Richis Tagebuch


Seit meiner ersten Absicht zu übersiedeln habe ich in einem Blog ein Tagebuch geschrieben. Zuerst noch von Linz aus, dann von hier. Gerade die ersten Tage waren natürlich sehr interessant und darum habe ich am Anfang auch täglich geschrieben. Nach der aufregenden ersten Zeit hier, habe ich dann zumindest wöchentlich "meine Leser", tlw. waren es bis zu 800! informiert. Da "mein" Blog-Dienst-User-Server-Anbieter aber pleite ging, habe ich 2012 das Tagebuch schreiben aufgehört. Aufgrund der vielen Nachfragen hab ich mir Gedanken gemacht wie ich euch wieder an meinem Leben hier teilhaben lassen kann und darum ist mir die Idee mit einer eigenen Homepage und darin ein Gästebuch zu schreiben gekommen. Und hier ist es, ich verspreche euch, es aktuell zu halten, zu Beginn stehen immer die neuesten Meldungen und hier möchte ich euch aber auch ein paar Anekdoten und Gschichterln aus der Vergangenheit erzählen. Leider konnte ich die Daten aus dem letzten Jahr nicht mehr "retten" aber das ist ja eh schon wieder Vergangenheit ;-)


Besuch aus der St.Eiermark - aus Österreich...

Nachdem im Frühjahr seine Eltern, Astrid und Bernd, hier waren, kam dieses mal ihr Sohn Stefan mit Freundin Angelika nach Hurghada.

 

Das erste Treffen fand natürlich bei Ayman in der "Jazzbar" statt und bei diesem Treffen wurde auch gleich der "Wochen-Besichtigungs-Terminplan" ausgemacht. Eine Stadtbesichtigung, eine Bootsfahrt und ein Ausflug nach Luxor mussten in dieser Woche untergebracht werden.

 

Begonnen haben wir mit der Hurghada-Tour, angefangen beim Fischmarkt über die neue Moschee bis nach Dahar. Es hat ihnen sehr gefallen.

 

Dann ging es aufs Boot. Beide hatten neue "Vollgesichts oder auch Eesy-Breath" Masken mit, aber beim ersten Unterwasserkontakt bereuten beide dies schon - weil man mit denen nicht tauchen kann! So kam - was kommen musste! Der zweite "Schnorchelgang" wurde nicht zum Schnorchelgang, sondern zum ersten Tauchgang für die Beiden.


Da ihnen diese Eindrücke so gefallen haben und beide keine Probleme hatten, haben sie beschlossen, nächstens wieder zu kommen um den Tauchschein zu machen! GUT LUFT!!

Zwei Tage später ging es nach Luxor.

 

Obwohl es "heißer" wie noch 2-Wochen vorher war, wurde auch dieser Ausflug ein Erlebnis.

 

Solche "monumentalen Bauten", die in einer Zeit, in der bei uns die "Vormenschen" - die Neandertaler -gerade einmal das Feuer "entdeckt" haben, entstanden sind, ist echt ein Zeugnis der damaligen Einzigartigkeit.

 

Angelika und Stefan, wir (Riki und Ich) freuen uns schon aus ein Wiedersehen!

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Eine stressige Woche liegt hinter mir...

... zwei Ausflüge nach Luxor, eine extreme Bierlieferung für eine Gruppe, die eine Tauchsafari im Süden Ägzptens macht, dazu einen Tag mit guten Freunden am Boot zum Tauchen und dazwischen zwei Tage arbeiten um Christofs Wohnung in Makadi fertig zu stellen!

 

Am Samstag den 8. September war ich mit Jean Jaques,seiner Nichte, deren Mann und Babette in Luxor. Jean Jaque ist ein langjähriger Freund, der aufgrund eines erlittenen Schlaganfalles bald zurück zu seiner Familie nach Frankreich gehen wird. Den Besuch seiner  Nichte nutzte er noch einmal zum Besuch der Stätte im Hatschepsut-Tempel, wo er und seine Frau 1997 inmitten des Anschlages der extremistischen Moslembrüder waren, bei dem 40 schweizer Touristen getötet wurden.

vlnr: ein Tempelguide, Margaux, Babette, Jean Jaques und Etienne
vlnr: ein Tempelguide, Margaux, Babette, Jean Jaques und Etienne

Am Samstag darauf ging es mit einem deutsch/ slovakischen Pärchen, Majka und Holger, wieder nach Luxor. Die beiden waren so begeistert, dass Majka auf der slowakischen facebook-Seite Werbung für mich macht.

 

Eigentlich wollten wir uns gestern noch einmal in Sakalla treffen, aber wir haben uns irgendwie versäumt. Ich wünsche euch trotzdem einen schönen und angenehmen Heimflug und wenn ihr nächstes Mal hier seit, treffen wir uns garantiert.

Majka und Holger
Majka und Holger

Am Sonntag hatte ich dann vollen Stress. Eigentlich wollte ich den Kinderwagen den ich um 13:00 UHr ausliefern musste ja schon am Freitag herrichten, aber am Freitag hatte ich keine Zeit!

 

Warum? Es fiel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der Strom aus - und das obwohl wir noch genügend Pfund am Lesegerät hatten. Auch eine (von mir illegale) Überbrückung in der Nacht half nicht - so musste ein Elektriker her. Aber am Freitag!!!! Ich hatte Glück, Maged, der Chef vom Restaurant Agra Roma und ein guter Freund von uns, schickte uns einen Elektriker. Der war echt gut und hat den Fehler innerhalb einer halben Stunde gefunden - ein Zuleitungakabel war verschmorrt!!

Eigentlich war ja jetzt wieder alles ok, aber es musste noch ein Typ vom Stromamt kommen und das absegnen - kurzum, der Typ vom Stromamt kam, sah und         nahm 600 Pfund!!!     Der Elektriker, der eigentlich alles gemacht und somit den Schaden behoben hat, bekam 300 Pfund!!!!


Naja, ich baute also den Kinderwagen erst am Sonntag Vormittag zusammen. Rechtzeitig fertig lief ich zu Mustafa in die Stadt um das Bier zu bestellen. Mit meinem Taxler Saber ging es dann zum Hotel "Titanic Beach" um den Kinderwagen und die bestellten Windeln zu liefern. Wir waren zwar früh genug da aber dann begann das Fiasko! Normal telefoniere ich mit der Rezeption und dann darf ich rein - nicht in diesem Hotel! Nach 30 minütigen Verhandlungen mit den Securyties und den Task Manager durfte ich zumindest zu Fuss mit dem Kinderwagen bis zur Rezeption laufen! Danach ging es schnell - Anruf im Zimmer und die Kundin kam.

Wir waren auch rechtzeitig zurück bei Mustafa.


Mustafa ist ein "alter Bekannter" von Rikki und mir. Wir kennen ihn schon Jahre - auch aus der Zeit wo wir noch Urlaub hier machten. Sein typisches "Aber Hallo" kennt wahrscheinlich jeder, der schon einmal in Sakalla war.

 

Mustafa besorgte mir die 18 Palletten Bier und wir fuhren um Punkt 14 Uhr Richtung Flughafen (am Vormittag hat mich der Manager noch angerufen, dass ich pünktlich dort sein muss, weil 50 Leute im Bus nicht warten) und waren nach 15 Min. dort. Wir luden die Paletten auf den Gehsteig und Mustafa fuhr zurück.

Ich dachte mir, ich stelle sie so auf, dass es jeder sieht. Aber gesehen haben sie auch die Polizisten! 3 Kontrollen hab ich gehabt, weil ich zwei Stunden gewartet habe. Der Flug von den Ungarn war verspätet!

 

Fazit: Stefan und seine Kumpels kamen, das Bier wurde in den Bus eingeladen und alle waren HAPPY!

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2.000 Jahre Römische Geschichte...

... und ich war "Live" dabei!!

 

Am 23. Juni war Bergsteigen angesagt! An diesem Tag war die 2-Tausendjahr Feier des ersten römischen Steinbruches in Ägypten, im Tal von "Mons Porphyrites". Pierre, alias Sheikh Ibrahim, hat mich zum fotografieren eingeladen und so fuhr ich halt mit. Wir starteten um 1:00 morgens um beim Sonnenaufgang am Ziel zu sein.



Es war zwar schwieriger als ich vermutet hatte, aber wir kamen alle wieder heil herunter. Ich habe zwar in Europa schon sehr viel höhere Berge bestiegen aber dieses "Bergerl" war einzigartig. So schlechte Wege, gespickt mit spitzen Steinen, bin ich nicht gewohnt. Und das ganze mit normalen Turnschuhen und nicht mit Bergschuhen!

 

Egal, wir haben es geschafft - und waren vor dem Frühstück (ca. 8:00) wieder beim Auto. Gott sei Dank, denn danach wurde es sehr warm.

 

 

PS am 21.09.2018: zur offiziellen Jubiläumsfeier im Oktober kommen Wissenschafter und Kunstliebhaber aus aller Welt. Amerikaner, Deutsche,  Japaner, Chinesen aus Hongkok und sogar eine Delegation vom britischen Königshaus!

 

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Einfach Herrlich....

... dieser Tag am Boot!

Danke an Helga und Achmed für diesen wunderbaren Tag.

 

Da Helga und Achmed der Tag auf dem "Privatboot" bei Rikis Geburtstag sehr gefallen hat, haben sie für diesen Tag auch dieses Boot gechartert und so ihren Freunden und uns wieder einen wunderschönen Tag beschert.

 

Da es morgens total windstill und fast keine Wellen waren, konnten wir als ersten Schnorchelplatz das "Aquarium" bzw. den "Coral Garden" (Gota Abu Ramada Süd-Ost) anfahren. Es war wieder einmal wunderschön diesen Platz zu sehen. Nach dem Mittagessen ging es zur Insel Magawish, einem Schnorchelplatz der von zahlreichen "Touribooten" angefahren wird. Allerdings ist dort NICHTS zu sehen. Zum Schwimmen, Relaxen und Bier/Wein trinken war es uns aber egal.

 

Gleichzeitig war es auch für Rikis Verwandtschaft, für Isolde und Franz, ein schöner Abschluss ihres Urlaubes.

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Happy Birthday....

..... liebe Riki

 

Zu ihrem Geburtstag lud Riki ihre besten FreundInnen zu einem Tag am Boot ein. 

 

Vorbereitung ist alles:

Nachdem ich viele Bootsverleiher angerufen und einige persönlich abgeklappert hatte, stellte sich "Diving Center Frogman" als bestes Preis/ Leistungsverhältnis heraus.

Wir charterten also ein Boot beim Diving Center Frogman, bestellten bei Ismail im "Tabia" Bier und Wein für Mittwoch morgen und Riki konnte ihre FreundInnen einladen.

Mittwoch, 30.05.:

Wie abgemacht trafen alle Gäste pünktlich ein. Astrid und Bernd trafen mit "unserem Taxler Maikl" ein, wir fuhren ins Tabia zum Bier und Wein einladen und dann die paar Meter zum Frogman. Nachdem alles verstaut war und alle "Passagiere an Board waren" starteten wir um 10:00 Uhr in Richtung Abu Ramada Süd. Es war fast kein Seegang und darum war die Fahrt sehr ruhig.

Nachdem wir uns im Roten Meer bei Schnorcheln und Schwimmen ausgetobt hatten ging es zum Essen. Die Crew hat ein wirklich delikates Buffet auf den Tisch gebracht.

Vor allem der panierte Fisch und die Spaghetti schmeckten, als wären sie von Lafer, Lichter und Co. gemacht worden!

Als zweites Ziel hätten wir eigentlich das "Aquarium" vorgehabt, aber da machte uns der mittlerweile stärker gewordene Wind einen Strich durch die Rechnung.

 

So "versteckten" wir uns zwischen den beiden Giftun Inseln und konnten so ohne größere Schwankungen am Nachmittag einen zweiten "Schnorchelplatz" erkunden, die Aussicht auf das Meer und die Inseln bewundern und schließlich den Kaffee und den selbstgemachten Kuchen von Achmed genießen.

Es war einfach ein wunderbarer Tag!

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Mit Carmen & Wolfgang in Luxor...

Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag. Mit meinem "Lieblingsfahrer" Hassan ging es nach einem ausgiebigen Frühstück nach Luxor, ins Tal der Könige. Auch der Wettergott spielt mit, es hatte nur knapp über 30° (am Vortag waren es noch 40°!).

 

Da die beiden von den Gräbern so fasziniert waren, blieben wir fast zwei Stunden im Tal der Könige. Aber das ist ja das Wunderbare, wir haben keinen Zeitdruck. Nach der Besichtigung des Hatschepsut (im neu eröffneten Amun-Tempel sind die Fotos entstanden) und Fotostopp bei den Memnon-Kolossen gings zum Mittagessen. Frisch gestärkt ging es über den Nil zum "Highlight", dem Karnak-Tempel. Dieses imposante Bauwerk ließ beide vor Ehrfurcht fast erstarren. Diese Szenerie erfreut mich immer wieder, weil es für mich wieder eine Bestätigung war, dass dieses Bauwerk weltweit einzigartig ist.

 

Leider geht euer Urlaub schon zu Ende, aber ich bin mir sicher, diese Eindrücke werdet ihr nie vergessen.

 

lg Richi

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Die Pyramiden von Luxor....

Carina, Adrian & Silke im Amun Tempel im Hatschepsut
Carina, Adrian & Silke im Amun Tempel im Hatschepsut

... bzw. Wo sind sie geblieben!

 

Gemeinsam mit der Schweizerin Carina gings mit Silke und Adrian am morgen auf nach Luxor. Schon beim ersten Kontakt wurde mir klar, dass zwischen uns die Chemie stimmt und es ein toller Tag wird. Und so war es dann auch.

Vor allem Adrian ist eine "Ulknudel" par Excellence. Mit seinem bayerischen Dialekt unterhielt er uns blendend. Vor allem der "urbayerisch"-Sprachunterricht für "Schweizer-Anfänger" brachte uns immer wieder zum Lachen.

Und auch der "innerfamiläre" Zwist, gibt es nun in Luxor Pyramiden bzw. wer hat die über Nacht verschoben, sorgte den ganzen Tag für Erheiterung.

 

Passend zum ganzen Tag war am Ende der Besichtigung vom Karnak Tempel noch die Aussage von Silke zu Adrian "du bist ja schon Unterbierig!!". Da Silke am Montag Geburtstag hat, habe ich zum Anstoßen Cola für die Mädels und Bier für uns mitgenommen - da wurde dann das Grinsen von Adrian sehr breit als ich ihm das Doserl Stella überreichte.

 

Fazit: es war ein Super Tag und Ausflug!

 

PS: dank Silke (die hatte noch einen Muskelkater vom Step Aerobic) weiß ich jetzt die genaue Stufenanzahl im Hatschepsut Tempel: es sind 2 mal 50 Stufen!

 

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Eine durchwachsene Woche liegt hinter mir!

Ursprünglich war ja mein Plan, den Garten bis zur Wiederkehr von Riki aus der Schweiz fertig zu machen. Daraus wurde leider nichts! Mich hat es voll erwischt - ich habe die Sonne unterschätzt!! Durch den Wind war es trotz Sonnenschein angenehm und ich arbeitete im Garten "Oben Ohne". Das wurde mir zum Verhängnis, denn die Sonne brannte mir ziemlich heftig auf den Rücken und vor allem auf den Kopf. Abends hatte ich gewaltigen Schüttelfrost und fieberte ziemlich hoch - fast bis zu Halluzinationen! Zuerst dachte ich ja mich hat eine Erkältung erwischt aber es war wohl ein gewaltiger Sonnenstich! Nach zwei, drei Tagen wurde es besser und mittlerweile sind, bis auf das Jucken des Sonnenbrandes am Rücken, alle Symptome verschwunden.

 

Riki ist mittlerweile auch wieder aus der Schweiz zurück und so geht unser Leben wieder den "normalen" Lauf.

 

Am Donnerstag Nachmittag hab ich mich dann mit Silke und Adrian getroffen um Hurghada unsicher zu machen. Zwei wirklich liebe Bayern mit denen ich mich auf Anhieb blendend verstanden habe. Adrian hat mich vor gut einem Monat per e-mail angeschrieben, wegen verschiedener Ausflugsmüglichkeiten usw. Da seine Mutter ebenfalls aus Österreich stammt hatten wir gleich eine "solide Basis" und schon beim e-mail Austausch stimmte die Chemie. Und da Silkes Eltern eine Metzgerei haben, nahmen sie uns eim paar Schmankerl mit. Es wurde ein wirklich netter Nachmittag/Abend. Ich freue mich schon auf morgen, da fahren wir nach Luxor.

 

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Der Zaunbau...Teil 2

Vergangene Woche wurde der Zaun auf 190 cm erhöht um für unsere Cleo ausbruchssicher zu sein.

 

Es begann mit einem Plan, ging weiter mit der Materialbeschaffung und endete mit der Montage. Der langwierigste Teil war die Materialbeschaffung. In Österreich wäre ich einfach in einen Baumarkt gefahren und hätte mir die paar Eisensteher, Holzlatten, Schrauben, Farbe usw. besorgt. Hier ist halt alles ein biesschen anders.. Eisensteher bekommt man nur beim Schlosser, Holzlatten nur beim Tischler, Schrauben in dem Einen und Farbe in einem Anderen Geschäft und für einen stinknormalen Bohrer muss man wieder in ein anderes Geschäft. Ist zwar Zeitintensiv aber am Ende hab ich doch alles bekommen.

 

Die Montage ging relativ reibungslos obwohl bei manchen Tätigkeiten vier Hände schneller und besser gewesen wären. Aber bei den Dingen die alleine gar nicht gingen hat mir Riki geholfen. So ist der Zaun jetzt ausbruchsicher - Cleo hat es schon einige male versucht aber bis jetzt ist sie immer gescheitert. Hoffentlich bleibt es so - einen dritten Plan haben wir nicht mehr. Vollkommen Einhausen wollen wir auch nicht, sonst fühlt man sich wie in einem Vogelkäfig!

 

PS: noch ein paar Bilder:

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Wieder ein schöner Tag in Luxor

Heike hat mich bereits vor ein paar Wochen über meine HP gefunden und angeschrieben, dass sie mit mir diesen Ausflug machen wollen.

 

Und gestern war es dann soweit, ich fuhr mit ihr und Christa nach Luxor.

Es wurde wieder ein für mich sehr schöner Tag und für die Beiden ein, wie sie selbst gesagt haben, unvergessliches Erlebnis.

 

Ich habe einfach immer wieder soviel Spaß daran, Gästen wie Heike und Christa die Bauwerke in Luxor zu zeigen. Man spürt die Vorfreude und das Interesse schon von der ersten Minute an und steigert sich dann von Stunde zu Stunde, von Besichtigung zu Besichtigung. Und wenn dan am Ende des Tages gesagt wird, das sie überwältigt von den Eindrücken und von meiner Art des Erklärens sind, bin ich immer wieder glücklich.

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Der Zaunbau von Hurghada...

Vorige Woche wurden unsere Befürchtungen Wirklichkeit: Cleo buchste wieder einmal aus, lief zur Strasse runter und lief in ein Auto! Gott sei Dank ist ihr bis auf zwei kleinere Blessuren nichts passiert aber die Frontschürze des Taxis war vollkommen zersplittert. Nach längerer Verhandlung mit dem "Driver" und mit dem "Owner" des Taxis beglichen wir den Schaden und damit war es das voresrst.

Wir waren aber ziemlich geschockt und überlegten dann hin und her, wie wir das in Zukunft unterbinden könnten. Ein Zaun rund um unseren kleinen Vorgarten muss her! Eine Lösung, wie wir den Zaun machen wollen, war schnell gefunden. Ich wollte einen Plan zeichnen damit wir in einer Besprechung mit dem Vermieter auch das ok von ihm bekommen. So war unser Plan - gekommen ist es Anders.

Riki traf durch Zufall unseren Vermieter und sagte ihm, wir müssen einmal mit ihm reden. Da wurde er sofort neugierig (vielleicht glaubte er wir wollen ausziehen) und fuhr mit ihr sofort zur Wohnung. Jetzt erklärten wir ihm (zwar ohne Plan) vorort unsere Idee und er sagte sofort zu - und bot uns sogar an, dass er das macht! Er schickt uns in den nächsten Tagen einen Tischler vorbei, der das macht!

Es hat zwar ein paar Tage gedauert aber am Montag war es soweit. Der Bau des Zaunes wurde in Angriff genommen und innerhalb eines halben Tages fertig gestellt.

 

Natürlich wurde "das Bauwerk" gleich von Hund & Katz begutachtet!

Hier noch einige Bilder vom "Zaunbau":

PS: am Montag waren wir überglücklich, wir haben im Garten gegessen und Cleo versuchte zwar auszubuchsen, aber sie scheiterte immer wieder.

Schon am Dienstag wurde aber unser "neues Weltbild" zerstört: Cleo schaute sich von den Katzen ein paar Dinge ab und überwand den Zaun vor meinen Augen - Schei...e, wieder nichts - wir brauchen wieder eine Idee!

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Besuch aus der Heimat

einen Monat nach Vati und Sabrina hatte ich den nächsten Besuch aus Katsdorf, meinem Heimatdorf.

 

Sonja, eine gute Bekannte von Vati, reiste mit ihren zwei Freundinnen Maria und Monika kamen nach Hurghada.

 

Neben einigen Treffen im "Jazz" und einem Ausflug in die Stadt war natürlich der Ausflug nach Luxor DAS Highlight. Und es war auch für mich ein echtes Highlight. Ich war in den letzten zehn Jahren schon zigmal in Luxor aber es war das erste Mal, dass im Hatschepsuttempel der "Amun-Tempel" begehbar war. Absolut sehenswert! (ein Foto folgt!).

 

Leider wurde aufgrund meiner extremen Verkühlung und des schlechten Wetters aus unserem Schnorchelausflug nichts, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben - ihr kommt sicher wieder ;-)

Besuch von Vati und Sabrina...

... Anfang Dezember besuchten uns wieder einmal mein Vati und meine Nichte Sabrina. Da wir ja jetzt in Sekalla wohnen war es naheliegend, dass sie im "Sunrise Paradies Hotel" abstiegen, da dass nur ein paar Gehminuten entfernt ist.

 

So verbrachten wir neben einigen Ausflügen in die Stadt auch einige Abende bei uns auf der Terasse oder im Wohnzimmer.

Eines der Highlights war ein gemeinsamer Tauchausflug mit Sabsi, bei der sie den OWD-Tauchschein fertig gemacht hat - Congratulation im Reich der Korallen und der bunten Fische!

Mein Freund Ferdi...

... zig-tausend Kilometer hat er mich/uns auf dieser Welt gefahren - durch die entlegensten Gegenden in Patagonien, auf den schlechsten Sandpisten im südlichen Afrika, auf den Highways durch die USA, die Vereinigten Emirate und Oman - doch die letzten (Kilo)Meter geht er allein!

 

Mein Freund Ferdi hat unsere Welt verlassen!

Ich kann es immer noch nicht glauben, aber ich habe gestern von Anneliese - seiner alles geliebten Frau die Bestätigung erhalten.

 

Ferdi wurde von dieser Welt abberufen!

Ich bin wirklich kein Typ der in Erinnerungen schwelgt, aber der Tod von Ferdi geht mir wirklich sehr nahe und darum versuche ich durch diese Worte auch meine Trauer etwas zu lindern.

 

Ich habe ihn im Vorstand bei den Naturfreunden Keferfeld / Linz kennengelernt. Bald schon hatten wir über unsere Liebe zum Reisen eine enge Gesprächsbasis. Dass wir gemeinsame Reisen machten, war aber Zufall. Margit und ich flogen im November 2001 von Salzburg aus eine Woche nach Teneriffa und wen sahen wir da am Flughafen? Ferdi und Anneliese! Bei einem Glaserl Sekt (Margit hatte an diesem Tag Geburtstag) stellten wir fest, dass auch Ferdi & Anneliese nach Teneriffa wollen. Die beiden wohnten nicht weit weg von unserer Unterkunft und nachdem sie einen Mietwagen hatten, verabredeten wir uns zu einen gemeinsamen Ausflug (in den Loro-Park). Schon bei diesem Ausflug merkten wir, dass die "Chemie zwischen uns vieren passt" und so wurden aus diesem Ausflug zwei und in Folge mehrere grosse Reisen.

 

Dieser Bericht soll bei weitem kein Reisebericht sein, sondern ich möchte anhand einiger Anekdoten, an die wir uns gerne zurück erinnern, (Quasi nach dem Motto: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!), mich nochmal an Ferdi zurückerinnern:

 

Unser "Cheffe"
Unser "Cheffe"

Unsere erste Reise ging nach Chile und der erste Teil war gleich einmal im tiefsten Süden, in Patagonien. Von Puerto Natales, eine der südlichsten (Gross)-Städte der Welt machten wir einen Ausflug per Schiff zu den Gletschern, die ins Meer "kalben". Die Abfahrt des Bootes ist um 8:00 Morgens, was bei den Chilene ungefähr Mitternacht gleichkommt. Also erklärten wir dem Besitzer mit Händen und Füssen, das wir um 7:00 das Frühstück haben wollen. Er nickte! Am Morgen trafen wir uns vor unseren Zimmern und schlossen noch Wetten ab, ob das Frühstück fertig sein würde.Als wir in den Frühstücksraum kamen war die Überraschung perfekt - ein Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt war aufgebaut! Ferdi sah sich das ganze an und bemerkte: da sind Toasts, da ist Wurst und da ist Käse - also so ein warmer Toast zum Frühstück wär doch was! Er rief den "Cheffe" und deutete auf den Toast, die Wurst und den Käse und sagte nur "PRRTA - PRRTA"! 5 Minuten darauf hatte er zwei perfekte Toasts!!!

Auf der Rückfahrt hatten wir saumässiges Wetter und so verbrachten wir die Zeit im Rumpf des Bootes. Am Nachbartisch erzählten einige Einheimische etwas von einem Restaurante Don Chicho und das dort das Essen lecker sein soll, aber was genau konnten wir nicht verstehen. Aber unsere Neugier war geweckt und so fragten wir unseren "Cheffe" wegen dem "Don Chicho". Er blockte zuerst, wir würden das nie finden usw. usw., aber dann bot er uns an, dass uns sein Neffe hinfüren würde. Also trafen wir uns zur vereinbarten Zeit und fuhren hinter ihm her. Natürlich merkte sich jeder von uns den Weg genau! Dort angekommen merkten wir auch warum sich unser "Cheffe" etwas gweigert hat - es war einfach eine Wellblechhütte! Wir liessen uns jedoch nicht beirren und hatten recht. Die Küche war zwar wirklich sehr einfach aber lecker. Das Lamm und auch die Hühnchen waren "La PLancha" - also "geradegebogen" aber hervorragend gewürzt und gegrillt. Und erst der Hauswein! Der Besitzer war natürlich stolz, dass Touristen in sein Lokal kamen und beschäftigte sich den ganzen Abend mit uns. Mit einer Art "russisch Kegeln" brachte er uns soweit, dass wir an diesem Abend einige Liter seines chilenischen Hausweines tranken - ein schwerer Rotwein, der aber sehr gut schmeckte und extrem süffig war. Das Ganze wär ja eigentlich kein Problem gewesen, wären wir nicht noch ein Stück weit vom Hostales gewesen! Obwohl wir uns alle den Weg eingeprägt hatten, gab es bei der Rückfahrt bei jeder Kreuzung vier Meinungen: Rechts - Links - Geraudeaus - Zurück! Wenn nicht zufällig ein Taxi vorbeigekommen wäre, dass uns zurückgebracht hat, würden wir heute noch im Kreis fahren!

Ein Jahr später ging es nach Südafrika/ Botswana/ Zimbabwe und Namibia. Von dieser Reise, die immerhin vier Wochen dauerte, gibt es zwar nicht einzelne Anekdoten zu erzählen, aber sie war geprägt von Ferdis "Spontanität was einzelne Filmszenen" betrifft. Mitten in Namibia, in den Naukluft-Bergen wollte er unbedingt eine Szene drehen, in der er mit einer Rolle Klopapier das Auto im Laufen verlässt um sch..... hinter einem Strauch zu gehen (müssen). Das war natürlich gestellt aber es hat viel Spass gemacht.

 

Ferdi fürchtete Hunde aber Geparden streichelte er.

 

Auf der Düstenbrook-Ranch lief dieser Gepard frei herum und wir alle streichelten ihn. Ferdi hatte zwar ein etwas mulmiges Gefühl (siehe seinen Gesichtsausdruck) aber er streichelte ihn!

Selbst einen Angriff des grössten Löwen hielt Ferdi locker dagegen. Es flog zwar die ganze Videoausrüstung und am Film war ein extremer Schrei zu hören (mit anschliessendem " bist du deppert"), aber wir haben alle Überlebt.

Auch ein Jahr später in USA war mit den Blödeleien kein Ende. Los ging es bereits am Flughafen Frankfurt. Nach allen Security checks stiessen wir auf "Amerika wir kommen" mit einem Schluckerl Schnaps an. Die Chefstewardess sah dass und teilte mir im Flugzeug dann mit: "you get no alcohol during the hole flight!!!" Ferdi hatte Glück, er hatte den Schnaps in eine Cola-Flasche gefüllt! ABER, bei jeden Picknik während des Urlaubs machte mich Ferdi darauf aufmerksam. Sobald ein Flugzeug über uns drüber flog kam von ihm: "Richi da fliegt die Stewardess von Delta Air drüber, versteck das Bier!"

Auch in Amerika wurden natürlich wieder einige "Fake-Clips" gedreht. Eine "Inhaftierung von Ferdi und Anneliese" in ein original Jail oder einSchusswechsel mit Bierflaschen als Colts zwischen Ferdi und mir im "Cowboystädtchen Calico". Diese Szene haben wir so echt geschauspielert, dass wir "Standing Ovations" con einer Reisegruppe von Japanern bekamen, die zufällig vorbeikamen - die glaubten echt da wird ein Film gedreht!

Dies waren nur einige Highlights aus unserer gemeinsamen Zeit. Um alle Anekdoten, Blödeleien und Schabernack unserer Urlaube aufzuzählen würde der Platz hier nicht reichen. Aber in meiner oder besser gesagt in unserer Erinnerung sind sie Allzeit vorhanden und werden nie vergehen.

 

Ferdi, lebe wohl - du bleibst unvergessen!

"Weltumspannender" Ausflug nach Luxor

v.l.n.R.: Richi, Astrid, Suleiman, Birgit, Johanna, Jeton & Valentina
v.l.n.R.: Richi, Astrid, Suleiman, Birgit, Johanna, Jeton & Valentina

Am Montag den 13.11. ging es wieder einmal nach Luxor. Dieses mal war ich wirklich mit einer "Weltumspannenden Gruppe" unterwegs. Deutschland, Schweiz, Serbien, Kosovo, Ägypten und letztendlich Österreich waren bunt gemischt.

 

Es war wiedermal ein traumhafter Tag und wir hatten sehr viel Spass. Alle Erwartungen wurden erfüllt, Birgit "drehte ihre Runden" um den Skarabäus - um reich zu werden und Johanna und Valentina standen "Schlange" vor dem Fruchtbarkeitsgott "Min" um schwanger zu werden (lach). Und fast hätten wir ein "Nil-Pferd" gesehen - es war aber nur eine "Nil-Kuh"!

 

Auf alle Fälle hatten wir sehr viel Spass und ich habe mich wiedereinmal gefreut, meinen Gästen einen beeindruckenden Tag zu schenken, den sie nicht so schnell vergessen werden.

Wieder 2 wunderbare Ausflüge nach Luxor

Am 24. Oktober ging es mit Conny und Jan nach Luxor.

 

Es war wieder ein wunderschöner Ausflug, der den Beiden sehr gut gefallen hat. Vor allem waren sie von den imposanten Skulpturen im Karnak sehr angetan.

 

Am nächsten Tag habe ich per "Whatts-App" folgende Message bekommen:

"Guten Morgen Richi, vielen Dank nochmal für den tollen Tag gestern. War superschön und beeindruckend."

 

Solche Rückmeldungen gehen natürlich "runter wie Öl" und bestätigen mein Konzept eines fürs andere mal.

"Karibikfeeling in Hurghada" goes to Luxor

Am 28. Oktober fuhr ich mit Fam. Salinger und mit Erika und Rainer von "Karibikfeeling in Hurghada" nach Luxor.

 

Für mich waren die Highlights des Tages die beiden Mädchen, Marieka und Emily, denen ein "Badetag" sicher besser gefallen hätte, aber die bis zum Schluss total aufmerksam waren. Und auch Christian (Vater) und Leon (Bruder), denen ich mit "ein paar kleinen Erklärungen" sehr viel staunen ins Gesicht zaubern konnte.

 

Da auch Erika und Rainer ziemlich angetan waren, steht einer Zusammenarbeit mit Ihnen nichts mehr im Wege.

 

Apropos Karibikfeeling...

Wenn Ihr etwas besonderes sucht, kann ich euch einen Ausflug mit Erika und Rainer nur empfehlen. Umsonst haben die Beiden nicht so eine grosse Fangemeinde.

Tourismus vertreibt Delfine!

 

 

 

 

 

 

Ägypten: Tourismus vertreibt Delfine

 

Thomas Cook, Neckermann und FTI-Touristik beteiligen sich an Delfin-Hetzjagden

 

In Ägypten sind kommerziell organisierte Ausflüge zu Delfingruppen im Roten Meer eine ernsthafte Bedrohung für die betroffenen Tiere. Die Situation ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Auch deutsche Reiseveranstalter verdienen an der touristischen Delfinquälerei kräftig mit. Bootsausflüge zu Indopazifischen Großen Tümmlern bei Hurghada oder den Spinnerdelfinen beim Sataya-Riff, bei denen fast immer auch die Möglichkeit besteht, mit den Meeressäugern zu schwimmen, gehören für viele Touristen zum Höhepunkt ihrer Ägyptenreise.

 

 

Doch der ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere betriebene Massen-Tourismus vertreibt die Tiere aus wichtigen Rückzugs- und Ruheräumen in die sie sich von der nächtlichen Jagd zurückkehrend zum Ruhen und Schlafen zurückziehen.

 

Ein trauriger „Zirkus“

Ist eine Delfinschule gesichtet, versuchen die Skipper sich gegenseitig zu übertreffen, mit Verfolgungsjagden, Einkreisen der Tiere und Touristen, die sich dann johlend in großer Zahl ins Wasser stürzen, um einmal mit Delfinen schwimmen zu können.

Die hysterischen Zuneigungsbekundungen stoßen bei den Tieren jedoch auf nur wenig Gegenliebe. Sie vernachlässigen ihren Nachwuchs, kommen kaum zur Ruhe, haben zu wenig Zeit zur Futtersuche oder sozialen Interaktionen untereinander, verschwenden wertvolle Energie beim Versuch, den Booten zu entkommen, sind zunehmend erschöpft und stehen unter enormem Stress.

Viele Delfine in den besuchten Gebieten weisen Schraubenverletzungen von den dicht und schnell an sie heranfahrenden Zodiacs auf. Da die Tiere ruhen wollen, können sie nicht schnell genug reagieren und den Propellern der Außenborder ausweichen.

 

Möglichst viele Touristen werden auf die Delfine „losgelassen“

Die Art, wie der Großteil der Touren abläuft, zeigt, dass weder die Bootskapitäne noch die Tour-Guides sich für schonende Delfinbeobachtungen interessieren. Es geht einzig und allein darum, möglichst viele Touristen zu den Delfinen zu bringen und dann mit allen Mitteln Begegnungen mit den Meeressäugern zu erzwingen.

Sollte sich an der untragbaren Situation nicht schnell etwas ändern, dann wird es in den betroffenen Gebieten bald keine Delfine mehr geben, sie werden sich andere Rückzugs- und Ruheräume suchen müssen, die dann hoffentlich nicht so bald von Tour-Anbietern entdeckt werden.

 

Appell an Ägypten-Urlauber

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass aktive Delfinbesuche durch kommerzielle Anbieter einen negativen Einfluss auf die Tiere haben können. Die Riffe vor Hurghada (Indopazifische Große Tümmler, Tursiops aduncus) wie auch das Sataya-Riff (Spinnerdelfine, Stenella longirostris) dienen den Tieren als Rückzugs- und Ruheräume, in die sie von der nächtlichen Jagd erschöpft zurückkehren.

 

Wir appellieren an alle, die einen Delfinbesuch in diesen Gebieten planen, zu überlegen, ob sie ihr Bedürfnis nach Nähe zu Delfinen über das Bedürfnis der Delfine nach Schlaf, Ruhe und sozialer Interaktion untereinander stellen wollen.

 

Quelle: http://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/tourismus-schifffahrt/aegypten-tourismus-vertreibt-delfine/

Alter Terminal in Hurghada wird geschlossen!

Lt. Air Cairo wird der alte Terminal (2) ab 15. Oktober 2017 geschlossen. Alle Abflüge aus Hurghada werden ab da über den neuen Terminal (1) abgewickelt.
Dies beseitigt sicher einige Verwirrungen, da man tlw. wirklich nicht wusste welchen Terminal man anfahren soll aber ob das organisatorisch klappt?

September 2017

Im September flammte mein alter - bereits vergessener - Konflikt mit dem Stromamt wieder auf! Aber dieses mal auf andere Art und Weise. Immerhin haben wir ja eine Prepaid-Karte und dachten, damit sind wir auf der sicheren Seite - wir bezahlen nur was wir verbrauchen! Das war aber sowas von Falsch, wie ich jetzt weiß. Angefangen hat es im Juni, mit dem Einschalten der Klimaanlage(n). Unser Stromverbrauch stieg ins schier unermessliche. Ich ging jede Woche zum Stromamt um die Karte mit 500 LE aufzuladen um sie dann zu Hause auf den Stromzähler zu laden. Das funktionierte normal immer, doch plötzlich lud er statt 500 LE nur mehr 10 bis 40 LE auf! Da stimmt doch etwas nicht! Zuerst dachte ich ja, das die Karte kaputt ist, aber je mehr ich mich mit Einheimischen unterhielt, desto mehr schürte sich ein anderer Verdacht. Schließlich sprach ich mit Ayman und dem seinem Freund, einen Angestellten bei der Stromgesellschaft. Der sah sich alle Rechnungen an und aüßerte sofort den Verdacht, dass wir für einige Ägypter die Stromrechnung mitbezahlten, weil auf den Rechnungen verschiedene Namen standen.

Ich hatte mittlerweile den Stromzähler "abgehängt" und überbrückt (um einerseits die Kosten nicht ins Horrende steigen zu lassen, und andererseits etwas von dem bereits bezahlten Geld zurückzubekommen). Das kam aber weder bei Riki noch bei unserem Vermieter gut an!

Am nächsten Morgen ging ich also wieder zum Stromamt und wollte vom Chef der Behörde eine Erklärung. Der erklärte mir viel, dass das so schon seine Richtigkeit hat, weil je mehr wir verbrauchen, desto höher wird der Preis je Kwh. Auf meine Argumente, dass wir im Juli das doppelte bezahlt haben, wie lt. Kwh eigentlich zu bezahlen wäre, ging er nicht ein! Passt schon und Betrug seiner Leute schliesst er aus. Die unterschiedlichen Namen sind die Kassiere, aber nicht die Verbraucher! Und der Typ (Aymans Freund) arbeitet in einer anderen Zweigstelle und kennt sich daher bei ihnen nicht aus! Und wegen dem (wahrscheinlich) kaputten Stromzähler soll ich nächste Woche wieder kommen, er hat momentan keine Leute dafür!

Eine Woche später stand ich wieder vor ihm und da warteten schon 2 Leute auf mich. Ein junger und ein alter Ägypter - der Junge übersetzte in englisch, weil der Alte nur arabisch sprach. Wir fuhren mit dem Taxi zu mir, er baute den Zähler aus, wir fuhren zurück und nach ewiger Wartezeit wurde ich auf morgen verwiesen - da wären auch die Papiere erledigt.

So machte ich mich am nächsten Tag wieder auf zum Stromamt! Dort wurde mir erklärt, dass der alte Zähler vom alten Ägypter repariert werden konnte und wir uns so die Kosten (4.000LE - was überhaupt nicht stimmen kann) für einen neuen Zähler ersparen können. Auf die Frage, was der Spass jetzt kostet, sagte er nur: "das ist kostenloser Service des Stromanbieters - gib ihm etwas Trinkgeld, das reicht"! Aber für das letzte Monat müsse ich noch ca. 100 LE nachzahlen! Ich drehte fast durch - da wird einem schon soviel abgerechnet und dann muß ich noch nachzahlen! Er erklärte mir, dass NUR das, was auf der Rechnung steht, auch wirklich zählt! Ich war fertig - drei Leute, drei Meinungen und drei unterschiedliche Informationen!

Dann fuhren wir zu unserer Villa und der Alte baute den Zähler wieder ein. Ich gab ihm 100Le Trinkgeld, womit er absolut nicht einverstanden war. "ich hab dir 4.000Le erspart"! Bei 200Le zog er ziemlich erzürnt ab!

Seitdem beobachte ich jeden Tag am Morgen unseren Stromzähler für den verbrauchten Strom in Pfund und in Kwh. Diese beiden passen überhaupt nicht zu den Aussagen des "Chefs" und auch nicht zu den Infos des "englisch-sprechenden-Typs"! Man erkennt einfach kein System - obwohl es eines geben soll!

Auch unsere Lehre, eigentlich müsste am 2. des Folgemonats die Bilanz stimmen und wenn wir daher am 2. des Monats einzahlen gehen, würde das Vormonat richtig abgerechnet sein erwies sich als falsch! Ich war am 2. Okt. dort und zahlte nochmal die ca. 100Le für den August, weil die das noch nicht ins System eingepflegt haben. Aber wenigstens der tägliche Stromverbrauch ist um das fast zehnfache gesunken! da hat sich wenigstens die Reparatur ausgezahlt.

Beim nächsten mal muß ich nur mehr um die doppelt bezahlten ca. 100Le streiten!

August 2017

Obwohl ich aufgrund der Hitze eigentlich von Juli bis September normal keine Ausflüge nach Luxor mache, hatte ich in der letzten Woche gleich zweimal die Ehre Gästen die Sehenswürdigkeiten von Luxor zu zeigen.

 

Vor ca. 2 Wochen bekam ich ein e-mail von Fam. Senke aus Deutschland, dass sie über meine HP viele Informationen gelesen haben, darunter auch, dass ich Privatausflüge nach Luxor unternehme. Sie kommen jetzt im August runter und würden gerne mit mir nach Luxor fahren. Ich schrieb ihnen ganz offen meine Bedenken bezüglich der zu erwartenden Temperaturen und evtl. Auswirkungen auf den, nicht an solche Hitze gewöhnten, "europäischen Organismus". Da sie beruflich jedoch nur im Sommer Urlaub machen können, würden sie diese Strapazen jedoch in Kauf nehmen, wenn ich mit ihnen den Ausflug mache. Lange Rede - kurzer Sinn: wir fuhren am 10. August nach Luxor!

 

So starteten wir also, gut ausgerüstet mit Sonnenschutzcreme, Kopfbedeckung und passender Kleidung um 5:30 Uhr Richtung Luxor. Schon bei der obligatorischen Frühstückspause um 7:00 Uhr merkte man, dass es ein heisser Tag werden würde - immerhin wurden in Luxor Temperaturen von 46° vorhergesagt. Als wir um ca. 10:00 Uhr den klimatisierten Minibus im Tal der Könige entstiegen, blieb uns kurz die Luft weg. Es war bereits um diese Tageszeit sehr warm. Aber es bestätigte mir wieder einmal, wie richtig die Entscheidung war, die normale Reihenfolge der Besichtigungen umzudrehen. Es war verdammt warm, aber wie unerträglich muß die Hitze erst um 14:00 Uhr sein! Obwohl in den Gräbern die Luftfeuchtigkeit höher war und wir sehr viel Schweiß verloren, waren die drei - Eltern und die Tochter - ziemlich begeistert von den Wandreliefen und Malereien im Inneren der Gräber.

Anschließend ging es zum Totentempel der Hatschepsut in "Deir el Bahari". Da man hier den wenigsten Schatten findet, war dies die "schweißtreibendste Besichtigung" - aber die haben wir gemeistert. Nach dem Mittagessen und der (etwas kühleren) Fahrt mit dem Boot auf dem Nil besuchten wir noch das Highlight, den Karnak-Tempel. Dieser bietet mit den vielen Säulen und Mauern viele Schattenbereiche, die wir ordentlich nutzten.

 

Fazit: es war ein heißer und anstrengender Tag, der meinen Gästen jedoch so gefallen hat, dass sie im Hotel gegenüber Urlaubsbekannten den Ausflug so begeistert schilderten, dass auch diese unbedingt fahren wollten.

 

Also machte ich mich eine Woche später mit Fam. Kieselstein - Vater und Tochter - erneut auf in Richtung Luxor. Wir hatten Glück, wir durften durch die Polizeikontrolle in Qena und somit die "neue Strasse" auf der Westseite des Nils direkt ins Tal der Könige. Das spart ungefähr eine Stunde Fahrzeit und so waren wir schon gegen 9:00 Uhr im Tal der Könige. Diese Stunde merkt man extrem bei den Temparaturen. Außerdem war es nicht so heiss (lediglich 43° wurden gemeldet) und es ging ein leichter Wind. Auch beim Tempel der Hatschepsut und im Karnak machte sich diese gewonnene Stunde immer wieder positiv bemerkbar. Am meisten hat mich allerdings beeindruckt, dass Jörg bisher der am meisten begeisterte Gast war, den ich bisher hatte. Während seine Tochter und ich immer in den Schatten flüchteten, ließ er es sich nicht nehmen, jedes Detail (fast jeden Stein) zu fotografieren und zu teilweise zu berühren - auch wenn er dazu in die pralle Sonne mußte!

 

Fazit der beiden Touren: mit guter Aufklärung und Vorbereitung ist auch im Sommer ein Trip nach Luxor kein Qual. Mit der positiven Einstellung und dem gezeigten Enthusiasmus meiner Gäste wurden diese Ausflüge für mich sogar zum Vergnügen! Ich bin echt glücklich diese Touren mit euch gemacht zu haben und kann mich nur nochmals bei euch bedanken.

Archäologen entdecken drei antike Gräber in Ägypten

Ägyptische Archäologen haben im Süden Ägyptens drei antike Gräber voller Sarkophage entdeckt. Wie das Antikenministerium mitteilte, sind die Gräber in der südlichen Provinz Minja rund 2000 Jahre alt. Neben Tonfragmenten seien bei den fortdauernden Grabungen mehrere Sarkophage unterschiedlicher Form und Größe sowie menschliche Knochen gefunden worden. Eines der Gräber, das durch einen Schacht im Fels erreicht wurde, enthielt vier Sarkophage, in deren Oberfläche menschliche Gesichter eingemeißelt waren, wie das Ministerium mitteilte. Eine Untersuchung von Tonfragmenten habe ergeben, dass die Gräber aus der Zeit zwischen der 27. Dynastie (gegründet 525 vor Christus) und der griechisch-römischen Zeit (332 vor Christus bis zum vierten Jahrhundert nach Christus) stammen. .... InfoQuelle und weiterlesen

Hatschepsut - die Frau, die zum Mann wurde

Es war eine wissenschaftliche Sensation: Genau vor zehn Jahren, am 27. Juni 2007, verkündete Ägyptens Kultusminister Farouk Hosny, dass eine bis dahin unbeachtete Mumie als die seit über 3.000 Jahren verschollene Königin Hatschepsut identifiziert wurde. Mittlerweile gibt es daran Zweifel. Doch wer war die legendäre Herrschergestalt überhaupt? Und vor allem: Was war sie - Frau oder Mann? Ägypten im Jahr 1479 v. Chr. In der oberägyptischen Hauptstadt Theben stirbt Pharao Thutmosis II. Der König über Ober- und Unterägypten wird keine 30 Jahre alt. Er hinterlässt seine Hauptfrau und Halbschwester Hatschepsut mit ihrer gemeinsamen Tochter Neferu-Re. Und er hinterlässt einen minderjährigen Sohn, den er mit einer Nebenfrau gezeugt hat und der seinem Vater als Thutmosis III. unmittelbar auf den Thron folgt. Seit sich 2.000 Jahre zuvor der erste Herrscher am Nil zum Pharao - also zum König über Ober- und Unterägypten - erhoben hat, ist das Amt allein Männern vorbehalten. Sie sind die Söhne des Sonnengottes und sie allein repräsentieren die göttliche Ordnung. ... InfoQuelle und weiterlesen

Oktober / November 2016:

 

 

So, erst muss ich mich einmal entschuldigen für die lange „Schaffenspause“, aber die hatte einen einfachen Grund: Übersiedlungsstress! Ja, wir sind wieder einmal übersiedelt.

 

Was waren die Gründe, haben mich schon einige gefragt. Erstens war uns die Wohnung zu gross, zweitens war uns Magawish zu weit weg vom Zentrum und drittens, haben uns in der alten Wohnung die Stromkosten erschlagen. Die Riesenwohnung war selbst bei 24-stündigem Durchlaufen von drei Klimaanlagen nicht herunter zu kühlen. Also haben wir uns jetzt für eine kleinere Wohnung in Sakalla entschieden. Aber jetzt von vorne.

 

 

 

Die Vorgeschichte:

 

Angefangen hat das ganze schon vor ca. zwei Jahren. Riki hat sich in dieser grossen Wohnung einfach nicht mehr wohlgefühlt. Die Wohnung sauber zu halten war eine enorme Arbeit, vor allem weil sie zweigeschoßig war und wir ja nur einen Teil der Wohnung nutzten. Auch den Garten und den Pool nutzten wir kaum, weil es einfach unbequem war, für einen Kaffee alles über die Stiege hinunterzutragen. Gegrillt haben wir auch kaum (zweimal in fast vier Jahren), weil wir alles hinunter und wieder herauf schleppen mussten.

 

Zudem hat sich, nach dem Zurückgehen von Elke, unser Mittelpunkt vom „Süden“ nach Sakalla verlagert, und der Weg von unserer Wohnung nach Sakalla war doch ein gehöriger. Zuerst 15 bis 20 Minuten Fußmarsch zur Strasse um einen Bus oder ein Taxi zu ergattern und dann fast 30 Minuten Fahrzeit.

 

Das Fass zum Überlaufen brachten dann die enorme Stromnachzahlung von fast 8.000 Pfund für 7 Monate!!! Zudem wäre ab 1.12. eine Mieterhöhung von 10% angestanden. Also suchten wir eine neue Wohnung und fanden die in „Serafy“, einem Stadtteil von Hurghada, am südlichen Ende von Sakalla. Ist eine kleine Villa in einem gesicherten Wohngebiet mit „Seaview“. Naja, Seaview haben wir zwar, aber man sieht gerade mal zwischen zwei Villen vor uns das Meer. Aber egal, es ist trotzdem wunderschön von der Terrasse aus zumindest einen kleinen Ausblick aufs Meer zu haben. Die Villa hat zwar keinen Pool, aber über die Strasse runter (drei Gehminuten) liegt der Privatstrand, der für uns kostenlos zu benutzen ist. Der wird gerade neu angelegt und soll ab März, April 2017 zu benutzen sein.

 

 

 

Die Vorbereitung des Umzuges:

 

Da die neue Wohnung um einiges kleiner ist, mussten wir uns von einigen Möbel und E-Geräten trennen. Zudem hatte ich ja noch das Riesenproblem mit meinen vielen Kinderwägen. Nachdem ich einen „Lageplan“ der Wohnung gezeichnet und wir anhand diesen uns „eingerichtet“ haben, wussten wir welche Teile übersiedelt werden und welche nicht. Diese wollten wir so schnell wie möglich verkaufen. Also Fotos gemacht und rein ins Internet, im fb gibt es ja einige Hurghada-Gruppen die auf so etwas spezialisiert sind. Was dann passierte hatten wir uns in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Innerhalb von rund einer Stunde meldeten sich so viele Käufer, dass ich schon Stress hatte die alle zu koordinieren. Den Kühlschrank und die Waschmaschine hätten wir gut und gerne 20 mal verkaufen können! Kurz und gut: wir haben ALLES innerhalb kürzester Zeit verkauft! Naja nicht alles, die Kinderwägen waren das grösste Problem. Ich habe zwar bei einigen Kinderwägenhändlern versucht sie an den Mann zu bringen, aber alle Versuche (sogar auf Kommissionsbasis) scheiterten. Ausserdem hatten wir so viele „Kleinteile“, die wir im Lauf der Zeit doppelt hatten, gesammelt oder aus sonst einen Grund hatten, dass wir beschlossen die zusammenzustellen und dann am Flohmarkt zu verkaufen. Aber auch hier wurden wir „überrumpelt“: die Käufer der Möbel kauften uns auch die fast vollständig weg. Der Flohmarkt war nicht mehr nötig! „Restposten“ verkaufen wir später noch.

 

Ein paar Tage vor dem Auszug gaben wir die Wohnzimmercouch zum Neubeziehen des Stoffes weg und so sassen wir beim Fernsehen auf den Küchensesseln – war zwar nicht bequem, aber für die paar Tage....

 

 

 

Der Umzug:

 

Da wir die Wohnung schon ein paar Tage vorher nutzen konnten, vollzogen wir den Umzug dieses mal auf Raten. Wir nahmen jedes mal wenn wir nach Sakalla fuhren schon ein paar Koffer oder Kleinigkeiten mit in die neue Wohnung. Dann nahm ich mir zweimal einen Pick-up um bereits die nicht mehr benötigten Möbel (z.B. Das Gästezimmer, die Gartenmöbel, usw.) zu übersiedeln. Die Kästen baute ich schon vorher zusammen, damit wir beim Übersiedeln gleich genügend Stauraum haben würden.

 

Dann war der grosse Übersiedlungstag, der Montag, 24.10. gekommen. Wir hatten über einen Bekannten, der selbst im Möbelbuisness Geschäfte macht, ein Übersiedlungsteam engagiert. Lt. Seiner Aussage sind die super und kennen sich mit dem Ab- und Aufbau von Möbel aus und sind zudem extrem schnell – o.k. das waren sie wirklich, aber Pünktlichkeit hat denen noch niemand beigebracht! Statt um 12 Uhr kamen sie um 14 Uhr und nach zwei Fuhren waren sie müde und hungrig! So legten wir eine Pause ein! Sie wollten für den Rest um 18 Uhr wiederkommen! Ich baute derweil die bereits „gelieferten“ Möbel zusammen und fuhr dann zurück um rechtzeitig da zu sein, wenn die Jungs wieder kommen. Aber wir warteten vergebens! Nach mehreren Telefonaten machten wir für nächsten Vormittag 9 bis maximal 10 Uhr aus – das müsste reichen, da wir erst um 15 Uhr den Termin zur Schlüsselübergabe hatten. So packten wir den Rest, den wir für die erste Übernachtung brauchten, in ein Taxi, und brachten sie so hin.

 

Jetzt stand uns noch eine „heikle Mission“ bevor – wir mussten unsere Tiere übersiedeln. Bei „Cleo“ hatten wir wenig Probleme befürchtet – und so war es auch. Aber bei unseren drei Fellnasen befürchteten wir schlimmes – und das wurde sogar noch übertroffen. Die Katzen wollen partout nicht in die Katzenboxen, da haben wir auch bei den Tierarztbesuchen immer Probleme, aber dieses mal war es noch schlimmer, weil sie ja die gewohnte Umgebung nicht mehr hatten und von den ganzen Übersiedlungsarbeiten und den vielen fremden Leuten gestresst waren. Das „Einfangen“ ging problemloser als gedacht, aber dann ging der Stress so richtig los! Obwohl wir Plastikboxen von der Tierhandlung haben, hielten zwei der drei Boxen dem Widerstand der Viecher nicht lange stand. Erst mit Umwickeln mit Panzerband und Absicherung der Türchen mit Kabelbindern gelang es uns, sie in den Boxen zu halten. Bei diesen Viechern bräuchten wir keine Katzenboxen, sondern Löwenkäfige! Die Fahrt war relativ ruhig, und in der neuen Wohnung beruhigten sie sich nach einer Weile. So wurde es doch noch eine relativ angenehme Nacht, bei der sicherlich auch die Müdigkeit eine grosse Rolle gespielt hat.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir relativ früh zurück nach Magawish um die restliche Übersiedlung vorzubereiten, und warteten wieder! Als sie um 10 Uhr noch immer nicht da waren begannen wieder die Telefone heiss zu glühen – doch die Jungs meldeten sich einfach nicht! Um 11 Uhr grübelten wir über Alternativen nach und ich konnte dank Maikl sogar jemanden finden, der um 12 Uhr hier wäre – das wird eng! Doch plötzlich meldeten sich die Jungs, dass sie bereits auf dem Weg seien und in 10 Minuten vorort sind. Also alles retour! Sie kamen wirklich um 11:30 und so begannen wir die restlichen Sachen zu übersiedeln. Ich fuhr mit den Jungs und Riki blieb derweil in Magawish und beseitigte die Spuren von den letzten vier Jahren. Am Schluss war die Wohnung bis auf die Kinderwägen und die Regale die Wohnung leergeräumt. Die Regale machten mir noch Sorgen, da der Abbau einige Zeit brauchen würde, aber da bewies sich wirklich, wie schnell die Jungs sind. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, war das Regal abgebaut und verladen. Auch am neuen (Übergangs)Lagerplatz, der Dachterrasse, fackelten die Jungs nicht lange. Einer auf die Ladefläche des Pick-ups, einer auf das Dach und schon wurden die (wirklich schweren) Teile raufgehievt und ordentlich gestapelt. Um Punkt 14 Uhr war alles erledigt und nach der fünften und letzten Fuhre die Übersiedlung abgeschlossen! Ich fuhr per Taxi zurück und nach den letzten „Spurenbeseitigungen“ - Riki hatte in der relativ kurzen Zeit enormes geleistet – warteten wir zum letzten mal auf der Reeling des Pools auf Mr. Moussa um ihm die Schlüssel zurück zu geben. Er schickte seinen „Adjutanten“, wir machten einen letzten Rundgang durch die Wohnung und gegen 15:30 Uhr schlossen wir das Kapitel Magawish endgültig ab.

 

 

 

Das „Gemütlich machen“ der neuen Wohnung:

 

Natürlich war mit dem Umzug die neue Wohnung noch bei weiten nicht fertig. Hier begann erst jetzt so richtig die Arbeit. Die Jungs hatten ja alles nur so ungefähr am richtigen Ort platziert, jetzt musste alles zurechtgerückt und installiert werden. Die Waschmaschine, der Geschirrspüler, die Fernseher, die Kaffeemaschine, die Lampen, die..... und schliesslich mussten wir ja auch noch alles aus den Koffern und Schachteln und Taschen auspacken. Eine neue Satellitenschüssel musste auch noch her, weil die kleine nur „Hotbird“ empfängt usw. Da die neue Küche um einiges kleiner ist brauchten wir mehrere Versuche, bis wir alles so halbwegs „griffbereit“ hatten. Mein Schlafzimmer diente in dieser Zeit immer als „Abstellkammerl“ und so war es auch das letzte Zimmer, das „bewohnbar“ wurde. Heute, am 12.November, wurden die Arbeiten von mir mit der Montage der Terrassen- und Schlafzimmerlampen soweit abgeschlossen, das wir jetzt zu 95% alles in Ordnung haben. Es fehlen nur noch Teile die wir neu machen lassen müssen. So wollen wir uns in der Küche noch zwei Unterschränke einbauen lassen und ganz am Schluss wollen wir vor der Terrassentüre noch Vorhänge, damit niemand beim Vorbeigehen herein sieht.

 

 

 

Der Tag des grossen Regens:

 

Seit 6 Jahren standen die Kinderwägen, grossteils noch originalverpackt, in dem extra massangefertigtem Regal IN der Wohnung, jetzt musste ich sie aufgrund des fehlenden Platzes auf der Dachterrasse zwischenlagern. Wäre ja hier herunten normalerweise kein Problem, wenn nicht zwei Tage nachher der grosse Regen gekommen wäre. Gott sei Dank haben die Jungs die Kartons mit den Buggys ganz gut gestapelt und mit den Böden der Regale abgedeckt.

 

Morgens sah es zuerst nicht nach Regen aus, im Lauf des Tages wurden aber die Wolken dunkler. Allerdings waren die dunklen Wolken nicht direkt über Hurghada und es war windstill. Darum dachte ich mir, Hurghada bleibt vom Regen verschont. Doch dann kam es anders: ein gewaltiger Gewitterregen erreichte Hurghada, gefolgt von einem anhaltenden Dauerregen. Bei den ersten Regentropfen eilte ich aufs Dach um aus den Böden eine Art Dach zu bilden und somit die Kartons zu schützen. Das gelang auch sehr gut. Meine grösste Befürchtung war damit der Boden! Normalerweise sind die Dachterrassen mit einer Mauer umgeben und haben keinen Abfluss, damit bildet sich bei Regen ein mehr oder minder tiefer See. Dann begann die erste Regenwelle – die war wirklich heftig. Innerhalb kürzester Zeit bildeten sich auf der Strasse Lachen bzw. Seen und von den Dächern schossen gewaltige Wassermassen herunter. Nach dem Abebben der ersten Regenwelle eilte ich mit den schlimmsten Befürchtungen und ausgerüstet mit Schöpfeimer und Wasserwischer wieder aufs Dach. Doch ich wurde positiv überrascht. Direkt hinter dem „Lager“ war ein Abfluss und so war alles halb so wild. Ein paar Kartons waren vom Boden her nass, aber bei weiten nicht so arg wie gedacht. Nach kurzer Pause setzte wieder Regen ein. Ebenso heftig wie zuvor, doch auch diesen überstanden die Kartons gut. Ich bin also noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen (auch die Wohnung war dicht) was man leider von vielen Ägyptern nicht behaupten kann. Viele verloren ihr Hab und Gut und einige sogar ihr Leben! Für solche Extremregen ist Ägypten nicht gerüstet, es gibt weder eine Kanalisation noch ist das Stromnetz für Regen ausgelegt. Die Kabelverbindungen liegen teilweise offen und so sind solche Regenfällen immer mit Stromausfall begleitet. Bei uns arbeiten sie jetzt noch immer an der Beseitigung der Schäden, erst gestern hatten sie für mehrere Stunden den Strom abgeschaltet um wieder alles in Ordnung zu bringen.

 

 

 

Fazit: es war viel Planungsaufwand, viel Arbeit und viel Stress aber es hat sich ausgezahlt – wir fühlen uns hier Pudelwohl und würden nicht mehr tauschen!

 

 

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September 2016

 

Der September war geprägt vom Opferfest der Muslime. Eine Woche stand ein Grossteil des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens hier fast still. Das Fest dauert zwar nur drei Tage aber es wurden die „Zwickeltage“ genutzt und eine Woche gefeiert bzw. Urlaub gemacht. Es waren sehr viele Ägypter unterwegs, die Hotels hier mit vielen Ägyptern belegt.

 

Neben vielen Feiern, z.B. gab es am „Star Beach“ eine riesige Schaumparty ist dieses Fest natürlich ein religiöses Fest. Ähnlich wie bei uns beim Osterfest Lämmer geschlachtet werden, werden hier Hammeln, also männliche Schafe, geopfert. Schon Tage vorher werden auf jedem freien Platzerl oder mitten auf der Strasse neben dem Fleischerladen Koppeln und Futtertröge aufgestellt. Da kommen dann die Hammeln rein und werden zu Beginn des Opferfestes geschlachtet.

 

Dieses mal waren wir „mitten drin und nicht nur dabei!!“

Am Samstag Abend wurde von unserem Nachbar kurzerhand der Platz neben dem Swimmingpool zu einer Hammelkoppel umgebaut. Wir waren nicht zuhause aber beim heimkommen staunten wir nicht schlecht. Ich konnte es Riki zuerst gar nicht glauben aber am Sonntag früh, wie ich mit dem Hund Gassi ging, sah ich die beiden Hammeln bei Tageslicht. Um 7 Uhr morgens wurde es dann hektisch, die Metzger kamen! Kurzerhand wurde der Platz zwischen Swimmingpool und Haus zur Schlachterei erklärt und die Hammeln geschlachtet – direkt vor unseren Fenstern! Kurz gesagt – es war ein Massaker bei dem sehr viel Blut geflossen ist! Dann wurden die Hammeln an der Eingangstüre auf Haken gehängt und zerlegt. 3 Stunden später war alles vorbei nur der Geruch liegt heute noch in der Luft, weil noch immer Blutrückstände an den Fliesen und der Hauswand vorhanden sind.

 

Diesen Text und die Fotos stelle ich nicht aus Schaulust oder sonstigen Rachegefühlen rein, ich wollte euch nur über die Tradition hier berichten. Diese Tradition müssen wir, als Gäste hier, natürlich respektieren, auch wenn es uns auf Grund der Methoden schwerfällt.

 

Was tut sich sonst so? Schön langsam kommen wieder etwas mehr Gäste, die grosse Hoffnung liegt aber auf dem Wintergeschäft, da ja ab November wieder mehr Flieger kommen sollten. Hoffen wir das Beste!

 

Lg Richi

 

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Marktführer FTI startet wieder voll durch

Endlich! Es geht wieder los! Ägypten ist zurück und diese Nachricht wird die Taucherherzen wieder höher schlagen lassen! Ägypten-Marktführer FTI kündigte an, ab Anfang November mit Start der Wintersaison mit täglichen Flügen ab allen großen deutschen Flughäfen die Rotmeerregion wieder anzufliegen.

 

Quelle: Tauchernet

Eine Nachricht die nicht nur uns Taucher/-innen aufatmen lässt, sondern sicherlich auch von dem durch die Flugeinschränkungen arg getroffenen ägyptischen Tauchtourismus durchatmen lässt.

Mehr als 80 wöchentliche Flüge

Für Taucher eine Supernews, denn mit dem Winterflugplan können sie dann so individuell wie nie zuvor ihren Tauchurlaub oder die Livaboardtour planen. Zusätzliche Vollcharter mit mehr als 80 wöchentlichen Flügen stehen ab 20 Abflughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dann zur Verfügung.

Neben den langjährigen Premiumpartnern SunExpress, Air Berlin, Condor und Germania bringt der Veranstalter seine Gäste neu auch mit TUIfly ans Rote Meer. Acht Verbindungen ab Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München erweitern das Angebot. Ebenso neu sind drei Air Berlin-Verbindungen jeweils samstags ab Düsseldorf, München und Leipzig sowie ab Erfurt mit Fly Egypt.

Insgesamt stellt der Reiseveranstalter seinen Kunden das größte und flexibelste Flugangebot auf dem Markt zur Verfügung und bleibt Spitzenreiter im deutschsprachigen Raum.

Die Zusatzflüge sowie Angebote sind ab sofort über www.fti.de, unter der FTI-Hotline 089 / 71045 1498 oder im Reisebüro buchbar.

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Im ökonomischen Teufelskreis

Die Regierung in Kairo hat sich jüngst mit dem IWF auf ein zwölf Milliarden US-Dollar schweres Kreditpaket geeinigt. Doch ist dieser Deal die richtige Antwort auf die gravierenden ökonomischen Probleme des Landes? Darüber sprach Sofian Philip Naceur mit Amr Adly, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Carnegie Middle East Center in Beirut.
Tropfen auf dem heißen Stein: Vor einem Jahr wurde die Erweiterung des Suezkanals als nationaler Neuanfang inszeniert. Ein Jahr später fehlt vom Geldregen noch jede Spur - auch wegen des Konkurrenten in Panama.
Tropfen auf dem heißen Stein: Vor einem Jahr wurde die Erweiterung des Suezkanals als nationaler Neuanfang inszeniert. Ein Jahr später fehlt vom Geldregen noch jede Spur - auch wegen des Konkurrenten in Panama.

Ägypten steckt inmitten einer Wirtschafts- und Währungskrise. Warum bemüht sich das Land um diesen Kredit vom "Internationalen Währungsfonds" (IWF)?

 

Amr Adly: Ägypten steckt in einer schwierigen Lage. Das Land hat mit empfindlichen Ungleichgewichten zu kämpfen. Ein Defizit sowohl in seiner Außenhandelsbilanz als auch in seiner Zahlungsbilanz. Das Land leidet unter einem großen Mangel an sogenannter "harter Währung" – ein wesentlicher Grund für die Wechselkurskrise. Der Mangel an US-Dollar hat das ägyptische Pfund massiv unter Druck gesetzt und die Inflation angeheizt, die im Juni 2016 auf fast 15 Prozent geklettert ist. Das alles wirkt sich dämpfend auf die Wirtschaft aus. Niedriges Wachstum in Kombination mit hoher Inflation manövriert die Wirtschaft in einen Teufelskreis.

Die Wirtschaft steckt zwar offiziell nicht in einer Rezession, doch sie kühlt sich ab. Daher versucht die Regierung durch wirtschaftliche Anreize Kapitalzuflüsse aus dem Ausland zu gewinnen, um aus diesem Zyklus auszubrechen. Deshalb gab es ja auch die Wirtschaftskonferenz in Sharm al-Sheikh im März 2015, um ausländische Investoren ins Land zu locken. Ein starker Zufluss ausländischen Kapitals wäre für die Wirtschaft ausreichend gewesen, um sich zu erholen und die Ungleichgewichte zu verbessern. Doch um aus diesem Kreislauf auszubrechen, besteht heute die einzige Chance darin, sich wieder Kapital zu leihen. Ägypten hofft darauf, ein Deal mit dem IWF werde dabei helfen, die Wirtschaft makroökonomisch zu stabilisieren und das Vertrauen in den Markt wiederherzustellen.

 

Bereits 2011 und 2012 konnten sich die Vorgänger-Regierungen mit dem IWF auf ein Hilfsprogramm einigen, doch sowohl der Oberste Militärrat als auch die Regierung von Expräsident Mohamed Mursi haben die Deals nie umgesetzt. Wie kam es jetzt dazu und weshalb setzt die amtierende Regierung auf IWF-Kredite?

Adly: Es war nicht die einzige Option. Ägypten kam in den Genuss umfangreicher politisch motivierter Hilfszahlungen aus den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC), die ab 2013 ins Land flossen und nicht an wirtschaftliche Bedingungen geknüpft waren. Doch der abnehmende Ölpreis machte es schwer für die GCC-Staaten, ihre Unterstützung für Ägypten in dieser Höhe fortzusetzen.

Die Lage der regionalen und globalen Wirtschaft verschlechtert sich enorm. Doch Ägypten konnte mit diesem Geld seinen Staatshaushalt, der ein enormes Defizit aufweist, nicht restrukturieren. Heute steht Ägyptens Wirtschaft immer noch vor den gleichen Problemen wie schon 2013. Die Golfstaaten sind nicht willens oder fähig, Ägypten weitere Mittel in dieser Höhe bereitzustellen. Daher haben die Vereinigten Arabischen Emirate Ägyptens Quote beim IWF erhöht und dafür 2015 rund eine Milliarde US-Dollar bezahlt. Diese Quotenerhöhung erlaubte es dem Land, sich überhaupt um einen so umfangreichen Kredit bemühen zu können. Bei dem Deal zwischen Ägypten und dem Währungsfonds handelt es sich um einen der größten Kredite in der Geschichte des IWF.

 

Ist das Abkommen mit dem IWF tatsächlich geeignet, um mit der Wirtschafts- und Fiskalkrise fertigzuwerden?

 

Adly: Die Austeritätsmaßnahmen und die Abwertung des ägyptischen Pfundes, auf die sich der IWF und die Regierung verständigt haben, wäre ohnehin durchgesetzt worden. Die Regierung versucht, diese Maßnahmen in Kooperation mit dem IWF umzusetzen, damit es so aussieht, als ob der Fonds für die unpopulären Schritte verantwortlich sei. Ich mache mir keine Sorgen, dass ein Deal mit dem IWF zustande kommt. Aber ich mache mir Sorgen über die hohe Kreditaufnahme. Das dürfte Ägyptens Auslandsschulden um rund 40 Prozent erhöhen, was selbstverständlich riskant ist. Meine Hauptsorge ist aber, dass die Regierung die Mittel aus diesen Krediten nicht investieren, sondern zur Deckung laufender Kosten nutzen will. Es wird nichts zurückfließen. Ich fürchte, Ägyptens Wirtschaft wird nicht in der Lage sein, diese Schulden zu bedienen.

Die Regierung sagt, sie wolle das Wechselkurssystem stabilisieren und ausländische Investitionen anlocken. Doch das ist angesichts der angespannten Lage in der Weltwirtschaft gar nicht so einfach. Die Austeritätsmaßnahmen werden einen niedrigeren Lebensstandard für die Bevölkerungsmehrheit zur Folge haben, sollten sie kein höheres Wirtschaftswachstum generieren. Die Regierung ist aber aus Mangel an Alternativen bereit, dieses Risiko einzugehen.

 

Dabei versucht die Regierung so zu tun als ob die Austeritätsmaßnahmen mit dem IWF-Deal nicht das Geringste zu tun hätten. Warum?

 

Adly: Das ist die übliche Regierungspropaganda. Die politische Führung sieht sich verpflichtet Reformen und eben diese Austeritätsmaßnahmen durchzuführen. Diese bereitet sie bereits seit einer ganzen Weile vor und sie ist fähig und willens sie umzusetzen. Schon 2014 hat die Regierung die Benzinsubventionen drastisch reduziert, aber dafür nichts zurückbekommen. Also hat sie die Subventionskürzung eingefroren. Sie will diesen Schritt nicht machen, ohne sicherzugehen, dass sie dafür etwas zurückbekommt. Doch als die Hilfen aus dem Golf zunehmend kleiner und kleiner wurden, musste die Regierung handeln. Aber aufgrund der Bedingungen, die an diese IWF-Programme geknüpft sind, blieb sie lange zurückhaltend.

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Wo Klopapier zum Luxus wird

Eine schwere Wirtschaftskrise lässt Ägypten fast kollabieren. Das Land sucht Hilfe beim IWF, doch der stellt Bedingungen - Bedingungen, die Kairo bislang immer gescheut hat.

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Wenn es noch eines Belegs bedurfte, wie schwer die Wirtschaftskrise in Ägypten ist, lieferte ihn Parlamentspräsident Ali Abdel Aal: Er forderte die Todesstrafe für Geldwechsler, die Dollars zu Schwarzmarktpreisen verkaufen. "Ägypten steht einem Wirtschaftskrieg und einer Verschwörung gegenüber, die mit aller Entschlossenheit bekämpft werden müssen", sagte er, nachdem die Abgeordneten gerade beschlossen hatten, die Strafen für Schwarzmarkt-Wechsler auf bis zu zehn Jahre Haft anzuheben.

 

Die Devisenreserven des mit 92 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Landes der arabischen Welt waren Ende Juli von 17,5 Milliarden Dollar auf nur mehr 15,5 Milliarden gefallen, nachdem die Zentralbank Kredite bedienen musste - der tiefste Stand seit 16 Monaten. Das Land kann damit nicht einmal mehr die Einfuhren für drei Monate zahlen, auf die es angewiesen ist: Ägypten ist der größte Weizenimporteur der Welt, auch andere Grundnahrungsmittel werden eingeführt.

 

Die Versorgung für die Armen zu gewährleisten ist zugleich überlebenswichtig für Präsident Abdel Fattah al-Sisi - und ihre Zahl steigt: Laut dem Statistikamt Capmas erreichte 2015 ihr Anteil 27,8 Prozent. Die Grenze liegt bei einem Pro-Kopf-Einkommen von umgerechnet 578 Euro pro Jahr, 1,60 Euro pro Tag. Weitere 15 bis 20 Prozent der Menschen leben knapp darüber. Die Inflation ist auf 14 Prozent gestiegen. Bis Jahresende prognostizieren Ökonomen 16 bis 17 Prozent.

 

Zugleich stranguliert die Dollar-Krise die Industrie, die kaum noch Komponenten und Rohstoffe im Ausland kaufen kann. Nachdem die Zentralbank Milliarden ausgegeben hatte, um den Wechselkurs der Landeswährung künstlich zu stützen, hatte sie Mitte März versucht, die Krise mit einer Abwertung um fast 14 Prozent zu bewältigen. Ohne Erfolg: Liegt der offizielle Kurs bei 8,78 Pfund pro Dollar, werden auf dem Schwarzmarkt schon wieder 12,50 bis 13 Pfund gezahlt.

 

Neue Importbeschränkungen und Einfuhrzölle für Hunderte von der Regierung als "Luxusprodukte" deklarierte Güter, darunter Shampoo und Klopapier, sollen den Abfluss harter Währung bremsen, führen aber zu Versorgungsengpässen, die vor allem die Mittel- und Oberschicht verärgern, überwiegend Unterstützer von Sisis Kurs. Sie klagen, dass sie sich immer weniger leisten können, Schul- und Studiengebühren für ihre Kinder unbezahlbar werden. Den drohenden Kollaps der Wirtschaft abwenden soll nun ein Darlehen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit nur etwa 1,5 Prozent Zinsen, das Ägypten zwölf Milliarden Dollar über drei Jahre bringen würde. Auf eine entsprechende Absichtserklärung einigten sich die Regierung und der IWF Anfang August; das IWF-Direktorium muss den Deal aber noch billigen, ebenso das Parlament in Kairo. Reham al-Desoki, Chef-Ökonomin von der auf die Region spezialisierten Investmentbank Arqaam Capital, bezeichnete den Kredit als "letzte Option" für Ägyptens Regierung, die meisten ihrer Kollegen sehen es ähnlich.

 

Laut dem IWF setzt eine Zustimmung noch bilaterale Finanzierungszusagen von fünf bis sechs Milliarden Dollar voraus. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben 4,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Sie halten Ägypten seit 2013 mit insgesamt zweistelligen Milliardenbeträgen über Wasser, verlieren aber die Geduld. Zudem hofft Ägypten auf weitere Kredite von insgesamt neun Milliarden Dollar: Die Weltbank soll drei Milliarden beitragen, sechs Milliarden kleinere Geber wie die Afrikanische Entwicklungsbank.

 

Das Regime lässt sich auf einen heiklen Balance-Akt ein zwischen schmerzhaften Wirtschaftsreformen, die allenfalls mittelfristig Erfolg versprechen, und der Gefahr, große Teile der Bevölkerung zu vergrätzen. Präsident Sisi war 2014 mit den Wahlversprechen angetreten, er werde Sicherheit und politische Stabilität wiederherstellen, um die seit der Revolution 2011 kriselnde Wirtschaft in Gang zu bringen - das ist ihm bisher nicht gelungen. Lag das Wachstum 2015 laut der Weltbank noch bei 4,2 Prozent, senkten die Experten ihre Prognose für 2016 auf 3,3 Prozent.

 

Eine Mischung verschiedener Faktoren, die teilweise außerhalb der Kontrolle der Regierung liegen, sowie die Folgen von Jahrzehnten verfehlter Wirtschaftspolitik zwischen dem Staatssozialismus der Nasser-Zeit und dem Turbo-Kapitalismus unter Hosni Mubarak haben die Wirtschaft Ägyptens an den Rand des Ruins gebracht. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind um mehr als die Hälfte eingebrochen und inzwischen auf dem niedrigsten Niveau seit 20 Jahren, seit Terroristen Ende Oktober 2015 einen russischen Ferienflieger mit 224 Menschen an Bord sprengten. Dadurch verlieren viele Ägypter ihre Jobs; die Arbeitslosenquote liegt offiziell bei 13 Prozent, unter jungen Menschen übersteigt sie 40 Prozent. Zugleich versiegt die wichtigste Devisenquelle des Landes. Die Gebühreneinnahmen aus dem Suez-Kanal machen das nicht wett, sie stagnieren wegen des schwächeren Welthandels. Erst 2015 hatte die Regierung die Wasserstraße für 8,2 Milliarden Dollar ausbauen lassen.

 

Wirtschaftswissenschaftler kritisieren, die Regierung kapriziere sich übermäßig auf spektakuläre Mega-Projekte und vernachlässige es, die Privatwirtschaft zu stärken, vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Zwar zieht Sisi Teilprivatisierungen staatlicher Unternehmen in Erwägung. Das Firmenimperium der Armee aber, die geschätzt mindestens ein Drittel der Wirtschaft kontrolliert, soll unter dem Ex-General offenbar unangetastet bleiben. Die Armee betreibt Tankstellen und Supermärkte, verteilt subventionierte Lebensmittel. Auch von Kürzungen im Verteidigungsetat ist keine Rede; Kairo gibt Milliarden aus für zwei Mistral-Hubschrauberträger aus Frankreich, vier U-Boote aus Deutschland und Dutzende neue Kampfjets.

 

Auch leistet sich Ägypten einen aufgeblähten, ineffizienten öffentlichen Dienst. Hunderttausende Beschäftigte gehen zwar zur Arbeit, haben aber nichts zu tun. Dennoch kommen sie in den Genuss regelmäßiger Beförderungen und Gehaltserhöhungen. Subventionen und Schuldendienste von hochverzinsten Krediten im Inland sind die beiden anderen Posten; für öffentliche Investitionen bleibt kaum Geld.

 

Die Überweisungen von Auslandsägyptern aus den Golfstaaten sind ebenfalls um zwölf Prozent gefallen. Auch gehen die Investitionen aus dem Ausland zurück, die in der Mubarak-Ära einen entscheidenden Teil des Wachstums ausmachten - potenzielle Investoren haben keine Sicherheit, ihre Einnahmen in harter Währung außer Landes bringen zu können. Abschreckend ist zudem die überbordende Bürokratie.

 

Nun soll der IWF-Kredit im Zusammenspiel mit dem Reformprogramm der Regierung den verheerenden Trend umkehren und wieder mehr Wachstum und vor allem Arbeitsplätze schaffen. Die Regierung hatte Anfang des Jahres Wirtschaftsreformen angekündigt - und versucht diese als unabhängig von dem IWF-Kredit erscheinen zu lassen. Vorgesehen ist, die Verkaufssteuer von zehn Prozent durch eine Mehrwertsteuer von 14 Prozent zu ersetzen und auch Kapitalerträge zu besteuern. Zudem sollen Subventionen auf Treibstoff, Strom und teils Lebensmittel weiter gekürzt werden; sie machen ein Viertel des Haushalts aus. Dabei sollen die Armen geschont werden, was auch der von der linken Opposition als neoliberal kritisierte IWF akzeptiert.

 

Das Haushaltsdefizit soll so von derzeit 11,3 Prozent auf unter zehn Prozent sinken, die Staatsverschuldung, die fast die Höhe der Wirtschaftsleistung erreicht, auf etwa 88 Prozent. Problematisch bleibt die angestrebte Freigabe der Wechselkurse, dürfte sie doch eine weitere Abwertung des Pfunds erzwingen. Die Zentralbank will die Kurse erst freigeben, wenn die Reserven 25 Milliarden Dollar betragen, auch wenn ihr neuer Chef die künstliche Stützung des Pfunds "einen großen Fehler" nennt.

 

Ob das Parlament bei all dem mitspielt, ist fraglich. Abgeordnete haben gefordert, den Satz für die geplante Mehrwertsteuer auf zwölf Prozent zu verringern. Auch blockieren sie bislang eine Reform des öffentlichen Dienstes, die eine leistungsabhängige Bezahlung und Beförderung von Beamten vorsieht - nicht aber die Entlassung von Hunderttausenden Staatsdienern, über die oft spekuliert wird.

 

Sollte das IWF-Direktorium die Bedingungen für einen Kredit als erfüllt ansehen, könnte Ägypten schon im September die erste Rate von 2,5 Milliarden Dollar einstreichen. Alle weiteren Zahlungen wären dann aber von der Umsetzung der vereinbarten Schritte abhängig - was Sisi und die Regierung unter Zugzwang setzen würde. Schon zwei Mal hatte der IWF sich mit Ägypten auf Kredite geeinigt - sie kamen nicht zur Auszahlung, weil Kairo letztlich vor zugesagten Reformen zurückscheute.

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Ägypten will Strafen für weibliche Genitalverstümmelung verschärfen

Die ägyptische Regierung plant eine Verschärfung der Strafen für weibliche Genitalverstümmelung. Die Regierung in Kairo teilte am Sonntag mit, sie werde dem Parlament einen Gesetzesentwurf vorlegen, nach dem auf die Beschneidung von Mädchen und Frauen eine Haftstrafe zwischen fünf und sieben Jahren stehen soll.

Quelle:  Tiroler Tageszeitung

Bisher beträgt das Strafmaß zwischen drei Monaten und zwei Jahren Gefängnis. Die weibliche Genitalverstümmelung ist seit 2008 in Ägypten verboten, wird aber weiterhin von vielen Muslimen und Christen praktiziert, vor allem in ländlichen Gegenden. Laut dem Gesetzentwurf soll zusätzlich zur Gefängnisstrafe harte Arbeit auferlegt werden können, wenn die Beschnittene durch den Eingriff stirbt oder eine dauerhafte körperliche Behinderung davonträgt. Wer eine Frau dazu zwingt sich beschneiden zu lassen, muss künftig mit einem bis drei Jahren Haft rechnen. Bei der weiblichen Genitalverstümmelung werden die äußeren Sexualorgane teilweise oder ganz abgeschnitten. Die Folge sind oft lebenslange Schmerzen, insbesondere beim Geschlechtsverkehr und beim Gebären eines Kindes, aber auch beim Urinieren. Außerdem leiden viele Frauen nach dem Eingriff unter psychischen Problemen. Das Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung in Ägypten war noch unter Staatschef Hosni Mubarak erlassen worden, der 2011 gestürzt wurde. Aktivisten beklagen, dass die Bemühungen für die Beendigung der Praxis mit Mubaraks Sturz einen Rückschlag erlitten haben. Viele Islamisten sahen in dem Gesetz einen Ausdruck von Mubaraks autoritärer Herrschaft und forderten, es nicht durchzusetzen. Im Mai starb eine Jugendliche in Ägypten an den Folgen ihrer Beschneidung. Ihre Mutter, der Arzt, der die Beschneidung vornahm, und zwei andere Beschuldigte wurden wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und müssen sich vor Gericht verantworten.


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Juli 2016

So, die grösste Hitzewelle scheint vorüber zu sein. So viele heisse Tage (über 40°) wie heuer hatten wir in all den Jahren die ich jetzt hier bin noch nie. Sogar eine Klimaanlage hat schlapp gemacht, da der Aussenteil im „Licht-Schacht“ liegt und sich dieser so aufheizte, dass der Kompressor überhitzte.

 

Das immer schon existierende Sommerloch bei der Anzahl an Touristen ist heuer extrem ausgefallen. Es ist echt traurig, dass Ägypten so gemieden wird. Dabei besteht wirklich kein Anlass, es gibt hier wirklich keine Vorfälle um sich unsicher zu fühlen. Dafür sorgt schon Al Sisi. Ich glaube, momentan ist es in Bayern unsicherer wie hier. Naja, ein Hoffnungsschimmer am Horizont ist die Ansage von einigen Fluggesellschaften, ab September wieder zusätzliche Flüge anzubieten. Vor allem wird auch Sharm wieder angeflogen, d.h. die Kombination der zwei Ziele Hurghada/Sharm wird wieder mehr Flieger füllen. Derzeit fliegen ja nur einige Fluggesellschaften Hurghada direkt an, Turkish Airline fliegt über Istanbul, was ja durch die Turbulenzen in der Türkei auch auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber die Politik von Erdogan ist wieder eine andere Sache....

 

Was tut sich sonst so hier? Ein grösseres Problem ist die derzeit rasante Erhöhung der Preise. Momentan gibt es fast wöchentlich eine Preiserhöhung und diesmal sind nicht nur Luxusgüter wie Zigaretten usw. betroffen, nein es steigen auch die Preise für Grundnahrungsmittel. Als Beispiel nenne ich hier Kartoffeln. Vor drei Monaten kostete das Kilo noch zwischen 3 und 4 Pfund je Kilo, jetzt zahlt man ca. 6 Pfund! Von Zigaretten braucht man gar nicht reden, die Marke „Karelia“ welche vor ca. einem Jahr noch 7 bis 8 Pfund kosteten sind jetzt bei 12,50 bis 13 Pfund angelangt! Sicher hat die Abwertung des Pfundes dazu beigetragen, aber dafür hat man ja auch besser gewechselt. Apropos wechseln, die Wechselstuben, die einen deutlich besseren Kurs gegeben haben als die offiziellen Banken, wurden fast alle geschlossen. O.k. das ist verboten, weil dadurch dem Staat Devisen verloren gehen, aber für uns war es eine Möglichkeit die Teuerung etwas abzufangen. Vor allem, das facebook-Gruppen bzw. deren Mitglieder einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet haben ist ein interessanter Aspekt. Da haben in etlichen Gruppen Leute immer wieder gefragt, wie den der Kurs momentan steht und viele haben mit der genauen Standortbeschreibung geprotzt, dass sie bei dieser Wechselstube einen viel höheren Wechselkurs bekommen haben. Na die ägyptischen Behörden sind ja auch nicht doof, für die waren diese Infos „Geld wert“!

 

So, ich melde mich wieder, wenn hoffentlich wieder mehr los ist.


April 2016

Letzte Woche war geprägt von zwei Ereignissen. Der Besuch von Renate und Hans, zwei Freunde aus Linz, denen ich Luxor gezeigt habe und natürlich der Besuch von meinem Vater. Vati wird Ende des Monats 80 Jahre und da habe ich mir natürlich etwas besonderes einfallen lassen müssen.

Hans und Renate am Nil
Hans und Renate am Nil

Aber der Reihe nach. Vorigen Freitag besuchten mich einige Linzer in der Jazzbar, neben den Hörschlägers auch Renate und Hans. Die beiden wollten mit mir nach Luxor fahren, weil Renate 1992 im Rahmen einer Nil-Kreuzfahrt mal dort war und Hans noch nie. Also machten wir uns den Dienstag als Termin aus, an dem es dann um 5:30 Uhr losging. Der Ausflug war wieder wunderbar und die Beiden waren echt begeistert. Für mich war es insofern einmalig, weil die Beiden die Ersten waren, die kein einziges Foto gemacht haben, ja nicht einmal eine Kamera oder ein Handy mitgenommen haben. Eine Woche vorher haben Donata und Michael noch über 700 Fotos gemacht. Renate hat gesagt, sie hat von damals soviele Fotos und sie wollen den Ausflug einfach geniessen – das ist auch eine gute Einstellung!

Vati und Skheik Ibrahim
Vati und Skheik Ibrahim

Seit einiger Zeit machte ich mir schon Gedanken, mit welcher Überraschung ich Vati zum achtzigsten Geburtstag eine wirkliche Freude machen kann. In Luxor war ich schon mit ihm, bei den Klöstern waren wir schon und Ausflüge auf deinem Boot haben wir auch schon einige hinter uns. So viele verschiedene Ziele, die nicht in Stress ausarten gibt es nicht mehr und ein originelles Geschenk ist hier auch nicht leicht aufzutreiben. Zufällig lernte ich vor ein paar Wochen Skeikh (=Scheich; bedeutet soviel wie Familienoberhaupt) Ibrahim Ibn Abdallah kennen, einen gebürtigen Schweizer, der seit ewigen Zeiten in der Sahara wissenschaftliche Arbeiten rund um die Römerzeit selbst durchführt bzw. begleitet. Im Rahmen dieser Arbeiten lernte er den Nomadenstamm der Khushma'an kennen und heiratete als erster Nichtnomade die Tochter des Familienoberhauptes, Skeikh Abdel Zaher.

 

Da er neben den wissenschaftlichen Safaris für Freunde auch „Schnuppertouren“ in „sein Stammesgebiet“, das für normale Touristen nicht zugänglich ist, durchführt, habe ich mir gedacht, das wäre doch was für Vati. Wer kann schon von sich behaupten, seinen Achtziger in einem echten Nomadencamp mitten in der Wüste gefeiert zu haben.

Störche, mitten in der Wüste
Störche, mitten in der Wüste

Also starteten wir vorigen Donnerstag früh zu dem besonderen Trip in die Wüste. Skeikh Ibrahim liess es sich, trotz Problemen mit den Hüften, nicht nehmen, selbst die Tour zu führen. Mit an Board waren als Fahrer Sheikh Abdel und Mohammed, der normalerweise die Safaris leitet bzw. führt. Nach ein paar Kilometern auf der Strasse nach El Gouna ging es in die Wüste, trotz Federung des Landrovers und Polster auf den Sitzen war es keine Autobahnfahrt. Teilweise auf „gespurten Pisten“ und teilweise über ungespurtes Terrain ging es ca. 35 holprige Kilometer mitten in das Gebiet der Kushma'an Nomaden zum ersten Ziel, einen Ausflugshügel, auf dem einen ein gewaltiger Ausblick über die Wüstenlandschaft erwartet. Auf dem Weg dahin trafen wir auf eine Gruppe von Störchen, die hier überwintern und demnächst die „Heimreise“ nach Europa antreten werden. Auch verschiedene Greifvögel, vom Falken bis zum Habicht kreuzten immer wieder unseren Weg.

Geburtstagstorte im Nomadencamp
Geburtstagstorte im Nomadencamp

Nach dem herrlichen Ausblick ging es direkt ins Camp, das Ibrahim für die Teilnehmer errichtet hat und als Basis seiner Safaris und Erkundungen dient. Dort gab es dann Frühstück und als Überraschung für Vati einen Geburtstagskuchen (ich habe „Happy Birthday“ - Kerzen organisiert und Ibrahim hat extra für Vati einen Karottenkuchen backen lassen).

 

Als besonderes Geschenk überreichte Ibrahim Vati auch noch einen original Nomaden-teppich, der von seiner Familie stammt.

 

 

 

Nach dem gemütlichen Frühstück fuhren wir dann weiter zu einer römischen Festung, die damals eine der Festungen entlang der römischen Strasse vom Roten Meer bis ins Niltal war. Diese 173 km lange Strasse war eigentlich der Vorgänger vom Suez-Kanal und diente um 30 nach Christi als Handelsweg zwischen dem Roten- und dem Mittelmeer. Da die Römer nicht ungeschützt übernachten wollten, wurden entlang dieser Strasse immer wieder solche Festungen gebaut, deren Reste man heute noch bewundern kann. Auch an dem Brunnen, der heute noch funktioniert und der einzige Lebensquell ist, kamen wir vorbei. Nach einer „Rundfahrt“ durch die Stein- und Sandwüste ging es wieder zurück ins Camp, wo uns bereits der Mittagsbrunch erwartete.

 

Nach dem Brunch und vielen neuen Eindrücken ging es zurück nach Hurghada. Obwohl wir eigentlich nicht viel gegangen sind, waren wir ziemlich geschafft – es waren einfach soviele neue Eindrücke und in Summe ein tolles Erlebnis. Danke Ibrahim, du hast uns einen unvergesslichen Tag erleben lassen!

 

 

 

 

 

 

Leider ging die Woche mit Vati viel zu schnell vorbei, mittlerweile ist er wieder gut in Österreich angekommen, aber wir sehen uns ja bald wieder.

 

Hier noch eine Diashow von unserer Geburtstagsfeier mit mehr Fotos:


März 2016

Puhh, die letzten Wochen war echt ein Stress! Ihr werdet jetzt zwar lachen, aber es gibt auch hier Stress! Zweimal war ich mit Gästen in Luxor, dann waren Installateurarbeiten angesagt und am Freitag war mein obligatorisches Schnitzelessen. Das alles muss mit der Versorgung von unserem Zoo kombiniert werden, da ja Riki drei Wochen nicht da war.

Ich mit Michael und Donata im Hatschepsut-Tempel
Ich mit Michael und Donata im Hatschepsut-Tempel

Die Ausflüge nach Luxor:

 

Beide Ausflüge waren echt toll. Sowohl der erste Ausflug mit der Familie Bötcher als auch der Ausflug mit Donata und Michael. Während sich die Bötcher's erst kurzfristig auf der Diversnight entschlossen haben, war der Ausflug von Donata und Michi schon länger über Facebook geplant. Bei beiden hatte ich wieder super Fahrer bzw. Fahrzeuge (einmal Bus und einmal PKW). Auch das Essen im Restaurant „El Mina“ war wieder sehr gut.

 

Ein paar Details zu den Ausflügen:

 

Tal der Könige: Beide male besuchten wir die Gräber KV 14 – ein Doppelgrab von den Pharaonen Tausert & Setnakht, das KV 57 – das Grab von Pharao Horemheb und als letztes das KV 2 – das Grab von Pharao Ramses IV. KV 14 und KV 2 besichtige ich mit den Gästen sehr gerne, weil sie relativ leicht zu begehen sind und aus allen drei Dynastien die verschiedenen Bauweisen zeigen. Im KV 57 war ich auch zum ersten mal, es war bisher noch nie offen, wenn ich dort war. Es ist zwar etwas anstrengender zu besichtigen, weil es einige steile Treppen hinunter (und damit wieder hoch) geht, ist aber echt sehenswert.

 

Das erste Mal in all den Jahren fuhren Polizeiautos und bewaffnete Polizisten beim Eingangstor herein und wir mussten warten. Der Lorryfahrer sagte nur zu uns, dass kein Grund zur Beunruhigung herrsche, es käme ein „Professor“. Dieser „Professor“ begegnete uns später nochmals, wir wussten zwar nicht genau wer es ist, aber sein Besuch hing mit den neuen Vermessungs- bzw. Grabungsarbeiten im Grab des Tut-Anch-Amun zusammen.

 

Generell: Schon am Parkplatz zum Eingang zum Tal der Könige stellte ich erst einmal fest, dass dieser bei weitem nicht mehr so leer war wie bei meinem letzten Besuch. Zwar bei weitem nicht voll, aber auch nicht leer. Dieses Phänomen war in ganz Luxor zu beobachten. Es waren sehr viele Gäste aus Asien unterwegs. Die Japaner kennt man ja sofort am Mundschutz und dem Sonnenschirm und die Chinesen an ihrer Geldgier.

 

Die „listig-geschäftstüchtigen“ Ägypter: Beim Heimfahren von der Diversnight erzählte ich meinem Freund und Taxidriver Maikl so nebenbei das ich am Montag eine Fahrt nach Luxor mache. Am Samstag Morgen telefonierte ich dann mit meinen „Stammunternehmen“ wegen dem Luxortrip, jedoch waren alle mir bekannten Nummern ausgeschaltet und ich kam nur zu ihren Anrufbeantwortern. Naja, die werden mich schon zurückrufen und so war es auch. Wir verabredeten, dass am Abend jemand in der Jazzbar die Papiere abholt. Also ging ich am Abend ins Jazz, traf mich mit der Familie Böttcher und erhielt ziemlich pünktlich den erwarteten Anruf, das der Fahrer vorm Grand Hotel ist und ich ihm die Papiere geben kann. Alles o.k. - so genossen wir noch ein Bierchen, bevor wir uns dann verabschiedeten.

 

Am Sonntag Vormittag rief mich der Chef von meinem „Stammunternehmen“ an und fragte mich, wann ich ihm die Papiere bringe. Ich war total erstaunt und erklärte ihm, dass ich die gestern Abend schon seinem Fahrer gegeben habe. Darauf sagte er o.k. - dann werde er mal rundrufen, wer die Papiere hat. Nach einer Stunde rief er wieder an und sagte mir, keiner seiner Firma hätte die Papiere abgeholt, es hat auch keiner bei mir Abends angerufen usw.! Jetzt war ich baff und etwas ratlos – ich hab doch die Papiere wem gegeben! Ich kann doch die Familie nicht nochmal bitten mir ihre Pässe zu kopieren – wie sieht dass den aus! Da fiel mir wieder ein, dass ich doch Maikl von dem Ausflug erzählt habe und einer von seiner Verwandtschaft auch ein Transportunternehmen hat oder dort arbeitet. Also rief ich ihn an und jetzt klärte sich das Ganze auf. Maikl, dieses Schlitzohr, hat doch tatsächlich das weitererzählt und sein Verwandter hat mich einfach am Abend angerufen und sich die Papiere (und damit den Auftrag) geholt. Geschäftstüchtig bzw. Einfallsreich sind sie, die Ägypter. Obwohl ich Anfangs noch bedenken hatte (weil ich die anderen Fahrer bzw. deren Fahrweise schon kenne) wurde ich total positiv überrascht. Pünktlich um 5:00 fuhr ein relativ neuer und sauberer Toyota bei mir vor (Maikl hatte ihm genau erklärt wo er hinfahren muss). Auch die Fahrweise der beiden Fahrer war in Ordnung, wie sich im Laufe des Tages herausstellte.

Die Installateurarbeiten:

 

Die ägyptische Frau von meinem Freund Frank hat Anfang März mit einem Bekannten ein neues ägyptisches Shishacafe eröffnet. Zwei Tage vorher hat er mich ganz verzweifelt angerufen, weil die Ägypter in dem engen WC die Klomuschel einfach verkehrt eingebaut haben. Weil es weniger Arbeit mit den Anschlüssen war, haben sie das Teil einfach montiert, obwohl man sich nicht draufsetzen konnte, weil zwischen Vorderkante der Muschel und der Wand gerade mal 5 cm Platz war. So baute ich ihm kurzfristig das Klo um und alles war wieder gut.

 

 

Mittlerweile ist Riki wieder gut zurück aus der Schweiz und ich bin echt froh darüber. Ganz alleine für 3 bzw. 7 Katzen und einen Hund zu sorgen artet öfters wirklich in Stress aus.


Februar 2016:

Bigi und Dagmar in Sahl Hashish
Bigi und Dagmar in Sahl Hashish

 

Ja ich war in letzter Zeit etwas schreibfaul, darum gibt es jetzt eine Zusammenfassung der letzten Wochen. Aber ich gelobe Besserung!

 

 

 

Brigitte ist nach dem Besuch bei uns mittlerweile auch wieder zuhause. Auch wenn sie und Riki viele Termine beim Zahnarzt und beim Optiker hatten, war es eine tolle Woche, vor allem für die Zwei, da sie viel Zeit miteinander verbrachten. Leider war das Wetter wirklich schlecht und so fielen die geplanten „Strandtouren“ aus. Lediglich am letzten Tag machten sie einen gemeinsamen Bootsausflug. Aber die Gründe warum sie herkam, sprich die Zahnbehandlung und die neue Brille, waren vorrangig und wurden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Und das zu einem Preis, der in Europa fast als Trinkgeld durchgehen würde! Wär vielleicht eine Geschäftsidee, zum Zahnarzt statt nach Ungarn Urlaub in Hurghada!!

 

 

 

Eigentlich hatten wir kulinarisch einiges vor, aber durch die teilweise sehr späten Termine wurden es nur zwei kulinarische Abende. Einmal gab es selbstgemachte Barrakuda-Filets und zum Abschluss schweizer Raclette mit Scampis, Schweinelungenbraten, Rinderfilets, Champignons und und ..... Waren aber beide Abende sehr gemütlich.

 

 

 

Obwohl Cleo sie noch nie vorher gesehen hatte, wurde sie sofort von ihr ins Herz geschlossen. Sie merkte wahrscheinlich sofort, dass Bigi ein Herz für Tiere hat, schliesslich hat sie ja auch in der Schweiz einen Hund. Jedes mal wenn sie Bigi sah wurde sie sofort bestürmt und begrüsst, wobei ihr am Anfang auch ein paar „Begrüssungstropferl“ abgingen. Das waren aber wirklich Ausnahmen, sie ist echt schon stubenrein. Mittlerweile ist sie schon extrem gewachsen, überragt unsere Katzen schon um einiges und wiegt schon 10 Kilo. Und wenn sie mit den Katzen es so richtig rund gehen lässt, dann geht hier richtig die Post ab. Wir können echt froh sein, dass sie ein „braver Hund“ ist, der auf Befehle (meist) gehorcht und wir daher einschreiten können. Sonst würden uns die „Viecher noch die letzten Haare kosten“ (LACH!!).

 

 

 

Auch unsere beste Freundin und ehemalige Nachbarin Elke war im Februar für zehn Tage auf Besuch hier. War eine tolle Zeit, Riki und Elke waren öfters am Beach und Erika am „Karibikstrand“ bzw. mit Tanja am Schildkrötenstrand in Dabab.

 

 

 

Auch Walter aus Linz war wieder mal für einige Wochen in Hurghada. Ich habe mich mit ihm natürlich getroffen (er brauchte ja wieder Unmengen von Schokoladetafeln für die Hotelangestellten). Jetzt ist er für zwei Wochen wieder in Linz, aber dann kommt er wieder für vier Wochen, in denen er seinen Geburtstag hier feiert. Na da wird mir schon etwas einfallen – lass dich überraschen :-)

 

 

 

Etwas traurig hat Riki und mich die Nachricht von Frank gestimmt. Seine kleine „Mädi“, den kleinen Hund, den wir Silvester kennengelernt haben ist tot. Sie wurde mit Giftködern vergiftet, obwohl er sie immer an der Leine hatte. Aber ich sehe es auch bei Cleo immer wieder, kaum guckst du nicht hin, hat sie etwas im Maul. Und hier herunten kann man nicht vorsichtig genug sein.

 

 

 

So, ich bin seit gestern „Strohwitwer“, Riki ist bis Anfang April in der „alten Heimat“ in der Schweiz. Nur das Sprichwort „wenn die Katze aus dem Haus ist....“ spielt es bei mir leider nicht! Immerhin muss ich sieben Katzen, einen Hund und mich selbst versorgen – also fad wird mir in nächster Zeit nicht!!!

 

 

 

Leider hat sich die Touristensituation auch in den letzten Wochen nicht gebessert. Es ist nach wie vor wie ausgestorben. Das einzige was sich wirklich gebessert hat ist das Wetter, seit Mitte Februar klettern die Temperaturen unaufhaltsam nach oben und auch der Wind wird besser bzw. ist er nicht mehr so kalt, wenn er weht. Mittlerweile wird schon der 30er überschritten und ab und an brauchen wir schon die Klimaanlage.

 

22. Jänner 2016: Es ist sehr ruhig hier

Riki und unser Zoo
Riki und unser Zoo

Was tut sich bei uns? Eigentlich recht wenig, unser „Zoo“ verhält sich relativ harmlos. Nein im Ernst, wir sind mit der Entwicklung von Cleo wirklich zufrieden. Mit den Katzen gibt es kaum Zoff, Murmel und Bauxi sind zwar nach wie vor skeptisch ihr gegenüber und sie bekommt schon ab und zu eine Katzenpranke ab, aber im Grossen und Ganzen verstehen sie sich. Mit Blacky sieht es anders aus. Er und Cleo spielen und toben durch die Wohnung, dass es uns oft zu bunt wird und wir eingreifen. Ist eigentlich komisch, unser „Sensibelchen“, welches normal auf jede Veränderung mit Verunsicherung und Flucht reagiert, spielt mit Cleo. Unsere beiden „Selbstbewussten“ bekämpfen sie eher. Lustig ist auch das Verhalten zwischen Hund und Katz beim Fressen. Die Katzen fressen und saufen lieber aus Cleos Schüsseln und lassen ihre unangetastet. Cleo wiederum findet das Katzenfutter zum fressen gern. Ganz schlimm wird es beim Füttern mit Frischfleisch. Obwohl wir jedem Tier ein eigenes Schüsselchen geben und Cleo natürlich das zwei- bis dreifache bekommt, ist sie als Erste fertig und probiert dann an ein Schüsselchen einer Katze zu gelangen. Da müssen wir immer aufpassen, sonst frisst sie ihnen alles weg. Mittlerweile gehorcht sie jedoch auf ein paar Befehle und so wird auch das besser.

 

Aufregung versprach der Besuch beim Tierarzt. Normalerweise haben wir immer einen „Kampf“ mit unseren Katzen, damit wir die in die Trageboxen bekommen. Auch dieses Mal hatten wir uns schon einige Strategien überlegt, wie wir sie am Besten überlisten. Aber es kam eigentlich ganz anders – hatten wir voriges Jahr Blacky noch durch die ganze Wohnung verfolgen müssen, so war er dieses Mal als erster in der Box. Etwas Futter half! So ging es dann mit drei Katzen in Boxen und einem Hund an der Leine in Midos Auto zum Tierarzt. Die Katzen haben zwar etwas gemautzt, aber im Grunde verlief alles gut. Auch im Warteraum war alles in Ordnung. Drinnen beim Impfen waren dann die Katzen wie in Schockstarre – im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich sogar Probleme, sie aus der Box zu bekommen! Das Impfen war kein Problem, lediglich Murmel wehrte sich etwas gegen das Fiebermessen (im Hintern!). Auch Cleo liess das Impfen und Chippen gutmütig über sich ergehen. Also, dieses Mal haben wir uns wirklich umsonst tagelang Sorgen gemacht, wie wir das schaffen.

 

Am Sonntag bekommen wir Besuch, Rikis Schwester Brigitte kommt für eine Woche auf Besuch zu uns. Was wir da alles erleben werden, darüber nächste Woche mehr.

 

Sonst ist es sehr, sehr ruhig. Kaum Touristen, die Auslastung der Hotels liegt momentan bei ca. 20%!! Dabei gibt es wirklich keinen Grund Hurghada zu meiden. Das Wetter ist schön, am Abend etwas frisch, aber tagsüber in der Sonne ist es traumhaft. Das Meer lädt mit ca. 21° zum Baden ein und die Strände sind garantiert nicht überbevölkert. Die Lage in Hurghada ist ruhig, der Vorfall im Bella Vista Hotel hat sich auch aufgeklärt. Es war so wie ich schon geschrieben habe. Ein Fakt kam noch dazu: der GM wollte mit den Beiden nicht sprechen und hat die Polizei gerufen, mit dem Hinweis, dass zwei Attentäter im Hotel sind. Er hat gewusst, dass die Polizei da nicht lange fackelt – und somit war er sein Problem los! Auch eine Art Problemlösung, wie man mit unzufriedenen Mitarbeitern umgeht! Leider hat er nicht bedacht, welche Folgen das mit sich zieht.

 

Lg Richi


Ägypten

 

Ein Toter und ein Schwerverletzter wegen Gehaltsstreitigkeiten!

 

HURGHADA. Zwei verzweifelte junge Männer wegen eines Streites um ausstehende Gehälter getötet bzw. schwer verletzt!

 

Weil das Management, aus welchem Grund auch immer, die Gehälter für monatelang verrichtete Arbeit, seit Monaten nicht ausbezahlte und auch keine Anstalten machte ihnen das ausstehende Geld zu geben, drehten zwei junge Burschen durch. Sie liefen in die Küche und holten sich von dort ein Messer, um mit diesem etwas Nachdruck zu erzeugen. Als auch dieses Vorhaben scheiterte, waren sie wahrscheinlich so verzweifelt, dass sie als letzten Ausweg nur sahen, einige zufällig in der Hotellobby anwesende Touristen als „Geiseln“ zu nehmen. Dass dieser Schritt gleichzeitig ihr (Fast)Todesurteil war, haben sie in diesem Moment wahrscheinlich nicht bedacht. Einer der Beiden wurde sofort erschossen, der Andere überlebte schwer verletzt.

 

So geschehen am letzten Freitag in einem beliebten Touristenhotel in Hurghada! Da es in Ägypten keine Arbeitnehmergesetze, geschweige denn eine Gewerkschaft gibt, sind auch im 21. Jahrhundert in Ägypten Streitigkeiten um ausstehende Gelder noch immer an der Tagesordnung. Während in der westlichen Welt sofort ein Aufschrei gegen das Unternehmen und sofort Arbeitnehmerverbände bzw. zig Anwälte zum Arbeitsgericht laufen würden, sind hier die Arbeitnehmer auf sich alleine gestellt. So kommt es immer wieder zu Demonstrationen vor Hotels, die bereits in der Verwüstung eines Hotels endeten und nun zu einem Blutbad.

 

So oder so ähnlich hätte der Artikel in den Medien eigentlich lauten müssen. Das sogenannte „Terrorattentat“ war eigentlich nur ein Streit um ausstehende Gehälter! Das wurde uns gestern von mehreren Ägypter, unabhängig voneinander, berichtet. Missstände wie nicht bezahlte Gelder, „Sklavenlöhne“ und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind auch in Ägypten noch „Normal“, bzw. durch die Lage seit dem arabischen Frühling stark im Aufwind. TV-Bilder von Katar empören die Menschen gerade im Westen, die Eindrücke vor Ort entlocken hingegen den meisten Billigurlaubern nur ein leichtes Lächeln – wichtig ist: „Geiz ist Geil“!!! und hinter mir die Sintflut!

 

Ich will damit diese Aktion der Beiden sicher nicht verharmlosen oder entschuldigen, aber vielleicht gelingt es mir damit, auch die „andere Seite“ etwas zu beleuchten.

 

Lg Richi

 

Jänner 2016: Aktuelle Lage in Hurghada:

Die verletzte Österreicherin (Photo: Achmed Eighalban in fb)
Die verletzte Österreicherin (Photo: Achmed Eighalban in fb)

Wie ihr alle wahrscheinlich wisst, ist letzten Freitag gegen 20:00 Uhr Ortszeit ein Angriff auf Touristen mitten in einem beliebten Hotel in Hurghada erfolgt. Riki und ich sind um 21:00 Uhr mit unserem Fahrer Mido gerade auf der Heimfahrt vom „Schnitzelabend“ im Grand Resort Hotel gewesen, als er per Telefonat von einem Freund von dem Vorfall erfuhr. Er erzählte uns davon, sagte aber auch, dass noch niemand etwas genaueres weiss und er auch nicht wüsste ob da überhaupt etwas passiert sei, da Menschenansammlungen und „stille Post“ in Ägypten schon wegen Kleinigkeiten vorkommen.

 

Zuhause angekommen wurden natürlich gleich die Nachrichten im Internet und in den deutschen TV-Sendern abgesucht und siehe da: die Medien in Deutschland wussten schon, dass es sich um einen Terroranschlag des IS handle. Mehrere Terroristen mit Maschinengewehren und Bombengürtel hätten, übers Meer kommend, ein Blutbad in der Lobby des Hotels angerichtet! Na Bumm!! dachten wir – jetzt wirds tragisch!!

 

Gestern wurden bereits die ersten Zweifel an einem Attentat laut, aber in der Presse ist es nach wie vor eines. Heute, zwei Tage danach, lichten sich die Nebel und es stellt sich heraus, dass es ein Überfall zweier, unter Drogen stehenden, Ägypter war, die so zu etwas Geld kommen wollten!

 

Sowohl die beiden verletzten Österreicher, als auch das Management vom betroffenen Hotel berichten dasselbe. Zusätzlich gibt es in verschiedenen Gruppen über Hurghada in fb Augenzeugenberichte, bzw. Berichte einer deutschen Krankenschwester, die die Verletzten betreute und niemand mehr geht von einem Attentat aus, ausser die westlichen Medien.

 

Anbei ein paar links:

 

Interview im ORF mit dem verletzten österreichischem Ehepaar:

 

vom Hotelmanagement:

 

vom Besitzer der Tauchbasis James & Mac:

 

Ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten

 

lg Richi

 

Jänner 2016: Wir sind gut gerutscht...

.. naja besser gesagt, wir haben den Jahreswechsel fast verschlafen. Am Nachmittag sind wir das erste Mal mit „Anton“ in die Stadt um bei Mustafa im Agra Roma etwas zu Essen und vor allem, er muss ja einmal „das wahre Leben“ auch kennenlernen. Bei der Fahrt mit Mido im Auto war er noch ganz ruhig. Er ist auf meinen Schoss gesessen und hat meistens seine Schnauze unter meinen Oberarm gesteckt. Angekommen bei Mustafa mussten wir feststellen, dass das Lokal berstend voll war. Mustafa zeigte uns einen Platz an einem Tisch mit einem älteren Herren und wir setzten uns zu ihm. Auf meine Frage, ob er was dagegen hätte, wenn ich den Hund auf dem Schoss halten würde, zeigte er unter den Tisch: da sass doch auch ein kleiner Hund! War das ein Zufall! Somit war das Gesprächsthema des Nachmittags eigentlich auch schon klar. Er hat uns erzählt wie er seine „Mädi“ von der Strasse geholt hat und wir haben ihm unsere Story erzählt. Dann haben wir sie gegenseitig beschnuppern lassen und ich habe ihn im provisorischen „Bettchen“, meinem Rucksack unter den Tisch schlafen gelegt. Er hat zwar am Anfang etwas gezittert aber dann war er wirklich brav. Sogar den Lärm von einer feiernden und grölenden Gruppe am Nebentisch nahm er gelassen hin. Und dann hatten wir beide ein „Dajavu-Erlebnis“: er hab seine Kleine auf zeigte uns die Unterseite und sagte, dass der Tierarzt ihm bestätigt hat, das es ein Mädchen ist. Komisch, unser Anton sieht von unten genauso aus, uns kamen erste Zweifel. Nach dem Essen fuhren wir wieder mit Mido heim, auch hier gab es wieder keine Probleme mit „Anton“. Bei dem einen oder besser gesagt mehreren Glaserl Wein, diskutierten wir weiter über „Anton. Die Zweifel wurden immer stärker!

Cleo wächst und wächst.....
Cleo wächst und wächst.....

Irgendwann wurde auch das Fernsehprogramm zu fad und Riki ging ins Bett. Ich blieb noch wach, weil ich Mitternacht abwarten wollte. Es wird da herunten fast nicht geschossen, aber man weiss ja nie. Es blieb ruhig und so machten wir noch unseren „Nachtspaziergang“.

 

 

Am nächsten Vormittag wurde es Gewissheit! Nachdem sich Riki im Internet schlau gemacht hat, waren wir sicher, unseren „Anton“ umtaufen zu müssen. Wir suchten also einen Namen für eine Hündin. Nach zweitägiger Diskussion und zig Vorschlägen tauften wir Anton schliesslich auf Cleopatra – kurz Cleo um. Ich kann euch sagen, die Gewohnheit ist ein Teufel. Wir ertappen uns immer wieder, dass wir Cleo mit Bubi oder Anton ansprechen. Aber es wird immer seltener.

 

 

Sonst ist es sehr ruhig in Hurghada. Es fehlen viele Touristen und auch viele Residents sind über die Feiertage heim geflogen.

 


Dezember 2015: Wir sind auf den Hund gekommen!

Nicht so wie ihr jetzt denkt: wir haben seit 15, Dezember einen kleinen ägyptischen Hund adoptiert! Und das kam so: Riki und ich gingen ja am 14., meinem Geburtstag Essen, und kamen in Magawish bei einer Baustelle vorbei – naja gibt ja genug hier. Riki beobachtete dort schon öfters einen Wurf junger Hunde und erzählte mir von einem jungen Rüden, der ihr ans Herz gewachsen ist, weil er so frech ist. Also gingen wir zu ihnen hin und wirklich, dieser Frechdachs kam sofort auf uns zu und begann mit uns zu spielen, während alle Anderen im „Bau“ blieben - „Frech wie Anton“ war mein erster Gedanke. Nun gut, es wurde ein wirklich schöner Abend bei Seafood-Essen bei Mustafa im Agra Roma. Aber irgendwie liess mich der Gedanke an diesen Hund nicht mehr los. So ging ich am Morgen zur Baustelle und da war er sofort wieder. Schwanzwedelnd kam er angesprungen und da blieb mir nichts mehr anderes übrig als ihn mitzunehmen. Ich hatte zwar vorsichtshalber eine Plastikbox mit, die normalerweise für unsere Katzen gedacht ist, aber die brauchte ich gar nicht. Er schmiegte sich sofort, vor Kälte zitternd, an mich, als ich ihn aufhob. So nahm ich ihn mit und überraschte Riki damit.

Am Anfang war er total ruhig und eingeschüchtert – er lag nur auf der Couch herum. Die vollkommen neue Umgebung, zwei überdimensional grosse Zweibeiner und drei sehr grosse Vierbeiner mit Fell, die aber nicht bellten und nicht nach Hund rochen! Das musste er erst mal verkraften! Da wir von Arco noch eine Leine hatten, begannen wir ihn an ein regelmässiges „Gassigehen“ alle zwei Stunden an. Naja, es ging nicht ohne ein paar „Unfälle“, sprich „Lackerl“ und „Würstchen“ im Wohnzimmer ab, aber mit der Zeit wurden diese Unfälle weniger und mittlerweile sind sie relativ selten geworden. Auch ein paar Spielsachen waren noch da und mit ein paar zugekauften Sachen wie Kauknochen und spezieller Welpenmilch und Welpennahrung entwickelte sich unser „Couchpotato“ innerhalb kürzester Zeit wieder zum frechen Anton – und somit war sein Name fix.

 

Mittlerweile „versteht“ er sich auch mit den andersriechenden Fellknäueln – naja so halbwegs wenigstens. Sie sind noch keine dicken Freunde, die Tisch und Bett miteinander teilen würden, aber ein paar Beschnupperungen, vor allem beim Fressen, gibt es mittlerweile. Und mit Anbellen hat er sich auch schon etwas Respekt verschafft. Obwohl, unsere „Riesenkatzen“ nehmen ihn noch nicht so richtig ernst, weichen meistens zurück oder er bekommt einen Prankenhieb, wenn er es zu bunt treibt. Er ist jetzt zwei Wochen bei uns, hat sich mittlerweile gut eingelebt und versucht Alles, auch uns, anzuknappern. Für die nächste Zeit sind die ersten Erziehungsmassnahmen geplant, und natürlich der Gang zum Tierarzt. Unsere Katzen müssen sowieso geimpft werden, da nehmen wir ihn gleich mit – das wird ein Spass!

Über Weihnachten hatten wir Besuch. Elke hat ja beschlossen zurück nach Deutschland zu gehen. So hat sie ihren ganzen Hausrat und ihre Möbel verkauft. Am 20. wurden die letzten Möbel abgeholt und ihre Wohnung leergeräumt. So blieb sie die letzten paar Tage bis zum Abflug am 26. bei uns. Tagsüber waren meist Riki und sie in der Stadt unterwegs um noch die letzten Sachen zu erledigen, abends machten wir uns dann einen gemütlichen Abend, wobei Elke meist sehr früh zu Bett ging, da ihr das Ganze doch ziemlich Nahe ging – Sechs Jahre Hurghada hinterlässt halt doch wehmütige Spuren!

 

Weihnachen verbrachten wir zu Hause bei einem gemütlichen Raclette Essen. Schweinelungenbraten, Rinderfilets, Garnelen und Champignons mit Käse überbacken, dazu ein paar Saucen und Weissbrot – Herz bzw. Gaumen was willst du mehr.

 

Am 26. mitten in der Nacht (4 Uhr früh) war es dann soweit. Nach einer Tasse Kaffee begannen wir Elkes Koffer raus zu räumen. Kurz darauf wurde sie von Bekannten abgeholt und zum Flughafen gefahren. Elke war ja quasi meine „erste Nachbarin“ wie ich herunter kam und auch für Riki war Elke die erste Freundin hier in Hurghada, darum war der Abschied schon etwas Besonderes. Schweren Herzens umarmten wir uns, aber Elke ist Gott sei Dank nicht aus der Welt und sie und Detlef werden so bald als möglich wieder auf Besuch kommen.

Silvester werden wir nicht sehr viel unternehmen, wir werden wahrscheinlich zu Hause bleiben und unseren Hund hüten. Jean Jacque und Co. Feiern auch privat also wird eine Party heuer ausbleiben.

 

Wir wünschen Euch allen ein Gutes Neues Jahr, viel Erfolg und Gesundheit.

14. Dezember 2015

 

Mein fünfter Geburtstag in Hurghada lief etwas turbulent und anders als geplant ab. Eigentlich wollte ich ja einen ruhigen Tag geniessen, aber erstens kommt es Anders, zweitens als geplant! Das war das Geburtstagsdrama in zig Akten:

 

1. Akt:Nachdem wir seit Tagen ein Problem mit dem lecken Abwasserschlauch beim Waschbecken in der Küche haben, bin ich gestern wieder einmal alle Händler in Hurghada (und gefühlte 100 Km im Umkreis) abgelaufen, mit dem Ergebnis: NULL - es gibt diesen speziellen Schlauch nicht! Zumindest nicht bei den Händlern wo ich war, aber einen (ägyptischen) Tip hab ich bekommen: mit Dichtungsband abdichten!!!!! Also habe ich am Vormittag den Schlauch wieder montiert und versucht ihn mit Dichtungsband abzudichten. Obwohl ich skeptisch und Riki sich sicher war das das funktionieren wird, ist es mir gelungen, das Ding dicht zu bekommen - JUBEL und ERFOLG!

 

2. Akt: Weil ich grad so in Erfolgsstimmung war nahm ich auch gleich den Zulauf der Waschmaschine in Angriff. Riki hat bemerkt, dass sehr wenig Wasser in den letzten Tagen die Maschine "komische Geräusche" beim Start macht, und wenig Wasser einläuft. Nach kurzem Check des Wassereinlaufes konnte ich ihr Ersturteil bestätigen und prüfte daher, von wo der Wassermangel kam. Die Rohre in der Wand waren es Gottseidank nicht, es war das völlig verdreckte Sieb im Zulaufschlauch. Da dieses nicht mehr zu reinigen war, hab ich den Schlauch gewechselt (von meiner "Reservemaschine - gut wenn man Ersatzteile hat") und dann funktionierte auch die Waschmaschine wieder - JUBEL , ERFOLG HOCH ZWEI!!

 

3. Akt: Emotionell hoch über den Wolken, begab ich mich in die Niederungen des Bades im Erdgeschoss um die Zuläufe des Waschbeckens und des Spülkastens zu reinigen. Aufgrund des schmutzigen Wassers müssen die "Sieberl" so ca. alle 4-6 Wochen gereinigt werden. Innerhalb einiger Minuten hatte ich den - ERFOLG HOCH DREI!!!

 

4. Akt: Nachdem ich auch noch das Katzenklo gereinigt habe, wollte ich mir jetzt einen gemütlichen Nachmittag machen. Zuerst skypen mit Vati und dann - g a n z g e m ü t l i c h! Aber "Erstens kommt....." Skype ging wieder einmal nicht! und Riki bemerkte ein leichtes Tropfen des Zulaufschlauches bei der Waschmaschine beim Besuch der Toilette. "Is ja kein Problem" dachte ich mir, brauchst ja nur die Muttern der Dichtungen etwas fester anziehen.

 

5. Akt: "Erstens kommt es ......" Ich weis nicht was ich angestellt habe, wahrscheinlich habe ich das Plastikteilgewinde des Schlauches überdreht aber auf einmal ist mir das Wassser ins Gesicht gespritzt. Vollkommen nass versuchte ich das Kugelventil zu schliessen, doch das funktionierte nicht! Was ich auch (mit Zangen usm.) ich bekam die Leitung nicht mehr dicht - MISSERFOLG!

 

6. Akt: Nachdem das Wasser hier spritzte und unser Bad schön langsam absoff, hab ich versucht den Hauptwassehahn abzustellen. Aber auch das ging nicht so einfach, da das Gewinde kaputt war oder NIE passte - who knows - aber mit Zangen und etwas Zeit ist mir gelungen, eine Totalüberschwemmung zu verhindern.

 

7. Akt: Den 7. bis zigten Akten fasse ich jetzt zusammen, sonst würde es "erstens....." und zweitens zu lange. Endergebnis: ich war zwar "pitschelnass" aber am Ende des 7. Aktes war alles dicht und funktionierte wieder alles.

 

8. und schönster Akt: Nach den Problemen machten Riki und ich uns die Flasche Sekt (Danke an Elke) auf und gingen gut Essen.

November 2015

 

Heute möchte ich euch eine weitere Anekdote zum Thema Handwerker / Reparaturen erzählen.

 

Vor ca. drei Wochen fiel im zentralen Sicherungskasten der FI-Schalter der Klimaanlage im Wohnzimmer und die Klimaanlage war stillgelegt. Jede Klimaanlage ist zusätzlich durch eine Sicherung vorort gesichert und da diese Sicherung schon einmal den „Geist aufgegeben“ hatte, suchte ich zuerst den Fehler bei dieser. Doch die Sicherungen waren in Ordnung. Auch unser Houseboy Mahmdou, der am nächsten Tag mit einem Elektriker anrückte, konnte den Fehler nicht finden. So bestellte er für nächsten Tag zwei „Klimaanlagenspezialisten“.

 

Diese rückten auch pünktlich an. Nach der „Erstinspektion“ im Wohnzimmer, bei der auch sie keinen Fehler fanden, ging es zum Aussenteil. Dieses Teil hängt in ca. 2m Höhe an der Aussenwand, befestigt mit einem Eisenwinkel. Wie üblich kamen diese Spezialisten ohne Werkzeug, sodass mein Werkzeug wieder einmal zum Einsatz kam. Nach einer kurzen „Augenbeschau“ und einigen Diskussionen, kamen die beiden zu der Erkenntnis, das Gehäuse der Klimaanlage zu entfernen. Also brachte ich ihnen meine Leiter und der Jüngere begann die Klimaanlage zu demontieren. Dann begann er Kabel für Kabel abzuklemmen und „prüfte“ die Anlage dann, indem der Andere versuchte, den FI-Schalter wieder reinzudrücken. Doch das funktionierte auch nicht. Als alle Kabelanschlüsse abgeklemmt waren, und sie noch mal prüften blitzte es entlang des Kabels, das die Sicherung mit der Klimaanlage verbindet, in ca. 3m Höhe. Dort wurde es mit Isolierband gestückelt und anscheinend hat diese fachmännische Ausführung durch die Witterungsbedingungen den Geist aufgegeben. Jetzt hatten wir die fehlerhafte Stelle, doch wie diese reparieren? Meine Leiter ist nur 1,50m hoch, somit ist diese Stelle nicht zu erreichen!

 

Mir fiel ein, dass im Stiegenhaus noch eine hohe, ca. 4 m lange Stehleiter steht und so führte ich die beiden zu dieser Leiter. Nach Betrachtung dieser und einer weiteren Diskussion der Beiden begannen sie Leiter zu zerlegen. Durch Entfernen von zwei Schrauben wird aus einer Steh- eine Wandleiter. Diese wollten sie dann an einem Seil durch das Stiegenhaus auf das Dach hieven und im Lüftungsschacht zur defekten Stelle abseilen. Das Problem dabei ist nur, bei uns führt der Zugang aufs Dach nicht über das Stiegenhaus, sondern über die Dachgeschosswohnung und der Besitzer war nicht erreichbar! Durch unsere Wohnung konnten wir nicht, da sie aufgrund der Länge nicht um die Ecken gepasst hätte. Also jetzt war guter Rat teuer.

 

Aber Ägypter wären nicht Ägypter, sprich einfallsreich und so kletterte der Jüngere über meine viel zu kurze Stehleiter auf das Gestell der Klimaanlage, die sie vorher bereits soweit verschoben hatten, dass sie fast heruntergefallen wäre. Da sich das Haltegestell ziemlich bog, zauberte der Andere aus einem Schaufelstiel und der Stehleiter eine Stütze. Vom Gestell aus konnte der Jüngere zwar die Schadensstelle erreichen, aber für eine „fachgerechte Reparatur“, sprich eine Spleissung und Isolierung mit Isolierband, war das eine Stück Kabel zu kurz. Also wurde das Stück Kabel ausgetauscht und repariert. Danach kletterte er wieder runter, sie montierten die Klimaanlage wieder zusammen und alles war gut.

 

Das war jetzt der rein fachliche Bericht einer Reparatur, jetzt kommt mein Emotionaler:

 

Diese zweistündige Reparatur hat mich etliche Nerven gekostet und viele graue Haare gebracht. Gute Handwerker hätten wahrscheinlich gleich festgestellt, dass die schadhafte Stelle das Verbindungskabel ist. Diese Beiden haben zuerst auf gut Glück die Klimaanlage zerlegt und dann erst die Bruchstelle am Kabel geortet. Trotz meiner Bemerkung, dass der Bewohner der oberen Wohnung nicht da ist, wurde sofort die Leiter zerlegt. Erst nachdem sie selbst merkten, dass diese Aktion sinnlos war, wurde von diesem Plan abgelassen. Aber so richtig krass war erst die Aktion mit der Kletterei. Wie ich merkte, dass der da raufklettern will, konnte ich fast nicht mehr hinschauen. Die Leiter stand ja nicht unbedingt gesichert und wackelte wie ein 50m hoher Baumwipfel bei 200 km/h Windgeschwindigkeit. Als er dann auf der Klima stand und der Winkel sich verdächtig verbog, hatte ich echt das ernste Gefühl, dass er mitsamt der ganzen Klimaanlage runterbrechen wird. Ich konnte das von mir befürchtete Unheil nicht mehr mitanschauen und ging. Erst als die ganze Aktion vorbei war, schaute ich wieder nach ihnen. Dann hat mich auch noch unser Hausbesitzer am falschen Fuss erwischt, indem er mich angerufen hat, wir müssten für die Reparatur zahlen. Im „Normalfall“ hätte ich reklamiert – nach dieser Aktion zahlte ich die 200 fund einfach!

 

Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hab ich das Ganze per Foto nachgestellt


Oktober 2015: Es ist viel los hier!

 

Heute möchte ich ein paar Fotos von den beiden letzten Ausflügen einstellen.

 

Privatausflug zu den ältesten Klöstern Ägyptens, dem St. Antonius und dem St. Paulus Kloster am Samstag, 26.09.2015

 

Anlässlich des Besuches der Familienangehörigen von Riki und dem Siebzigsten Geburtstag ihres Schwagers Bernd lud Riki ihre Familie und ein paar gute Freunde zu einer Kulturfahrt zu den beiden Klöstern im Norden von Hurghada ein. Diese beiden Klöster stehen natürlich im Schatten von den Sehenswürdigkeiten von Luxor und medial auch im Schatten des Katharinenklosters am Sinai, sind aber kulturhistorisch gesehen sicher gleichwertig. Immerhin ist das St. Antoniuskloster das älteste Kloster Ägyptens, wenn nicht sogar der Welt. Der Hl. Antonius (251 – 356 n.Chr.), der sich mit 19 Jahren in eine rund 680m hoch gelegene, verlassene Höhle in die Einsamkeit zurückzog, gilt als Begründer des Mönchstums. Da er keine Besucher empfing und seinen Anhängern auch verbot sich in der Nähe der Höhle aufzuhalten, verharrten diese am Fusse des Berges und gründeten dort, kurz nach dessen Tod, das erste Kloster.

Los gings für Riki und mich um fünf Uhr morgens mit dem herrichten der Schnitzelsemmeln und dem Einpacken der ganzen Getränke. Da der Busfahrer unsere Villa nicht gleich fand, holte ich in ab und wir fuhren mit einer kleinen Verspätung in Richtung Hotels los.

 

Nachdem Bruno schon bei uns eingestiegen war holten wir als erste Bernd, Isolde und Franz vom Siva Grand Beach und danach Dörthe, Birgit, Manni und Manfred vom Grand Hotel ab. Nachdem wir in El Gouna noch Bigi, Monika, Tanja und Hans abholten ging es auf die erste lange Fahretappe nach Ras Gharib. Nach ca. 1,5 Std. Fahrt durch eine Wüstengleiche Gegend, immer am Roten Meer entlang, erreichten wir gegen neun Uhr unseren „Frühstücksplatz“, ein typisch ägyptisches Restaurant wo man zu den mitgebrachten Schnitzelsemmerln Cola, Kaffee oder Tee kaufen konnte.

 

Nach der Pause ging es weitere 150km entlang von Erdgas-, Erdölfeldern aber auch den grössten Wind- und Solarparks nach Zafarana. Dort verliessen wir die Hauptstrasse nach Kairo und fuhren nach Westen ins Gabel el Galalah Gebirge zum St. Antonius Kloster. Nach den „Einreiseformalitäten“ am Haupteingang, erreichten wir gegen 12:30 Uhr den Eingangbereich des „alten Klosters“.

Damals existierte im Gegensatz zu heute kein Tor in der ca. 10m hohen Mauer die das Kloster umgibt, durch das man das Kloster betreten konnte. Es gab nur eine Seilwinde über das Besucher in den Turm gezogen wurde. Durch diese „Sicherheitsanlage“ und durch die geschützte Lage blieb das Kloster relativ verschont von feindlichen Angriffen. Erst im 8. und 9. Jh. durch Beduinen und im 11. Jh. durch Araber wurde es für kurze Zeit erobert. Zwischen dem 12. und 15. Jh. erlebte das Kloster seine Blütezeit. Es wurde restauriert und erweitert, ehe mohammedanische Plünderer erneut über das Kloster herfielen und die Mönche wieder fliehen mussten. Aber auch danach wurde es wieder auf- und ausgebaut und aus den nahe liegenden Klöstern kamen etliche Mönche um sich aus Sicherheitsgründen hier niederzulassen. Heute umfasst das Kloster ca. 60.000m2 und es leben ca. 100 Mönche und etwa 200 „Aussteiger“ und Arbeiter im Kloster.

Im Kloster organisierten wir uns einen Mönch, der uns durch das Kloster führte. Bei dieser Führung wurden wir nicht nur aussen durchs Kloster geführt sondern es wurden uns auch verschiedenste Räume und Kirchen aufgesperrt. Hier lasse ich am Besten die Fotos sprechen.

Da die Strasse zur Kreuzkirche, die oberhalb der Klosteranlage liegt, gesperrt war, konnten wir diese nicht besuchen. Von hier geht auch die Treppe zur Höhle weg, der schweisstreibende Marsch über die 1.200 Stufen rentiert sich aber definitiv nicht, da man oben angelangt nur eine furchtbar stinkende kleine Öffnung der Höhle sieht.


Hier ein Foto wie die Kreuzkirche ausschaut (ist von einem früheren Besuch).

Nach der Besichtigung ging es zurück nach El Gouna bzw. nach Sakalla wo wir noch ein Essen und ein „Abschlussbierchen“ tranken. Dörthe, Birgit, Manni und Manfred mussten wir leider vorher verabschieden, da sie am selben Abend zurück nach Deutschland flogen.

Fazit: es war zwar etwas anstrengend, vor allem weil man lange im Bus sitzt, aber ich hoffe es hat euch gefallen.


Am Donnerstag, 08.10. ging es dann mit 8 Gästen nach Luxor.

 

Ramona und Robert wurden mir von meiner guten Freundin Birgit in Nürnberg vermittelt, Juliette und Kolja direkt hier in Hurghada (von Erika Paletzki, die hier wunderbare Schnorchelausflüge macht) und Familie Bülow lasen mein Angebot direkt hier auf meiner Website.

 

Pünktlich um 5:20 holte ich die vier vor dem Grand Resort ab und dann noch Familie Bülow in Makadi Bay. Dann ging es weiter nach Safaga. Beim dortigen Polizeiposten herrschte verstärkte Kontrolle, die aber kein Problem darstellte. Auch während der ganzen Fahrt nach Luxor wurden wir fast bei jeder Polizeikontrolle kurz angehalten. "Tamayia Alemania" (acht Deutsche) wurde zun öftest gehörten Satz an diesem Morgen.  Gegen 10:30 kamen wir dennoch im Tal der Könige an. Wir waren ganz alleine es waren überhaupt keine Besucher da!!


Ramona, Robert, Kolja, Juliette und Familie Bülow vor dem Totentempel der Hatschepsut
Ramona, Robert, Kolja, Juliette und Familie Bülow vor dem Totentempel der Hatschepsut

Weiter ging es die paar Kilometer rüber zum Totentempeln in Deir el-Bahari. Auch hier waren wir wieder fast alleine und so hatten wir auch hier die Anlage fast für uns alleine. Ganz gemütlich erkundeten wir die relativ weitläufige Anlage, denn es war, obwohl es schon Oktober war, sehr warm und am Tempelgelände gibt es wenige schattige Flecken. Der bekannteste der Tempeln ist sicher der Tempel der Hatschepsut.

 

Nach einem kurzen Fotostopp bei den Memnon Kolossen ging es ins Restaurant "El Mina* zum Mittagessen.

 

Nach der Fahrt über den Nil mit einer kleinen Barkasse ging es zum Höhepunkt des Ausflugs...

... dem grandiosen Tempel von Karnak.

 

Grundsätzlich lässt sich die gesamte Anlage in drei Bezirke einteilen, die allen Göttern geweiht waren. Zum einen ist dies im Süden der Bereich der Mut, zum zweiten im Norden der Bereich des Month und zum dritten im Zentrum der größte und komplexeste Bezirk, der Bezirk des Amun. Um die Orientierung nicht zu verlieren wird auf der unten stehenden Umzeichnung auch nur der zentrale Bezirk des Amun gezeigt, der - aus touristischen Gesichtspunkten - auch der interessanteste und ohne jede Frage der monumentalste Bereich der Tempelanlage darstellt. Es ist sehr problematisch die Tempelanlage von Karnak zu beschreiben. Dies gilt sowohl für die Flächenausdehnung, wie auch für die jeweilige zeitliche Zuordnung. Verwirrend ist auch die praktisch nicht vorhandene Chronologie innerhalb der vielen Bauphasen, denn viele Herrscher haben dort gebaut, abgerissen, renoviert und wieder neu gebaut wo gerade Platz war. Es gehörte auch sozusagen zum guten Ton seine Handschrift in Karnak zu hinterlassen. Allerdings gehörte es auch zum "guten Ton" Heiligtümer von Vorgängern wieder abzureißen und aus ihren Steinen eigene Bauten zu erstellen, oder mindestens die Namenskartuschen und stilisierten Gesichter auszukratzen. Hatschepsut, Amenophis IV (Echnaton) und Tutanchamun sind hierfür berühmte Beispiele.

Vom ersten Innenhof führt der Pylon II dann in den Großen Säulensaal, dessen Beschreibung ganz und gar unmöglich ist, selbst der Versuch die Monumentalität auf Bildern aus allen möglichen Winkeln und Richtungen wiederzugeben scheiterte kläglich. In 16 Reihen trugen insgesamt 134 (!!) Säulen aus Sandstein das Dach. Dieses Dach ist allerdings heute zum größten Teil nicht mehr vorhanden, die absolut monumentalen Säulen aber, die bis zu 21 (!!) Meter in den Himmel ragen und mehrere Personen notwendig sind, sie zu umfassen, beeindrucken nachhaltig und die phantastischen Reliefs verstärken diesen Eindruck noch weiter.

Wir hatten genug Zeit um uns auch den Rest der grossflächigen Anlage anzusehen. Vom Opferaltar gingen wir runter zum heiligen See mit dem "liegenden Obelisken" der Hatschepsut und dem "Skarabäus", dann in den älteren Teil, der Richtung Luxortempel zeigt. Von dort wieder zurück in die Säulenhalle und in den neuen Teil von Ramses mit seinen Tempeln.

 

Nach einer kurzen Stadtrundfahrt in Luxor mit umrundung des relativ kleinen und unscheinbaren Luxor-Tempel ging es zurück nach Hurghada.

Ich habe die beiden Ausflüge etwas genauer beschrieben, weil es der Wunsch beider Gruppen war, etwas Informationen auch in schriftlicher Form zu erhalten. Der Text und die Fotos können natürlich (gegen Anfrage) heruntergeladen werden. Hierbei möchte ich mich nochmals bei Manni für die Fotos von den Klöstern bedanken.

 

Vielleicht weckt diese Beschreibung und die Bilder ja bei dem Einen oder Anderen auch die Neugier....

 

Bis bald

Richi


September 2015: Es ist viel los hier!

 

Ab Anfang September ist wieder "Full-House" hier in Hurghada. Viele Hotels sind ausgebucht oder sogar überbucht. Es tut sich wieder was in Hurghada - und das ist gut so!

 

Auch hier spielt das Wetter etwas verrückt. So hohe Temperaturen und vor allem eine so hohe Luftfeuchtigkeit hattten wir im September noch nie hier. Viele Gäste, die jedes Jahr im September kommen, sind total überrascht und stöhnen teilweise unter den momentan herrschenden Verhältnissen.

 

Die Ausflugssaison hat wieder begonnen. Neben den begehrten Privatausflügen nach Luxor war ich Ende September mit 14 Personen zu einem Privatausflug bei den beiden Klöstern St. Antonius und St. Paulus. Es war zwar aufgrund der Temperaturen anstrengend aber es waren alle Teilnehmer echt begeistert.

 

Aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise und der "behördlichen Hürden" (Registration beim "Tourismusoffice, tlw. zweiter Fahrer nötig usw.) habe ich die Preise (so wie alle Veranstalter) neu kalkulieren müssen. Die jetzt hier angezeigten Preise sind die aktuellen Ausflugspreise, die so hoffe ich, jetzt länger halten werden und nicht so schnell wieder von den Behörden gekippt werden.

 

Generell sind momentan die Behörden sehr unberechenbar. Gerade im Bereich des "Residentvisums" ändern sich die Regeln fast täglich! Das Jahresvisum gibt es für "Normalos" überhaupt nicht mehr, die Regeln für ein 6-Monatsvisum ändern sich ständig und jetzt gibt es das Gerücht, das man dazwischen sogar ausreisen muss!!! Es bleibt also Spannend :-)

 

So und jetzt viel Spass

euer Richi

April 2015: Startschuss meiner Homepage:


"Nach zig Wochen Recherge und zig Stunden am Laptop ist es mir nun gelungen....". So würden viele die Arbeit für die Erstellung einer Homepage beschreiben. Für mich waren es jedoch grossteils amüsante Stunden. Gerade das "Durchackern" meines Tagebuches und auch viele Kommentare, die ich im Zuge der Ausflugs- und Hotelrecherge las liess mich oft schmunzeln. Gerade im Teil Tagebuch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Struktur so lasse oder teile in z.B. Anekdoten & Geschichten und News, naja mal sehen, vielleicht habt ihr ja Ideen.


Das grösste Problem bei der Erstellung so einer HP ist ja, eine Struktur reinzubringen. Ich habe mir darüber lange Gedanken gemacht und mich jetzt so entschieden, wie ich sie aufgebaut habe. Auch hier sind noch Umänderungen möglich, wenn sie euch gar nicht gefällt.


So und jetzt viel Spass

euer Richi