie ihren ganzen Hausrat und ihre Möbel verkauft. Am 20. wurden die letzten Möbel abgeholt und ihre Wohnung leergeräumt. So blieb sie die letzten paar Tage bis zum Abflug am 26. bei uns. Tagsüber waren meist Riki und sie in der Stadt unterwegs um noch die letzten Sachen zu erledigen, abends machten wir uns dann einen gemütlichen Abend, wobei Elke meist sehr früh zu Bett ging, da ihr das Ganze doch ziemlich Nahe ging – Sechs Jahre Hurghada hinterlässt halt doch wehmütige Spuren!

 

Weihnachen verbrachten wir zu Hause bei einem gemütlichen Raclette Essen. Schweinelungenbraten, Rinderfilets, Garnelen und Champignons mit Käse überbacken, dazu ein paar Saucen und Weissbrot – Herz bzw. Gaumen was willst du mehr.

 

Am 26. mitten in der Nacht (4 Uhr früh) war es dann soweit. Nach einer Tasse Kaffee begannen wir Elkes Koffer raus zu räumen. Kurz darauf wurde sie von Bekannten abgeholt und zum Flughafen gefahren. Elke war ja quasi meine „erste Nachbarin“ wie ich herunter kam und auch für Riki war Elke die erste Freundin hier in Hurghada, darum war der Abschied schon etwas Besonderes. Schweren Herzens umarmten wir uns, aber Elke ist Gott sei Dank nicht aus der Welt und sie und Detlef werden so bald als möglich wieder auf Besuch kommen.

Silvester werden wir nicht sehr viel unternehmen, wir werden wahrscheinlich zu Hause bleiben und unseren Hund hüten. Jean Jacque und Co. Feiern auch privat also wird eine Party heuer ausbleiben.

 

Wir wünschen Euch allen ein Gutes Neues Jahr, viel Erfolg und Gesundheit.

14. Dezember 2015

 

Mein fünfter Geburtstag in Hurghada lief etwas turbulent und anders als geplant ab. Eigentlich wollte ich ja einen ruhigen Tag geniessen, aber erstens kommt es Anders, zweitens als geplant! Das war das Geburtstagsdrama in zig Akten:

 

1. Akt:Nachdem wir seit Tagen ein Problem mit dem lecken Abwasserschlauch beim Waschbecken in der Küche haben, bin ich gestern wieder einmal alle Händler in Hurghada (und gefühlte 100 Km im Umkreis) abgelaufen, mit dem Ergebnis: NULL - es gibt diesen speziellen Schlauch nicht! Zumindest nicht bei den Händlern wo ich war, aber einen (ägyptischen) Tip hab ich bekommen: mit Dichtungsband abdichten!!!!! Also habe ich am Vormittag den Schlauch wieder montiert und versucht ihn mit Dichtungsband abzudichten. Obwohl ich skeptisch und Riki sich sicher war das das funktionieren wird, ist es mir gelungen, das Ding dicht zu bekommen - JUBEL und ERFOLG!

 

2. Akt: Weil ich grad so in Erfolgsstimmung war nahm ich auch gleich den Zulauf der Waschmaschine in Angriff. Riki hat bemerkt, dass sehr wenig Wasser in den letzten Tagen die Maschine "komische Geräusche" beim Start macht, und wenig Wasser einläuft. Nach kurzem Check des Wassereinlaufes konnte ich ihr Ersturteil bestätigen und prüfte daher, von wo der Wassermangel kam. Die Rohre in der Wand waren es Gottseidank nicht, es war das völlig verdreckte Sieb im Zulaufschlauch. Da dieses nicht mehr zu reinigen war, hab ich den Schlauch gewechselt (von meiner "Reservemaschine - gut wenn man Ersatzteile hat") und dann funktionierte auch die Waschmaschine wieder - JUBEL , ERFOLG HOCH ZWEI!!

 

3. Akt: Emotionell hoch über den Wolken, begab ich mich in die Niederungen des Bades im Erdgeschoss um die Zuläufe des Waschbeckens und des Spülkastens zu reinigen. Aufgrund des schmutzigen Wassers müssen die "Sieberl" so ca. alle 4-6 Wochen gereinigt werden. Innerhalb einiger Minuten hatte ich den - ERFOLG HOCH DREI!!!

 

4. Akt: Nachdem ich auch noch das Katzenklo gereinigt habe, wollte ich mir jetzt einen gemütlichen Nachmittag machen. Zuerst skypen mit Vati und dann - g a n z g e m ü t l i c h! Aber "Erstens kommt....." Skype ging wieder einmal nicht! und Riki bemerkte ein leichtes Tropfen des Zulaufschlauches bei der Waschmaschine beim Besuch der Toilette. "Is ja kein Problem" dachte ich mir, brauchst ja nur die Muttern der Dichtungen etwas fester anziehen.

 

5. Akt: "Erstens kommt es ......" Ich weis nicht was ich angestellt habe, wahrscheinlich habe ich das Plastikteilgewinde des Schlauches überdreht aber auf einmal ist mir das Wassser ins Gesicht gespritzt. Vollkommen nass versuchte ich das Kugelventil zu schliessen, doch das funktionierte nicht! Was ich auch (mit Zangen usm.) ich bekam die Leitung nicht mehr dicht - MISSERFOLG!

 

6. Akt: Nachdem das Wasser hier spritzte und unser Bad schön langsam absoff, hab ich versucht den Hauptwassehahn abzustellen. Aber auch das ging nicht so einfach, da das Gewinde kaputt war oder NIE passte - who knows - aber mit Zangen und etwas Zeit ist mir gelungen, eine Totalüberschwemmung zu verhindern.

 

7. Akt: Den 7. bis zigten Akten fasse ich jetzt zusammen, sonst würde es "erstens....." und zweitens zu lange. Endergebnis: ich war zwar "pitschelnass" aber am Ende des 7. Aktes war alles dicht und funktionierte wieder alles.

 

8. und schönster Akt: Nach den Problemen machten Riki und ich uns die Flasche Sekt (Danke an Elke) auf und gingen gut Essen.

November 2015

 

Heute möchte ich euch eine weitere Anekdote zum Thema Handwerker / Reparaturen erzählen.

 

Vor ca. drei Wochen fiel im zentralen Sicherungskasten der FI-Schalter der Klimaanlage im Wohnzimmer und die Klimaanlage war stillgelegt. Jede Klimaanlage ist zusätzlich durch eine Sicherung vorort gesichert und da diese Sicherung schon einmal den „Geist aufgegeben“ hatte, suchte ich zuerst den Fehler bei dieser. Doch die Sicherungen waren in Ordnung. Auch unser Houseboy Mahmdou, der am nächsten Tag mit einem Elektriker anrückte, konnte den Fehler nicht finden. So bestellte er für nächsten Tag zwei „Klimaanlagenspezialisten“.

 

Diese rückten auch pünktlich an. Nach der „Erstinspektion“ im Wohnzimmer, bei der auch sie keinen Fehler fanden, ging es zum Aussenteil. Dieses Teil hängt in ca. 2m Höhe an der Aussenwand, befestigt mit einem Eisenwinkel. Wie üblich kamen diese Spezialisten ohne Werkzeug, sodass mein Werkzeug wieder einmal zum Einsatz kam. Nach einer kurzen „Augenbeschau“ und einigen Diskussionen, kamen die beiden zu der Erkenntnis, das Gehäuse der Klimaanlage zu entfernen. Also brachte ich ihnen meine Leiter und der Jüngere begann die Klimaanlage zu demontieren. Dann begann er Kabel für Kabel abzuklemmen und „prüfte“ die Anlage dann, indem der Andere versuchte, den FI-Schalter wieder reinzudrücken. Doch das funktionierte auch nicht. Als alle Kabelanschlüsse abgeklemmt waren, und sie noch mal prüften blitzte es entlang des Kabels, das die Sicherung mit der Klimaanlage verbindet, in ca. 3m Höhe. Dort wurde es mit Isolierband gestückelt und anscheinend hat diese fachmännische Ausführung durch die Witterungsbedingungen den Geist aufgegeben. Jetzt hatten wir die fehlerhafte Stelle, doch wie diese reparieren? Meine Leiter ist nur 1,50m hoch, somit ist diese Stelle nicht zu erreichen!

 

Mir fiel ein, dass im Stiegenhaus noch eine hohe, ca. 4 m lange Stehleiter steht und so führte ich die beiden zu dieser Leiter. Nach Betrachtung dieser und einer weiteren Diskussion der Beiden begannen sie Leiter zu zerlegen. Durch Entfernen von zwei Schrauben wird aus einer Steh- eine Wandleiter. Diese wollten sie dann an einem Seil durch das Stiegenhaus auf das Dach hieven und im Lüftungsschacht zur defekten Stelle abseilen. Das Problem dabei ist nur, bei uns führt der Zugang aufs Dach nicht über das Stiegenhaus, sondern über die Dachgeschosswohnung und der Besitzer war nicht erreichbar! Durch unsere Wohnung konnten wir nicht, da sie aufgrund der Länge nicht um die Ecken gepasst hätte. Also jetzt war guter Rat teuer.

 

Aber Ägypter wären nicht Ägypter, sprich einfallsreich und so kletterte der Jüngere über meine viel zu kurze Stehleiter auf das Gestell der Klimaanlage, die sie vorher bereits soweit verschoben hatten, dass sie fast heruntergefallen wäre. Da sich das Haltegestell ziemlich bog, zauberte der Andere aus einem Schaufelstiel und der Stehleiter eine Stütze. Vom Gestell aus konnte der Jüngere zwar die Schadensstelle erreichen, aber für eine „fachgerechte Reparatur“, sprich eine Spleissung und Isolierung mit Isolierband, war das eine Stück Kabel zu kurz. Also wurde das Stück Kabel ausgetauscht und repariert. Danach kletterte er wieder runter, sie montierten die Klimaanlage wieder zusammen und alles war gut.

 

Das war jetzt der rein fachliche Bericht einer Reparatur, jetzt kommt mein Emotionaler:

 

Diese zweistündige Reparatur hat mich etliche Nerven gekostet und viele graue Haare gebracht. Gute Handwerker hätten wahrscheinlich gleich festgestellt, dass die schadhafte Stelle das Verbindungskabel ist. Diese Beiden haben zuerst auf gut Glück die Klimaanlage zerlegt und dann erst die Bruchstelle am Kabel geortet. Trotz meiner Bemerkung, dass der Bewohner der oberen Wohnung nicht da ist, wurde sofort die Leiter zerlegt. Erst nachdem sie selbst merkten, dass diese Aktion sinnlos war, wurde von diesem Plan abgelassen. Aber so richtig krass war erst die Aktion mit der Kletterei. Wie ich merkte, dass der da raufklettern will, konnte ich fast nicht mehr hinschauen. Die Leiter stand ja nicht unbedingt gesichert und wackelte wie ein 50m hoher Baumwipfel bei 200 km/h Windgeschwindigkeit. Als er dann auf der Klima stand und der Winkel sich verdächtig verbog, hatte ich echt das ernste Gefühl, dass er mitsamt der ganzen Klimaanlage runterbrechen wird. Ich konnte das von mir befürchtete Unheil nicht mehr mitanschauen und ging. Erst als die ganze Aktion vorbei war, schaute ich wieder nach ihnen. Dann hat mich auch noch unser Hausbesitzer am falschen Fuss erwischt, indem er mich angerufen hat, wir müssten für die Reparatur zahlen. Im „Normalfall“ hätte ich reklamiert – nach dieser Aktion zahlte ich die 200 fund einfach!

 

Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hab ich das Ganze per Foto nachgestellt


Oktober 2015: Es ist viel los hier!

 

Heute möchte ich ein paar Fotos von den beiden letzten Ausflügen einstellen.

 

Privatausflug zu den ältesten Klöstern Ägyptens, dem St. Antonius und dem St. Paulus Kloster am Samstag, 26.09.2015

 

Anlässlich des Besuches der Familienangehörigen von Riki und dem Siebzigsten Geburtstag ihres Schwagers Bernd lud Riki ihre Familie und ein paar gute Freunde zu einer Kulturfahrt zu den beiden Klöstern im Norden von Hurghada ein. Diese beiden Klöster stehen natürlich im Schatten von den Sehenswürdigkeiten von Luxor und medial auch im Schatten des Katharinenklosters am Sinai, sind aber kulturhistorisch gesehen sicher gleichwertig. Immerhin ist das St. Antoniuskloster das älteste Kloster Ägyptens, wenn nicht sogar der Welt. Der Hl. Antonius (251 – 356 n.Chr.), der sich mit 19 Jahren in eine rund 680m hoch gelegene, verlassene Höhle in die Einsamkeit zurückzog, gilt als Begründer des Mönchstums. Da er keine Besucher empfing und seinen Anhängern auch verbot sich in der Nähe der Höhle aufzuhalten, verharrten diese am Fusse des Berges und gründeten dort, kurz nach dessen Tod, das erste Kloster.

Los gings für Riki und mich um fünf Uhr morgens mit dem herrichten der Schnitzelsemmeln und dem Einpacken der ganzen Getränke. Da der Busfahrer unsere Villa nicht gleich fand, holte ich in ab und wir fuhren mit einer kleinen Verspätung in Richtung Hotels los.

 

Nachdem Bruno schon bei uns eingestiegen war holten wir als erste Bernd, Isolde und Franz vom Siva Grand Beach und danach Dörthe, Birgit, Manni und Manfred vom Grand Hotel ab. Nachdem wir in El Gouna noch Bigi, Monika, Tanja und Hans abholten ging es auf die erste lange Fahretappe nach Ras Gharib. Nach ca. 1,5 Std. Fahrt durch eine Wüstengleiche Gegend, immer am Roten Meer entlang, erreichten wir gegen neun Uhr unseren „Frühstücksplatz“, ein typisch ägyptisches Restaurant wo man zu den mitgebrachten Schnitzelsemmerln Cola, Kaffee oder Tee kaufen konnte.

 

Nach der Pause ging es weitere 150km entlang von Erdgas-, Erdölfeldern aber auch den grössten Wind- und Solarparks nach Zafarana. Dort verliessen wir die Hauptstrasse nach Kairo und fuhren nach Westen ins Gabel el Galalah Gebirge zum St. Antonius Kloster. Nach den „Einreiseformalitäten“ am Haupteingang, erreichten wir gegen 12:30 Uhr den Eingangbereich des „alten Klosters“.

Damals existierte im Gegensatz zu heute kein Tor in der ca. 10m hohen Mauer die das Kloster umgibt, durch das man das Kloster betreten konnte. Es gab nur eine Seilwinde über das Besucher in den Turm gezogen wurde. Durch diese „Sicherheitsanlage“ und durch die geschützte Lage blieb das Kloster relativ verschont von feindlichen Angriffen. Erst im 8. und 9. Jh. durch Beduinen und im 11. Jh. durch Araber wurde es für kurze Zeit erobert. Zwischen dem 12. und 15. Jh. erlebte das Kloster seine Blütezeit. Es wurde restauriert und erweitert, ehe mohammedanische Plünderer erneut über das Kloster herfielen und die Mönche wieder fliehen mussten. Aber auch danach wurde es wieder auf- und ausgebaut und aus den nahe liegenden Klöstern kamen etliche Mönche um sich aus Sicherheitsgründen hier niederzulassen. Heute umfasst das Kloster ca. 60.000m2 und es leben ca. 100 Mönche und etwa 200 „Aussteiger“ und Arbeiter im Kloster.

Im Kloster organisierten wir uns einen Mönch, der uns durch das Kloster führte. Bei dieser Führung wurden wir nicht nur aussen durchs Kloster geführt sondern es wurden uns auch verschiedenste Räume und Kirchen aufgesperrt. Hier lasse ich am Besten die Fotos sprechen.

Da die Strasse zur Kreuzkirche, die oberhalb der Klosteranlage liegt, gesperrt war, konnten wir diese nicht besuchen. Von hier geht auch die Treppe zur Höhle weg, der schweisstreibende Marsch über die 1.200 Stufen rentiert sich aber definitiv nicht, da man oben angelangt nur eine furchtbar stinkende kleine Öffnung der Höhle sieht.


Hier ein Foto wie die Kreuzkirche ausschaut (ist von einem früheren Besuch).

Nach der Besichtigung ging es zurück nach El Gouna bzw. nach Sakalla wo wir noch ein Essen und ein „Abschlussbierchen“ tranken. Dörthe, Birgit, Manni und Manfred mussten wir leider vorher verabschieden, da sie am selben Abend zurück nach Deutschland flogen.

Fazit: es war zwar etwas anstrengend, vor allem weil man lange im Bus sitzt, aber ich hoffe es hat euch gefallen.


Am Donnerstag, 08.10. ging es dann mit 8 Gästen nach Luxor.

 

Ramona und Robert wurden mir von meiner guten Freundin Birgit in Nürnberg vermittelt, Juliette und Kolja direkt hier in Hurghada (von Erika Paletzki, die hier wunderbare Schnorchelausflüge macht) und Familie Bülow lasen mein Angebot direkt hier auf meiner Website.

 

Pünktlich um 5:20 holte ich die vier vor dem Grand Resort ab und dann noch Familie Bülow in Makadi Bay. Dann ging es weiter nach Safaga. Beim dortigen Polizeiposten herrschte verstärkte Kontrolle, die aber kein Problem darstellte. Auch während der ganzen Fahrt nach Luxor wurden wir fast bei jeder Polizeikontrolle kurz angehalten. "Tamayia Alemania" (acht Deutsche) wurde zun öftest gehörten Satz an diesem Morgen.  Gegen 10:30 kamen wir dennoch im Tal der Könige an. Wir waren ganz alleine es waren überhaupt keine Besucher da!!


Ramona, Robert, Kolja, Juliette und Familie Bülow vor dem Totentempel der Hatschepsut
Ramona, Robert, Kolja, Juliette und Familie Bülow vor dem Totentempel der Hatschepsut

Weiter ging es die paar Kilometer rüber zum Totentempeln in Deir el-Bahari. Auch hier waren wir wieder fast alleine und so hatten wir auch hier die Anlage fast für uns alleine. Ganz gemütlich erkundeten wir die relativ weitläufige Anlage, denn es war, obwohl es schon Oktober war, sehr warm und am Tempelgelände gibt es wenige schattige Flecken. Der bekannteste der Tempeln ist sicher der Tempel der Hatschepsut.

 

Nach einem kurzen Fotostopp bei den Memnon Kolossen ging es ins Restaurant "El Mina* zum Mittagessen.

 

Nach der Fahrt über den Nil mit einer kleinen Barkasse ging es zum Höhepunkt des Ausflugs...

... dem grandiosen Tempel von Karnak.

 

Grundsätzlich lässt sich die gesamte Anlage in drei Bezirke einteilen, die allen Göttern geweiht waren. Zum einen ist dies im Süden der Bereich der Mut, zum zweiten im Norden der Bereich des Month und zum dritten im Zentrum der größte und komplexeste Bezirk, der Bezirk des Amun. Um die Orientierung nicht zu verlieren wird auf der unten stehenden Umzeichnung auch nur der zentrale Bezirk des Amun gezeigt, der - aus touristischen Gesichtspunkten - auch der interessanteste und ohne jede Frage der monumentalste Bereich der Tempelanlage darstellt. Es ist sehr problematisch die Tempelanlage von Karnak zu beschreiben. Dies gilt sowohl für die Flächenausdehnung, wie auch für die jeweilige zeitliche Zuordnung. Verwirrend ist auch die praktisch nicht vorhandene Chronologie innerhalb der vielen Bauphasen, denn viele Herrscher haben dort gebaut, abgerissen, renoviert und wieder neu gebaut wo gerade Platz war. Es gehörte auch sozusagen zum guten Ton seine Handschrift in Karnak zu hinterlassen. Allerdings gehörte es auch zum "guten Ton" Heiligtümer von Vorgängern wieder abzureißen und aus ihren Steinen eigene Bauten zu erstellen, oder mindestens die Namenskartuschen und stilisierten Gesichter auszukratzen. Hatschepsut, Amenophis IV (Echnaton) und Tutanchamun sind hierfür berühmte Beispiele.

Vom ersten Innenhof führt der Pylon II dann in den Großen Säulensaal, dessen Beschreibung ganz und gar unmöglich ist, selbst der Versuch die Monumentalität auf Bildern aus allen möglichen Winkeln und Richtungen wiederzugeben scheiterte kläglich. In 16 Reihen trugen insgesamt 134 (!!) Säulen aus Sandstein das Dach. Dieses Dach ist allerdings heute zum größten Teil nicht mehr vorhanden, die absolut monumentalen Säulen aber, die bis zu 21 (!!) Meter in den Himmel ragen und mehrere Personen notwendig sind, sie zu umfassen, beeindrucken nachhaltig und die phantastischen Reliefs verstärken diesen Eindruck noch weiter.

Wir hatten genug Zeit um uns auch den Rest der grossflächigen Anlage anzusehen. Vom Opferaltar gingen wir runter zum heiligen See mit dem "liegenden Obelisken" der Hatschepsut und dem "Skarabäus", dann in den älteren Teil, der Richtung Luxortempel zeigt. Von dort wieder zurück in die Säulenhalle und in den neuen Teil von Ramses mit seinen Tempeln.

 

Nach einer kurzen Stadtrundfahrt in Luxor mit umrundung des relativ kleinen und unscheinbaren Luxor-Tempel ging es zurück nach Hurghada.

Ich habe die beiden Ausflüge etwas genauer beschrieben, weil es der Wunsch beider Gruppen war, etwas Informationen auch in schriftlicher Form zu erhalten. Der Text und die Fotos können natürlich (gegen Anfrage) heruntergeladen werden. Hierbei möchte ich mich nochmals bei Manni für die Fotos von den Klöstern bedanken.

 

Vielleicht weckt diese Beschreibung und die Bilder ja bei dem Einen oder Anderen auch die Neugier....

 

Bis bald

Richi


September 2015: Es ist viel los hier!

 

Ab Anfang September ist wieder "Full-House" hier in Hurghada. Viele Hotels sind ausgebucht oder sogar überbucht. Es tut sich wieder was in Hurghada - und das ist gut so!

 

Auch hier spielt das Wetter etwas verrückt. So hohe Temperaturen und vor allem eine so hohe Luftfeuchtigkeit hattten wir im September noch nie hier. Viele Gäste, die jedes Jahr im September kommen, sind total überrascht und stöhnen teilweise unter den momentan herrschenden Verhältnissen.

 

Die Ausflugssaison hat wieder begonnen. Neben den begehrten Privatausflügen nach Luxor war ich Ende September mit 14 Personen zu einem Privatausflug bei den beiden Klöstern St. Antonius und St. Paulus. Es war zwar aufgrund der Temperaturen anstrengend aber es waren alle Teilnehmer echt begeistert.

 

Aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise und der "behördlichen Hürden" (Registration beim "Tourismusoffice, tlw. zweiter Fahrer nötig usw.) habe ich die Preise (so wie alle Veranstalter) neu kalkulieren müssen. Die jetzt hier angezeigten Preise sind die aktuellen Ausflugspreise, die so hoffe ich, jetzt länger halten werden und nicht so schnell wieder von den Behörden gekippt werden.

 

Generell sind momentan die Behörden sehr unberechenbar. Gerade im Bereich des "Residentvisums" ändern sich die Regeln fast täglich! Das Jahresvisum gibt es für "Normalos" überhaupt nicht mehr, die Regeln für ein 6-Monatsvisum ändern sich ständig und jetzt gibt es das Gerücht, das man dazwischen sogar ausreisen muss!!! Es bleibt also Spannend :-)

 

So und jetzt viel Spass

euer Richi

April 2015: Startschuss meiner Homepage:


"Nach zig Wochen Recherge und zig Stunden am Laptop ist es mir nun gelungen....". So würden viele die Arbeit für die Erstellung einer Homepage beschreiben. Für mich waren es jedoch grossteils amüsante Stunden. Gerade das "Durchackern" meines Tagebuches und auch viele Kommentare, die ich im Zuge der Ausflugs- und Hotelrecherge las liess mich oft schmunzeln. Gerade im Teil Tagebuch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Struktur so lasse oder teile in z.B. Anekdoten & Geschichten und News, naja mal sehen, vielleicht habt ihr ja Ideen.


Das grösste Problem bei der Erstellung so einer HP ist ja, eine Struktur reinzubringen. Ich habe mir darüber lange Gedanken gemacht und mich jetzt so entschieden, wie ich sie aufgebaut habe. Auch hier sind noch Umänderungen möglich, wenn sie euch gar nicht gefällt.


So und jetzt viel Spass

euer Richi